
Bundesliga
Gündogan kämpft beim BVB um einen Stammplatz
03. Februar 2012 13:44 Uhr von Heinz Büse, dpa
Dortmund (dpa) In Hamburg waren es lediglich acht, gegen Hoffenheim gar nur fünf Minuten. Beim Rückrundenstart von Borussia Dortmund kam Ilkay Gündogan nicht über Kurzeinsätze hinaus.
Und doch wähnt sich der einstige Nürnberger in seinem schwierigen Kampf um einen Stammplatz im stark besetzten Meisterkader auf gutem Weg: «Mittlerweile bin ich zu 100 Prozent in Dortmund angekommen. Ich fühle mich sauwohl - das brauche ich, um voll anzugreifen.»
Nach lehrreicher Hinrunde ist der Mittelfeldspieler mit vielen guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Die Forderung von Trainer Jürgen Klopp, mehr Präsenz und Mut beim Spielaufbau zu zeigen, hält er für berechtigt. Zu lange trug er an der schweren Last, mit seinem nach Madrid gewechselten Vorgänger Nuri Sahin verglichen zu werden: «Ich hatte vor, mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Letztlich ist es vielleicht ein wenig anders gekommen.»
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Die Beförderung zum Nationalspieler konnte jedoch nicht verhindern, dass der Stammplatz im Verein verloren ging. Erst die Ausfälle von Sven Bender und Moritz Leitner ebneten dem vier Millionen Euro teuren Neuzugang die Rückkehr in die BVB-Startelf. Er nutzte die Gunst der Stunde und trat beim 4:1 in Freiburg sogar als Torschütze in Erscheinung. «Grundsätzlich war der Trainer in den letzten Hinrundenspielen mit mir zufrieden», kommentierte Gündogan.
Rückschlag zur Unzeit
Ein Rückschlag zur Unzeit sorgte für Ernüchterung. Gleich im ersten Training nach der Winterpause zog er sich eine Zerrung im Oberschenkel zu. Deshalb musste sich Gündogan lange Zeit mit Laufeinheiten begnügen. Nur für wenige Minuten schlüpfte er im Trainingslager von La Manga in die Rolle des Hauptdarstellers: Bei seiner Vorstellung als Integrationspate der Bundesliga-Stiftung, die sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund stark macht.
Inzwischen sind die gesundheitlichen Probleme überwunden. Zur Freude von Trainer Klopp lässt Gündogan großen Tatendrang erkennen - nicht nur am Ball, sondern auch mit Worten: «Ich möchte zeigen, was ich kann und hoffe auf eine Rückrunde mit mehr Höhen als Tiefen.»
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