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Warum sollte er zu den Bayern wechseln? Stürmer Robert Lewandowski hat eine Vertragsverlängerung im Blick. Foto: dpa

Spieler sind dran

Glänzende Perspektiven nach Vertragsverlängerungen

08. Februar 2012 10:00 Uhr von Matthias Dersch

DORTMUND Der Trainer hat verlängert, der Sportdirektor hat verlängert, selbst der Hauptsponsor hat anderthalb Jahre vor Vertragsende für drei weitere Jahre unterschrieben: Mit Hochdruck treibt Borussia Dortmund in diesen Tagen die eigene Zukunftsplanung voran. Nach Jürgen Klopp, Michael Zorc und Evonik sind jetzt die Spieler an der Reihe.

„Ich spiele beim Meister. Was soll ich bei den Bayern?“ Zwei Sätze, die bei den Fans des BVB wohlige Gefühle auslösen. Gesagt hat sie Robert Lewandowski, Dortmunds bester Angreifer der laufenden Saison (14 Tore, 7 Vorlagen). Im Interview mit dem Fachmagazin „Kicker“ plauderte der 23-Jährige über seine Karriereplanung und schloss eine Verlängerung seines 2014 auslaufenden Vertrags nicht aus.

"Wichtiges Signal"

Dass Zorc und Klopp, die ihn 2010 nach harten Verhandlungen von Lech Posen losgeeist hatten, bis 2016 bleiben, „ist sicher ein gutes Signal. Auch für mich. Sie sind ein exzellentes Team.“ Worte des Lobes hört man derzeit viele in Dortmund. Egal welcher Spieler sich äußert, stets fallen die gleichen Schlagwörter, wenn es um die Verlängerung des Erfolgs-Duos Zorc/Klopp geht: „gutes Zeichen“, „wichtiges Signal“, „überragende Sache“.

Fast alle Spieler im aktuellen Meister-Kader wurden von Zorc verpflichtet und von Klopp zu den Kickern ausgebildet, die sie jetzt sind. Das ist – neben dem anhaltenden sportlichen Erfolg und der guten wirtschaftlichen Perspektive – das Pfund, mit dem das Duo in den anstehenden Vertragsverhandlungen mit den schwarzgelben Profis wuchern kann. Und davon stehen einige an.

Verträge laufen aus

Allein im Sommer laufen fünf Verträge aus. Während die Abgänge von Antonio da Silva (33) und Florian Kringe (29) gesichert sind, läuft es bei Kapitän Sebastian Kehl (31) und Patrick Owomoyela (32) auf eine Verlängerung hinaus. Noch unklar ist, wie es mit Nachwuchs-Torhüter Johannes Focher (22) weitergeht. Im Jahr darauf, also im Sommer 2013, enden die Verträge von Felipe Santana (25), Shinji Kagawa (22) und Jakub Blaszczykowski (26).

Um Geld mit ihnen zu erzielen, müsste der BVB sie im Sommer 2012 verkaufen. Dortmunds KgaA-Boss Hans-Joachim Watzke widersprach gegenüber dieser Zeitung jedoch diesem branchenüblichen Mechanismus: „Geld für die Weiterentwicklung von Borussia Dortmund müssen wir nicht zwingend über Transfers erwirtschaften“, sagte er im Trainingslager in La Manga.

Drei Neuzugänge

Wirtschaftlich ist der BVB im siebten Jahr nach der Fast-Pleite wieder so gut aufgestellt, dass er sich auch einen Transfer-Coup wie den von Marco Reus (22) leisten kann. Der Nationalspieler kommt für 17,2 Millionen Euro aus Mönchengladbach zu seinem Heimatverein zurück und ist neben Leonardo Bittencourt (18, Energie Cottbus, drei Millionen Euro Ablöse) und dem Australier Mustafa Amini (18, Central Coast Mariners) der dritte Neue für die kommende Saison. Auch das ist ein deutliches Zeichen – nach innen wie nach außen.

2014, so mutmaßten Experten noch Ende 2011, werde es in Dortmund einen massiven Umbruch geben. Zehn Spielerverträge, darunter die der Nationalspieler Mats Hummels, Mario Götze, Marcel Schmelzer und Kevin Großkreutz, laufen dann aus. Auch Klopps Vertrag war ursprünglich bis 2014 datiert.

Eckpfeiler Klopp bleibt

Viele hätten gesagt, Klopp sei dann weg, erinnert sich Watzke, und damit der große Eckpfeiler des aktuellen Erfolgs. Seit vergangener Woche ist jedoch klar: Der 44-Jährige wird auch über 2014 hinaus den Weg des BVB bestimmen. Die Position des BVB in den Verhandlungen mit seinen Profis hat sich dadurch keineswegs verschlechtert.


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Samstag, 05.05.12 - 15:30 Uhr

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