3. Liga
Lotte, Münster, Paderborn: Drittliga-Westfalen und ihre Rückrundenziele

Lotte, Münster, Paderborn: So geht's den westfälischen Drittligisten vor dem Ligastart.
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Am kommenden Wochenende hat das Warten ein Ende, die 3. Liga startet in die Rückrunde. Der SC Paderborn, die Sportfreunde Lotte und Preußen Münster gehen mit völlig verschiedenen Ausgangssituationen und Erwartungshaltungen in das neue Jahr. Ist für die einen der Klassenerhalt das ausgegebene Ziel, würde sich anderer über den Verbleib in der Spielklasse ärgern. Ein Überblick.

Sportfreunde Lotte

Die Ausgangslage:

22 Punkte aus 20 Spielen sind auf den ersten Blick eine eher durchschnittliche Bilanz. Andreas Golombek wusste besonders im letzten Spiel des vergangenen Jahres mit den SFL eine Duftmarke zu setzen, als er Hansa Rostock vor deren Anhängerschaft mit 3:0 einen Denkzettel verpasste. „Ziel bleibt dennoch der Klassenerhalt und nichts anderes“, beschwört der Übungsleiter immer wieder. Was ihm noch fehlt, ist ein Heimsieg – das soll schon am Wochenende gegen den FSV Zwickau nachgeholt werden.

Die Wintervorbereitung:

Auch Lotte blieb in heimischen Gefilden und musste mit widrigen Trainingsbedingungen vorliebnehmen. Vier Mal testeten die SFL, setzten dabei diverse Gastspieler ein. Gegen den FC Emmen, den VfL Wolfsburg II und Bayer Leverkusen holten die Lotter jeweils ein 1:1-Remis, speziell der Bundesligist staunte über einen Gegner auf Augenhöhe. Bei Ehrendivisionär PEC Zwolle kassierte die Golombek-Elf hingegen eine 1:5-Klatsche.

Die Wintertransfers:

Die Qualität im Kader hat bislang gewiss nicht zugenommen. Mit Luka Tankulic, Jonas Acquistapace und Hamadi Al Ghaddioui verließen die Sportfreunde drei Akteure – vom Edeljoker bis hin zum Toptorjäger. Gekommen ist bislang nur Stürmer Mats Facklam aus der Fünftklassigkeit. Er wird Eingewöhnungszeit benötigen.

Die Prognose:

Die Sportfreunde bleiben eine Wundertüte. Die guten Ansätze unter Golombek sollten bei einem durchschnittlichen Rückrundenverlauf aber für 45 Punkte und den sicheren Ligaverbleib ausreichen.

SC Preußen Münster

Die Ausgangslage:

Ähnlich wie Anfang 2017 befindet sich Preußen Münster nur knapp vor den Abstiegsplätzen. Das vergangene Jahr endete mit einem 1:4 gegen Großaspach und der Entlassung von Benno Möhlmann. Weil anschließend das Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt abgesagt und auf Ende Januar verschoben wurde, wartet Möhlmanns Nachfolger Marco Antwerpen nach fünf Wochen Amtszeit nun auf sein Pflichtspieldebüt.

Die Wintervorbereitung:

Ohne Moos nix los: In Münster stellte sich die Frage nach einem Trainingslager gar nicht erst. Die beiden Freundschaftsspiele stimmten hingegen zuversichtlich, auf ein 2:2 bei Bayer Leverkusen folgte ein 4:0-Sieg über den starken West-Regionalligisten KFC Uerdingen. Zudem blieb der SC Preußen von Verletzungen verschont und führte langzeitverletzte Profis wieder näher an die Elf heran.

Die Wintertransfers:

Fehlanzeige. Kein Spieler (bis auf U19-Torjäger Justin Steinkötter) ging, bislang kam niemand neu hinzu. Letzteres kann, ja soll sich bis zum 31. Januar noch ändern. Kurzfristig, sprich bis zum Auftakt am Wochenende, dürfte sich aber nichts mehr tun.

Die Prognose:

Zu den ersten Abstiegskandidaten gehören Bremen II, Chemnitz und Erfurt. Münster kämpft eine Stufe weiter oben um den frühzeitigen Klassenerhalt, der so wichtig für die künftigen Pläne des Vereins wäre. Das wird gelingen, obgleich die Rückrunde nicht so glatt laufen wird wie die des Vorjahres.


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SC Paderborn

Die Ausgangslage:

Satte acht Punkte Vorsprung besitzt Schwarz-Blau nach 20 Spieltagen, längst ist der Sportclub Favorit auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch spätestens seit der vergangenen Woche ist die Leichtigkeit ein wenig verlorengegangen: Die Schulden wachsen weiter und dürften dem SCP in der 3. Liga mit der Zeit über den Kopf steigen. Je schneller er der Spielklasse entflieht, desto besser. Dass Vizepräsident Rudolf Christa auf der Mitgliederversammlung (versehentlich?) den Aufstieg fast schon als Selbstverständlichkeit abtat, hörte Coach Steffen Baumgart gewiss nicht gern.

Die Wintervorbereitung:

Kein Trainingslager, aber dafür drei torreiche Testspiele absolvierten die Ostwestfalen als Warmup für die Pflichtspiele. 4:2 respektive 3:0 hieß es gegen die Regionalligisten aus Rehden und Rödinghausen. Bundesligist Hannover 96 schlug Paderborn mit 4:1, musste sich dafür aber ordentlich abmühen.

Die Wintertransfers:

Eine starke Hinrunde lieferte wenige Gründe für Veränderungen. Philip Tietz, ein 21-jähriger Stürmer, ist bislang einziger Neuzugang. Verlassen hat den Club niemand. Zwischenzeitlich kokettierte Tim Mannek mit einem Wechsel. Der Youngster spielt aber in der bisherigen Erfolgsgeschichte ohnehin nur eine allenfalls untergeordnete Rolle.

Die Prognose:

Der SC Paderborn befindet sich zusammen mit dem 1. FC Magdeburg in exzellenter und zugleich gefährlicher Position. Kommt die Mannschaft auch nach zwei, drei Negativerlebnissen nicht ins Grübeln, ist das spielerische Potenzial allemal zweitligawürdig.


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