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Jürgen Klopp dpa

Nach der Vertragsverlängerung

Jürgen Klopp: „Das ist schon verrückt“

31. Januar 2012 09:34 Uhr von Von Matthias Dersch

DORTMUND Jürgen Klopp klingt entspannt, als er im Gespräch die Gründe für seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2016 offenlegt. Der Dortmunder Meister-Trainer spricht von einem „großen Luxus“, beim BVB arbeiten zu dürfen – und hebt den großen Wert seiner Nebenmänner hervor.

Nein, mit dieser Nachricht hatte am Montag wirklich niemand gerechnet. Journalisten wie Fans warteten gespannt auf neue Meldungen zur Zukunft für Lucas Barrios – und dann sprang plötzlich mit einem lauten Knall die Überraschungstüte auf: Jürgen Klopp und Michael Zorc verlängern ihre Verträge beim BVB. Viele Dortmunder Anhänger dürften sich gefühlt haben, als lägen Geburtstag und Weihnachten im Jahr 2012 ausnahmsweise zeitgleich auf dem 30. Januar.

Schneller Vollzug

Anfang des Jahres hatte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke angekündigt, in den kommenden zwölf Monaten mit Klopp über eine Vertragsverlängerung sprechen zu wollen. Er werde ihm die Tür nicht zuschlagen, meinte daraufhin Klopp – doch mit einem derart schnellen Vollzug war nun wirklich nicht zu rechnen.



„Ich war selbst überrascht, als der Verein so früh an uns herangetreten ist. Wir hatten ja noch zweieinhalb Jahre Vertrag“, berichtet der frühere Mainzer, der – läuft alles normal – schon im Jahr 2014 Ottmar Hitzfeld als dienstältesten BVB-Trainer ablösen wird. „Das ist schon verrückt“, meint Klopp, als er damit konfrontiert wird, und lässt sein bekanntes Lachen erklingen. „Als ich in Dortmund angefangen habe, haben mir die Journalisten erzählt, ich sei der 45. Trainer in Dortmunds Bundesliga-Geschichte. Damals hatte ich nicht sofort den Eindruck, dass ich diese stolze Zahl eine Weile halten kann.“

Klopp lobt Zorc

Zuvor in Mainz hatte er bewiesen, dass er für Kontinuität steht, für perspektivisches Arbeiten und für eine 100-prozentige Identifikation. „Dort hatte ich das Glück, dass die Mischung aus Wohlfühlen, Erfolgsstreben und Vertrauen so gut war.“ Dass es genau diese Mixtur war, die sich auch im Arbeitsverhältnis zwischen Watzke, Klopp und Sportdirektor Michael Zorc ergeben würde, „das ist keine Selbstverständlichkeit“.
Neben Watzke sowie seinen Co-Trainern Peter Krawietz (40) und Zeljko Buvac (50), die beide mit ihm schon in Mainz zusammenarbeiteten und nun ebenfalls bis 2016 verlängerten, hebt Klopp vor allem Zorc hervor. „Wir verstehen uns blendendst“, sagt der frühere Abwehrspieler über seinen Sportdirektor. Seit seinem Karriereende habe Zorc sich „unheimlich viel Fachwissen“ angeeignet. „Dabei hat Michael das Bild von einem Ex-Profi, der mal in die Managerarbeit reinschnuppern will, komplett auf den Kopf gestellt.“

Viele Gründe

Das Scoutingsystem und die Jugendabteilung, die Infrastruktur und der Athletikbereich, das Potenzial der Mannschaft und die Leidenschaft der Fans – Klopp fallen viele Gründe ein, weitere viereinhalb Jahre beim BVB zu bleiben. „Das Gesamtpaket ist auch von außen betrachtet nicht so schlecht. Es ist Wahnsinn, dass ich das Glück habe, hier arbeiten zu dürfen.“



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