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Bündnis Ostwestfalen
Arminia-Retter melden sich zu Wort

(Symbolfoto: Schulte (westline))
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Bielefeld – Es ist noch nicht so lange her, seit Arminia Bielefeld knapp am Abgrund taumelte. Schulden drückten den Klub, Fans stellten schon Kerzen im Mittelkreis des Platzes auf... Kaum zu glauben, wie sich Arminia heute präsentiert. Das "Bündnis Ostwestfalen" hat sich nun zu Wort gemeldet...

Noch vor wenigen Jahren, um 2010 herum, war Arminia Bielefeld faktisch erledigt. Hochverschuldet, durch einen sündhaft teuren Tribünenbau schwer angeschlagen, drohte der Profiabteilung (und letztlich auch dem Gesamtverein) das finanzielle Aus. Eine schwierige Zeit für den Klub, dessen regelmäßige "Betteltouren" bei Stadt, Fans und Sponsoren das ganze Ausmaß der Verbindlichkeiten zeigten.

Und: Nachhaltig neu aufstellen konnte sich Arminia in dieser Zeit nicht. Natürlich die Folge einer Wechselwirkung. Große Investitionen in die Mannschaft waren nicht angesagt, der Sparkurs brachte 2009 den Bundesliga-Abstieg und führte 2011 zum Sturz in die 3. Liga. Mit dem extremen Kostenapparat und den erdrückenden Schulden stotterte Arminia durch die vergangenen Jahre und pendelte dabei zwischen 3. und 2. Liga. 

Das alles wirkt fast entrückt, wenn man sich anschaut, was der Arminia gelungen ist. Im Winter stellte der Klub ein Sanierungskonzept vor, das gemeinsam mit dem "Bündnis Ostwestfalen" entwickelt worden war. Das Bündnis: Regionale und namhafte Unternehmen mit einem Herz für den Klub. 

Das Bündnis hat für einen Schuldenschnitt gesorgt und will zugleich den Klub durch finanzielle Unterstützung auf eine völlig neue Basis stellen. Jetzt haben die Mitglieder des Bündnisses sich zu Wort gemeldet. 

Im Wortlaut: 

"Wir, die Unternehmen Böllhoff Gruppe, DMG MORI AG, Dr. August Oetker KG, Gauselmann AG, Goldbeck GmbH, JAB JOSEF ANSTOETZ KG, Krombacher Brauerei GmbH & Co. KG, Lagardère Sports Germany GmbH, MöllerGroup, Schüco International KG sowie die Stockmeier Holding GmbH, als bisherige Bündnispartner, haben es uns unter dem Arbeitstitel „Bündnis Ostwestfalen“ zur Aufgabe gemacht, den größten und bedeutendsten Sportclub unserer Region nachhaltig zu stärken.
 
Als Arminia Bielefeld im vergangenen Herbst das Gespräch mit unseren Unternehmen aufgenommen hat, stand der Club am Scheideweg. Es war zu spüren, dass die turbulenten letzten Jahre ohne Planungssicherheiten den DSC immerwährend vor neue Herausforderungen gestellt haben. Wenngleich sportlich spannend und letztlich auch erfolgreich, konnte es Arminia nicht gelingen, sich in Jahren der Dritt- und Zweitligazugehörigkeit zu konsolidieren. Die schwierige, zuletzt bedrohliche Situation des Clubs wurde den Unternehmen von der Vereinsführung mit beeindruckender Transparenz geschildert. Binnen weniger Gespräche konnte notwendiges Vertrauen zueinander aufgebaut werden. Schnell wuchs infolgedessen die Bereitschaft, einen Beitrag zum Gelingen des Sanierungsprojektes zu leisten. Als „Bündnis Ostwestfalen“ sind wir daran interessiert, den „Sportclub der Ostwestfalen“ als eben dieses sportliche Aushängeschild unserer Region zu stärken. Ostwestfalen-Lippe braucht einen stabilen Fußballclub in Deutschlands Profiligen!

Arminia Bielefeld ist ein bedeutender Bestandteil unserer Region und nimmt über den Sport hinaus eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben in Ostwestfalen-Lippe ein. Durch die Leidenschaft, Emotion und Teilhabe der Ostwestfalen, die sich für Arminia begeistern, wird Arminia eine Kraft zu Teil, die der Club auch in soziales und gesellschaftliches Engagement reinvestiert. Arminia ist es vor allem in seiner jüngsten Vergangenheit gelungen, viele starke und überzeugende Projekte zu besetzen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region fördern. Das „Bündnis Ostwestfalen“ ist davon überzeugt, dass es sich lohnt, Arminia Bielefeld auf seinem Weg zu begleiten und wird den DSC auf verschiedenen Ebenen unterstützen.

An erster Stelle steht die finanzielle Unterstützung. Wir stellen Arminia neue finanzielle Mittel zur Verfügung, die sich in einer Kapitalerhöhung oder den Abschluss neuer Sponsoringverträge unterteilen lassen. Es ist nicht vorgesehen, dass Arminia in diesem Zusammenhang neue Darlehensverpflichtungen eingeht. Als künftiger Anteilseigner der KGaA möchte das Bündnis einen weiteren Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden, ist jedoch nicht daran interessiert, in das operative Tagesgeschäft des Clubs einzugreifen. Das bedeutet insbesondere auch, dass Arminia weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte in der KGaA behält.

Mathias Gerner, Leiter der Hauptabteilung Finanzen und Steuern der Dr. August Oetker KG: „Die Geschäftspartner und Sponsoren von Arminia, die finanzierenden Banken und Sparkassen, die Stadt Bielefeld, das Land NRW und die privaten Gläubigern, insbesondere das Haus Gerry Weber, haben mit ihren jeweiligen Sanierungsbeiträgen die Voraussetzung für das ‚Bündnis Ostwestfalen‘ geschaffen, durch Zuführung neuen Kapitals, nicht nur die Liquiditätsanforderungen im Nachlizenzierungsverfahren zu erfüllen, sondern auch darüber hinaus finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen, die es dem DSC Arminia ermöglichen, seine Infrastruktur zu verbessern und sich im stetig wachsenden Wettbewerb unter den deutschen Profivereinen zu behaupten. Das ‚Bündnis Ostwestfalen’ möchte Arminia Bielefeld ein stabiles Fundament dafür bereiten. Durch die Unterstützung zahlreicher, namhafter und traditionsreicher Firmen aus seiner Region steht Arminia finanziell auf breiten Schultern und entzieht sich einer zentrierten, finanziellen Abhängigkeit. Es entsteht eine Konstellation, die in dieser Form in Deutschland einmalig ist und auf die wir in Ostwestfalen-Lippe stolz sein dürfen. Gemeinsam mit der Vereinsführung des DSC möchten wir weitere, starke Unternehmen für unser Bündnis begeistern.“

Ein starkes Zeichen aus der Region - und ganz nebenbei auch ein positives Signal dafür, wie Partner sich an einem Profiklub beteiligen, ohne diesen unangenehmen Beigeschmack von renditeorienten Investoren zu bekommen. 

Für Arminia Bielefeld dürfte das Engagement ein Ende der ständigen Klinkenputzerei bedeuten. Der Klub kann sich darauf konzentrieren, sportlich positive Schlagzeilen zu schreiben. Fans, die die Krise 2010 erlebt haben, dürften sich verwundert die Augen reiben. 

 


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Freitag, 23. Februar, 18.30 Uhr
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Tabelle

23. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
3Holstein2343:311237
4S´hausen2326:19735
5Arminia2336:32434
6Duisburg2335:35034
7Ingolstadt2332:24833

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