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Ex-Dortmunder im Interview
Marcel Halstenberg: "Wir wollen mit RB Leipzig in den nächsten Jahren um Titel mitspielen"

Marcel Halstenberg kehrt mit RB Leipzig nach Dortmund zurück. (Foto: dpa)
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Dortmund/Leipzig – Am Samstag kommt es im Signal Iduna Park zum Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem starken Aufsteiger RB Leipzig. Vor dem brisanten Duell haben wir mit einem Leipziger Spieler mit schwarzgelber Vergangenheit gesprochen. Im Interview äußert sich Linksverteidiger Marcel Halstenberg, der zwischen 2011 und 2013 insgesamt 68 Spiele (6 Tore) für die "Amas" bestritt zu seiner Zeit beim BVB und verrät, dass er von „klein auf Borussen-Fan“ war. Weitere Themen sind mögliche Titelgewinne mit Leipzig, die Nationalmannschaft und natürlich die Partie am Samstag...

Marcel Halstenberg, am Samstag kehren Sie mit RB Leipzig nach Dortmund zurück. Sie haben zwei Jahre in der U23 des BVB gespielt. Welche Erinnerungen haben Sie?

Ich war von klein auf Borussen-Fan. Mein älterer Bruder war auch Dortmund-Fan, das ging dann so durch die Familie. Ich habe mich damals auch sehr gefreut, dass der Wechsel von Hannover zum BVB geklappt hatte. Zum Glück sind wir sofort aufgestiegen, so dass wir in meinem zweiten Jahr in Dortmund dritte Liga gespielt haben. Ich durfte auch immer mal wieder bei den Profis mittrainieren. Es war eine schöne Zeit.

Haben Sie noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern?

Die meisten haben ja mittlerweile auch den Verein gewechselt. Zu Jonas Hofmann von Borussia Mönchengladbach und zu Florian Hübner (Hannover 96) habe ich noch einen guten Kontakt.

Eigentlich wollten Sie sich nach dem Wechsel 2011 von Hannover 96 bei der von David Wagner trainierten U23 für die BVB-Profis empfehlen. Warum hat der Sprung damals nicht geklappt?

Zu dem Zeitpunkt war ich vielleicht noch nicht so weit. Es haben noch ein paar Jahre in der Entwicklung gefehlt. Die Zeit in der zweiten Liga bei St. Pauli und Leipzig war wichtig, dass der Traum von der Bundesliga doch noch in Erfüllung geht. Ich habe mich stetig verbessert.

Über die Station FC St. Pauli sind Sie in Leipzig gelandet. Ein Glücksfall für Sie?

Ich habe einfach hart an mir gearbeitet. Bevor ich nach Leipzig gegangen bin, habe ich eine gute Rückrunde gespielt und war torgefährlich. RB hat schon im Jahr zuvor Interesse an mir bekundet, dann bin ich gut in die Saison (Anmerkung: 2015/2016) gestartet und der Kontakt wurde intensiver. Ralf Rangnick hat mich letztlich von einem Wechsel überzeugt.

Mit welchen Argumenten?

Er hat mir ein klares Konzept mit dem großen Ziel Bundesliga präsentiert und dass man hier vor allem mit jungen deutschen Spielern arbeiten möchte, fand ich gut. Weitere Argumente waren natürlich die tollen Trainingsbedingungen, die Stadt selbst und die sehr gute sportliche Perspektive.

Marcel Halstenberg, hier im Spiel gegen Wolfsburg. (Foto: dpa)

Nach dem Aufstieg seid ihr als Zweiter jetzt sogar erster Bayern-Verfolger und habt zuletzt mit Hoffenheim (2:1) den einzig noch ungeschlagenen Klub in Europas Topligen besiegt. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff hat beim „Spobis“ in Düsseldorf gesagt, dass mittelfristig die Meisterschaft ein Ziel sei. Warum nicht schon in dieser Saison?

Man hat im Spiel gegen die Bayern gesehen, dass noch einiges fehlt, um zu ihnen aufzuschließen. Sie sind im Ernstfall immer in der Lage, noch eine Schippe draufzulegen. Wenn Herr Mintzlaff diese Aussage tätigt, dann zeigt das doch nur, dass der Verein und wir ambitionierte Ziele haben. Dennoch konzentrieren wir uns nur auf das Hier und Jetzt, also immer das nächste Spiel. Dass wir in den nächsten Jahren auch irgendwann mal um Titel mitspielen wollen, ist doch nachvollziehbar. Das ist doch der Traum eines jeden Fußballers.

Das Saisonziel wurde durch Vereinsboss Dietrich Mateschitz im Dezember zumindest auf „Europapokal-Platz“ korrigiert. Mal ehrlich: Angesichts des komfortablen Vorsprungs von elf Punkten müsste doch jetzt eigentlich die direkte Qualifikation für die Champions League das Ziel sein. Alles andere würde bedeuten, dass ihr eine eher durchwachsene Restserie spielt...

Wir machen uns darüber weniger Gedanken. Klar, der Vorsprung ist nach dem Sieg gegen die TSG weiter gewachsen. Aber es war gerade mal das erste Rückrunden-Spiel, da kann noch viel passieren. Wenn aber unter dem Strich am Ende der Saison die Qualifikation für das internationale Geschäft steht, werden wir sicherlich nicht nein sagen.

Mit nur 23 verpassten Minuten zählen Sie zu den Dauerbrennern im Team. Sportdirektor Ralf Rangnick hat unter anderem Sie als Kandidaten für das Nationalteam ins Spiel gebracht. Mitspieler Willi Orban hat schon bestätigt, dass er sich durchaus damit beschäftige. Ist das auch ein Thema für Sie?

Klar beschäftigt man sich damit, das ist doch normal. Es ist schön, wenn man im Fokus steht. Auch wenn Bundestrainer Joachim Löw wie gegen Hoffenheim persönlich im Stadion ist, um sich die Spieler genauer anzusehen, freut es einen. Wichtiger ist aber, dass wir hier als Mannschaft weiter erfolgreich sind. Es ist für jeden ein Traum, für sein Vaterland zu spielen. Ich will mir aber keinen Stress machen und konzentriere mich voll und ganz auf den Verein.

Vor welchem Spieler in Schwarzgelb haben Sie sportlich gesehen am meisten Respekt?

Respekt haben wir vor jedem. Auf Marco Reus muss man allerdings besonders achten. Wenn er fit ist, ist der BVB gleich noch gefährlicher.

Dortmunds Fans sind bekanntlich nicht gut auf RB zu sprechen und haben auch für Samstag eine Protestaktion angekündigt. Vermutlich wäre nur eine Niederlage im Revierderby für sie schlimmer als eine Pleite gegen Leipzig. Sorgt das für zusätzliche Motivation bei euch?

Nein. Dass man als Auswärtsteam nicht mit Beifall empfangen wird, ist doch ganz normal. Aber unsere bundesweite Akzeptanz ist seit Beginn dieser Saison noch einmal deutlich gestiegen. Gegen Dortmund, ein europäisches Topteam, zu spielen, ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Für die meisten von uns ist es das erste Mal, dass wir in dem Stadion vor so einer großen Kulisse spielen. Die Motivation ist deshalb auch so schon hoch genug...

Marcel Halstenberg, danke für das Interview!


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9. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1Dortmund925:71820
2FC Bayern922:71520
3RB Leipzig916:10619
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