19. Oktober 2011 11:36 Uhr

Neues aus dem Papa-Blog: Jakob? Nein!

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Jakob hilft jetzt auch im Haushalt. 

Von Carsten Schulte

Jakob, sieben Monate und knapp zwei Wochen alt. Aber in Sachen Mobilität ganz vorn dabei. Mittlerweile krabbelt der Kerl durch die halbe Wohnung. Was lustig aussieht, uns Eltern allerdings vor Probleme stellt. "Jakob? Nein!", heißt unser neuer Schlachtruf. Jakob stört's aber nicht.

In unsere kleine Familie kehrt langsam Mobilität zurück. Jakob, jetzt knappe siebeneinhalb Monate alt, nimmt seine Umgebung nun krabbelnderweise in Beschlag. Schluss ist mit dem ewigen Herumgeliege.

Jakobs neue Bewegungsfreudigkeit zu beobachten ist die reine Freude für uns. Im Rahmen gewisser Grenzen, heißt das. Denn wir müssen es wohl hinnehmen, dass unser Hausmops jetzt Dinge für sich entdeckt, die vorher außer Reichweite waren. Steckdosen, Fernsehkabel, Hifi-Anlage, Körbe. Einfach alles. Ich erwähnte es bereits die Tage.

So läuft das: Der kleine Herr residiert über etwa sechs Quadratmeter Krabbel-Fläche auf mehreren Decken. Das genügt ihm längst nicht mehr. Er schlägt jetzt Schneisen in sein Spielzeug-Gedöns und ebnet sich so den Weg zu weitaus spannenderen Gefilden. Papas DVD-Player ist so etwas. Er glänzt silbern, besitzt Knöpfe und eine Lade, die sich öffnen und schließen lässt. Kaum auf seinen Decken angekommen, dreht er sich schwungvoll und robbt zielstrebig auf den DVD-Player zu.

Neuer Schlachtruf

Unser neuer Schlachtruf lautet "Jakob? Nein!". Stellen Sie sich bitte einen energischen Tonfall vor. Jakob reagiert durchaus. Er hält inne, dreht den Kopf, schaut... und grinst. Dann robbt er weiter und befingert den DVD-Player. 

Mir scheint, Jakob hält "Jakob? Nein!" für ein lustiges Mama-Papa-Spiel. Das Konzept "Nein" ist für ihn eher etwas wie "Ok, Kleiner, los, mach schon." Dann freut er sich wie ein kleiner Schneekönig, die Welt ist schön, Knöpfchen drücken, DVD-Player an- und ausstellen. Yippieh.

Auch schön: Steckdosen (jetzt gesichert). Blumenvasen (weggeräumt). Türen (neuerdings immer geschlossen). Tischbeine (angenagt und abgesabbert). Kabel (ohje, Kabel).

Außerdem hilft er nun im Haushalt. Frisch gewaschene und zusammengelegte Wäsche sortiert er neu nach dem Prinzip "bunte westfälische Reihe" (siehe Artikelfoto oben). Sehr zur Freude von Mama, die den Kleinen anschließend aus dem Gewusel wieder befreien muss.

Jakob

Auch in Sachen Pfandflaschen müht sich unser Sohn um Hilfe, indem er sie (die Flaschen, nicht die Hilfe) in der Wohnung verteilt.

Dass er neuerdings überall Macken hat, gehört wohl zu seiner Entdeckerlust. Es stellt sich nämlich heraus, dass "Kopf durch die Wand" zwar sein Wunsch ist, nicht aber der Lebenswirklichkeit eines siebenmonatigen Säuglings entspricht.

Wir werden versuchen, den neuen Radius vom Filius sinnvoller einzusetzen. Wir folgen dabei unserer Politik der kleinen Schritte. Was du nicht ändern kannst, mache dir zunutze. Demnächst bekommt der Krabbelkäfer Putzlappen unter Beine und Arme geschnallt. Dann kann er wenigstens unsere Wollmäuse entfernen.
Quelle: westline


Vater werden ist nicht...
Wie sich das Vatersein so mit dem Leben verträgt, darüber bloggt hier Carsten Schulte. Seine ersten Schritte als Papa. Das kann ja heiter werden...

In den Hauptrollen dieses Blogs:

Carsten - der Papa. Mittlerweile 42 Jahre alt und vollauf damit beschäftigt, dem Nachwuchs hinterherzurennen.
Kerstin - die Mama. jetzt 36 Jahre alt und als Diplom-Psychologin in der Lage, hormonell bedingt zu weinen und dabei über sich selbst zu lachen.
Jakob Benjamin - der Sohn. Geboren am 9. März 2011 um 3.04 Uhr. Hier zu lesen in einer Doppelrolle als Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
 
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Artikel aus 2011