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Der Japaner Shinji Kagawa (l) jubelt nach seinem Teffer zum 1:0 für den BVB.

12. Spieltag

BVB besiegt Hamburger SV mit 2:0: Kagawa und Barrios sorgen für späte Ekstase

12. November 2010 23:19 Uhr von Dirk Krampe | Quelle: Ruhr Nachrichten

Dortmund DORTMUND Eine Hälfte lang quälten die Mannschaften von Borussia Dortmund und dem Hamburger SV die Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park. Dann riss Shinji Kagawa die BVB-Fans aus ihrer Lethargie.

Borussia Dortmunds Himmelsstürmer haben sich gestern Abend auch vom Hamburger SV nicht stoppen lassen. Das 2:0 (0:0) festigt die Tabellenführung des BVB. Satte 31 Punkte hat Jürgen Klopps Rasselbande nun auf dem Konto. Es war ein Sieg mit langer Anlaufzeit.


Klopp verzichtet auf Wechsel

Zum vierten Mal in Folge konnte BVB-Trainer Jürgen Klopp dieselbe Startformation aufs Feld schicken, nachdem sich am Vormittag die angeschlagenen Kevin Großkreutz und Lucas Barrios fit gemeldet hatten. Der ohne ein halbes Dutzend verletzter Spieler angereiste HSV kam immerhin mit Wackelkandidat Jonathan Pitroipa.

Im ausverkauften Signal Iduna Park entwickelte sich mit dem Anpfiff Rasen-Schach auf hohem theoretischen Niveau, ohne griffige Torszenen und geprägt von strenger taktischer Disziplin auf beiden Seiten. Erstmals in dieser Saison merkte man dem BVB Respekt vor dem Gegner an – Dortmund riskierte wenig. "Auch das aber", meinte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, "gehört zu unserer Entwicklung. Wir laufen nicht blind ins Verderben." Die Partie drohte in Langeweile zu versinken, als im Luftzweikampf Barrios und HSV-Keeper Jaroslav Drobny zusammenrasselten – der BVB-Stürmer blieb mit einer blutenden Kopfwunde liegen, spielte aber weiter.

Götze setzt das erste Ausrufezeichen

Satte 41 Minuten wurden die Zuschauer auf die Folter gespannt, bis die erste Torchance die Fans aus ihrer Lethargie riss. Lange Flanke von Marcel Schmelzer, in der Mitte war Götze schneller als Zé Roberto – der Schuss des jungen Dortmunders in Bedrängnis aber ging neben das Tor.

Als Zé Roberto dann erneut gegen Götze sehr hart einstieg, der Pfiff vom Unparteiischen Deniz Aytekin aber ausblieb, rastete Jürgen Klopp an der Seitenlinie komplett aus. Er beschwerte sich heftigst beim vierten Offiziellen Stefan Trautmann – eine Szene, die für Klopp noch Konsequenzen haben könnte.

Kagawa bricht den Bann

Nach dem Wechsel begann der BVB so, als habe es eine zögerliche erste Spielhälfte nie gegeben. Lukasz Piszczek setzte sich nach Pass von Sven Bender über die rechte Seite mit Vehemenz durch, seinen präzisen Querpass verwertete Shinji Kagawa – auch dank des Abwehrbeins von HSV-Kapitän Heiko Westermann fand der Ball den Weg ins Tor (49.).

Der Treffer löste die taktischen Fesseln. Hamburgs Trainer Armin Veh brachte mit Heung Min Son das 18-jährige Super-Talent, das gegen Piszczek gleich seine erste gute offensive Szene hatte. Der BVB haderte kurz zuvor mit der knappen Abseitsentscheidung gegen Barrios nach tollem Hackenpass von Kagawa (63.).

Barrios mit Saisontor Nummer sieben

Mit dem nötigen Raum spielte der BVB dann den Fußball, der seit Wochen die Republik begeistert. Traumkombination über Kagawa, Götze und Großkreutz, vor dem leeren Tor musste Barrios nur noch vollstrecken – das 2:0 ließ die Fans in Ekstase geraten (69.). Der Rest war Schaulaufen, Barrios vergab per Kopf noch Saisontreffer Nummer sieben (81.). Die Fans feierten da längst lautstark die mögliche Meisterschaft. Und 22 Punkte Vorsprung auf den Erzrivalen Schalke 04 ...


BVB: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Sahin - Götze (85. Dede), Kagawa (78. Lewandowski), Großkreutz (71. Blaszczykowski) - Barrios
HSV: Drobny - Demel (80. Besic), Westermann, Mathijsen, Zé Roberto - Kacar (34. Rincon, 65. Son), Jarolim, Trochowski - Pitroipa, Petric, Guerrero
Tore: 1:0 Kagawa (49.), 2:0 Barrios (70.)
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 80 720 (ausverkauft)


Bundesliga: 36. Spieltag

Samstag, 05.05.12 - 15:30 Uhr

Borussia Dortmund

SC Freiburg
4:0
(4:0)
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