Borussia Dortmund bei Facebook

Unser Service... Alle BVB-Artikel exklusiv auf Facebook

Eine BVB-Geschichte
Mahmoud Dahoud: Der neue Dirigent bei Borussia Dortmund

Mo Dahoud im Trainingslager des BVB in Bad Ragaz. (Foto: dpa)
8

Dortmund – Mahmoud Dahoud spricht nicht gern über sich. Und generell hält er sich lieber zurück. Stattdessen spielt er lieber Fußball - und wie! Beim BVB könnte er mit seinen Qualitäten einschlagen. Unter Peter Bosz scheint er zumindest vorerst gesetzt.

Nein, er ist wahrlich kein Lautsprecher, sondern kommt eher zurückhaltend, fast schüchtern, daher. Unauffällig trifft es ganz gut. Während die anderen Neuzugänge feixend und laut johlend ihren Einstand bei Borussia Dortmund gaben, war Mahmoud Dahouds Stimme bei einer - nun ja - Gesangseinlage leise. Nur schwerlich konnte man verstehen, was er da sang. Man sah es ihm in den unzähligen Videos seiner Mitspieler an: Er fühlte sich bei diesem Ritual nicht wohl, im Mittelpunkt zu stehen. Seine Sprache ist der Fußball. Auf dem Platz tobt er sich aus. Abseits des Rasens rückt er lieber in den Hintergrund.

"Mo Dahoud ist ein hoch talentierter und spannender Spieler für das zentrale Mittelfeld, den wir seit mehreren Jahren sehr intensiv beobachten. Er hat bereits nachgewiesen, dass er auf Top-Niveau spielen kann", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc nach der Verpflichtung des 21-jährigen zentralen Mittelfeldspielers. Und wie Dahoud das bereits nachgewiesen hat: 61 Bundesligaspiele hat er für Borussia Mönchengladbach bereits bestritten, hinzu kommen zehn Partien in der Champions League. Im Team der Fohlen war er sehr geschätzt - aufgrund seiner fußballerischen Qualitäten. Nun soll er das Spiel des BVB bereichern.

Dahoud besticht durch eine Ruhe am Ball, die man in der Bundesliga nur selten sieht. Sein Auge für das Spielgeschehen ist weit entwickelt. Auf dem Platz agiert er oft wie ein alter Hase. Manche sagen, er spiele langweilig. Intelligent und mit möglichst wenig Aufwand könnte man es aber eher nennen. Seine Art des Spielens ist verblüffend, weil intuitiv. Er kann Spielsituationen voraussehen. Mit ein, zwei Bewegungen hat er in Gladbach oft große Lücken im Mittelfeld schlagen können, wodurch er Platz hatte. "Das hat mir unser U-17-Trainer Thomas Flath beigebracht. Er hat mir gesagt, ich soll immer den Schulterblick machen, bevor ich den Ball bekomme", sagte er einmal.

Auf dem Platz nimmt er das Heft des Handelns gern in die Hand. Dahoud ist ein Lenker, ein Spielgestalter, eine Art Dirigent. Kein typischer Sechser, eher ein Achter. Bei Borussia Dortmund dürfte er in dem von Peter Bosz favorisierten System daher in der offensiven Mittelfeldreihe zum Einsatz kommen - wie in den Testspielen im Trainingslager in Bad Ragaz. Neben Mario Götze. Dass die beiden fußballerisch durchaus gut harmonieren können, sah man bereits in Ansätzen. In den kommenden Wochen, wenn beide sich eingespielt haben, dürfte sich das Zusammenspiel weiter verbessern.

Doch ob er sich gleich für einen Stammplatz empfehlen kann? Die Konkurrenz im Mittelfeld der Borussia ist um Einiges größer als in Mönchengladbach. Auf Kampfansagen verzichtet Dahoud ohnehin. Das ist nicht sein Metier. "Mit Demut" werde er die ersten Wochen in Dortmund angehen. "Ich will erst mal Fuß fassen, mich in die Mannschaft integrieren und ankommen. Und dann von Training zu Training, von Spiel zu Spiel meine Leistung abrufen", sagte der gebürtige Syrer vor wenigen Wochen.

Mo Dahoud beim Supercup-Spiel gegen dden FC Bayern. (Foto: dpa)

Dass er ein Wunschspieler von Thomas Tuchel war, der nun allerdings nicht mehr Trainer des BVB ist, stört Dahoud nur wenig. "Thomas Tuchel und ich haben sehr gute Gespräche geführt. Mir war aber auch sehr wichtig, dass mich nicht nur der Trainer, sondern auch die Vereinsverantwortlichen Watzke und Zorc unbedingt wollten. Das habe ich von Anfang an gespürt", erklärte er. Es war auch das letzte Mal, dass er öffentlich über seinen Wechsel zum BVB gesprochen hat. Wie bereits erwähnt: Dahoud mag das Reden über sich nicht.

Viel mehr drückt er sich durch sein Spiel auf dem Platz aus. Wendige Bewegungen, enge Ballmitnahme und clevere Zweikampfführung sind seine Art des Fußballs. Ab und an neigt Dahoud aber dazu, zu viel zu vollen. Dann wird er unvorsichtig, unaufmerksam und ihm unterlaufen schwere Patzer. Mit 21 Jahren verzeiht man das aber in der Regel einem Spieler. Im Kader von Borussia Dortmund darf er sich davon aber nicht zu viele erlauben. Dann droht schnell die Bank, zu groß ist die Qualität von Nuri Sahin, Gonzalo Castro, Shinji Kagawa und Co..

Weiter auf Seite 2

 


Lade Forenbeiträge...

Nächstes Liga-Spiel

Bundesliga, 13. Spieltag
BVB - FC Schalke 04
Samstag, 25. November, 15.30 Uhr
Liga-Spielplan | BVB-Spielplan
Kader | BVB-Forum

Weitere BVB-Termine

Mi, 20.12. FC Bayern München - BVB
DFB-Pokal

20.45

 


Tabelle

13. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
3RB Leipzig1220:15523
4M'gladbach1221:21021
5Dortmund1229:161320
6Hoffenheim1221:15620
7Eintracht1214:12219
Die besten Wettquoten der 1. und 2. Bundesliga gibt es bei Smartbets.

BVB


Weitere Artikel: BVB »