Regionalliga-Reform
Aufstieg in die 3. Liga: Das ist die Notlösung...

Klare Ansage. (Foto: Schulte)
Meisterfeiern in der Regionalliga... wer darf aufsteigen? (Foto: Schulte)

Frankfurt – Ohne Reform der Regionalligen wollten die DFB-Landesverbände wohl nicht dastehen. Aber es gibt eben auch noch keine Idee für die ideale Lösung - also haben sich die Verbände zu einer Notlösung für zwei Jahre durchgerungen.

Fünf Regionalligen, drei Aufsteiger in die 3. Liga. Diese Regelung gilt erst seit 2011, aber sie war nie beliebt oder gar gerecht. Und seit einiger Zeit wird eben über eine erneute Reform diskutiert. Eine echte Lösung war aber bisher nicht zu finden. Denn eine Reduzierung der fünf Regionalligen auf drei oder vier scheint nicht akzeptabel.

Eine Zeitlang sah es so aus, als müsste die Reform vorerst abgeblasen werden. Aber in letzter Sekunde haben sich die 21 Landesverbände im DFB wohl zusammengerauft. Das teilt der DFB am Donnerstagabend mit.

Es gibt jetzt eine Lösung, die zumindest für zwei Jahre Gültigkeit erhalten soll. Und in dieser Übergangszeit soll dann doch noch "die eine" richtige Lösung gefunden werden.

Für die beiden Spielzeiten 2018/2019 und 2019/2020 greift also eine spezielle Variante des Aufstiegs.

Hier ist das Modell:

Aufsteiger 2018/2019

1) Der Meister der Regionalliga Südwest steigt direkt auf. Dafür verzichtet die Liga auf ihren bisherigen zweiten Relegationsplatz.

2) Der Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt auf.

3) Die dritte Regionalliga-Staffel, die einen festen Aufsteiger stellt, wird per Los aus den restlichen drei Regionalligen Nord, West und Bayern ermittelt. Es bleiben dann zwei "benachteiligte" Regionalligen ohne festen Aufsteiger übrig.

4) Der vierte Aufsteiger wird in Hin- und Rückspiel zwischen diesen beiden "benachteiligten" Regionalligen ermittelt.

Aufsteiger 2019/2020

1) Der Meister der Regionalliga Südwest steigt direkt auf.

2 und 3) Die Meister der beiden "benachteiligten" Regionalligen aus dem Vorjahr steigen fest auf.

4) Der Meister der Regionalliga Nordost spielt dann in Hin- und Rückspiel gegen den Meister der Regionalliga, die in der Vorsaison als fester Aufsteiger ausgelost wurde (siehe Ziffer 3 im Vorjahr).

Ablehnung aus der 3. Liga

Zuletzt hatten sich sämtliche Vereine der 3. Liga gemeinsam gegen Reformen ausgesprochen, die die Zahl der Absteiger aus der 3. Liga vergrößert. Keine Überraschung, schließlich zeigt das Beispiel zahlloser Traditionsvereine in der vierten Liga, wie tief der Sturz sein kann und wie schwer eine Rückkehr sein kann.

Beispiel dafür ist unter anderem Waldhof Mannheim. Der frühere Bundesligist scheiterte in den vergangenen beiden Jahren trotz starker Liga-Leistungen gleich zweimal in Folge am Aufstieg. Und auch die Sportdfreunde Lotte brauchten zwei Aufstiegsrunden, um endlich eine Liga höher zu rücken.

Aus Sicht des DFB müsse am Ende der nun folgenden Debatte eine Lösung stehen, die den vier Drittliga-Absteigern zumindest die Möglichkeit eines direkten Wiederaufstiegs ermöglichen soll. Also ohne Umweg über eine Relegation.

 

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