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Lucas Barrios (l./hier mit Stürmerkollege Robert Lewandowski) will um seinen Platz kämpfen. Foto: Defodi

Nach geplatztem Transfer

Lucas Barrios: "Ich bin glücklich, weiter in Dortmund zu spielen!"

02. Februar 2012 09:00 Uhr von Dirk Krampe

DORTMUND Als alles vorbei war und der letzte Fluchtweg nach England endgültig versperrt, verkündete Lucas Barrios (27), froh über seinen Verbleib beim BVB zu sein. „Ich bin glücklich, weiter in Dortmund zu spielen“, teilte der Argentinier über den Kurznachrichten-Dienst Twitter mit und ließ wenig später eine erstaunliche Begründung folgen.

„Ich danke den Fans für die Liebe, die ich am Wochenende im Stadion empfunden habe. Sie waren diejenigen, die mich bewogen haben, meine Entscheidung noch einmal zu überdenken.“ Starke Worte eines Spielers, der sich gedanklich seit Wochen eigentlich schon mit einem Abschied vom BVB abgefunden zu haben schien.

Beide Seiten zufrieden

Schon am Dienstag, dem letzten Tag der Winter-Transferperiode, hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc (49) betont, die Entscheidung, Barrios nicht zu transferieren, sei im gemeinsamen Gespräch mit dem Spieler erfolgt. Am Mittwoch bekräftigte dies auch Trainer Jürgen Klopp (44): „Der 31. Januar“, meinte er, „ist der schlimmste Tag im Jahr. Weil Leute meinen, sie können da ihre Geschäftchen auf den letzten Drücker machen. Das wollten wir nicht, das wollte aber auch Lucas nicht.“

Klopp wie auch alle anderen Sportverantwortlichen des BVB dürfen mit der Entwicklung hochzufrieden sein. Im Kampf um die erneute Champions-League-Qualifikation, womöglich sogar ja um die Titelverteidigung, braucht Borussia Dortmund einen Spieler der Qualität, die Lucas Barrios verkörpert. „Mit der Situation“, sagte Dortmunds Trainer im Brustton der Überzeugung, „können beide Seiten sehr gut leben.“

Motivations-Probleme

Ob sich dieses Statement auch in vier Wochen noch halten lässt, wenn sich bis dahin am Reservisten-Status des unzufriedenen Angreifers nichts geändert haben sollte, steht auf einem anderen Blatt. Barrios hatte in den Wochen vor Weihnachten große Probleme, sich mit seiner veränderten Rolle anzufreunden. Seine Motivation tendierte gegen Null. Jetzt aber will er es allen noch einmal zeigen. „Die Fans“, twitterte Barrios, „sind der Grund, warum ich in Dortmund bleibe. Ich werde um meinen Platz im Team kämpfen.“


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