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1. FC verliert gegen Belgrad
Ach, Köln! "Kämpfen, kratzen, beißen" ist nicht genug...

(Foto: Weber)
(Foto: Weber)

Köln – Wieder so ein bitterer Abend für den 1. FC Köln! Die Kölner-Pechsträhne reißt einfach nicht ab. Trotz dominanter zweiter Halbzeit kassiert die Stöger-Elf die nächste Pleite und unterliegt Roter Stern Belgrad mit 0:1. Entsprechend enttäuscht, aber dennoch ehrgeizig zeigt sich vor allem Keeper Timo Horn nach dem Abpfiff …      

Eigentlich wollte der 1. FC Köln im Spiel gegen Belgrad sein Selbstvertrauen nach dem Punktgewinn in Hannover weiter aufbauen, so formulierte es Trainer Peter Stöger im Vorfeld der Partie. Am Donnerstagabend aber kam es wieder einmal anders als geplant. Nix Zählbares, stattdessen die nächste Pleite für den FC – und das trotz zahlreicher Chancen in Halbzeit zwei.

Ja, die Kölner können einem tatsächlich fast leidtun. Nach einer traumhaften letzten Saison, spielen sie seit 25 Jahren erstmals wieder international. Was für ein Fest sollte das werden. Ja, was für ein Feuerwerk wollten sie auf dem Platz abbrennen. Tatsächlich aber brannte es gegen Roter Stern Belgrad nur auf den Rängen – Pyrotechnik-Einlagen beider Fanlager wechselten sich munter ab. Auf dem Platz entwickelte sich dagegen eher ein Trauerspiel – und das trotz vieler Großchancen der Kölner. All das, was in der vergangenen Spielzeit gut lief, will jetzt so überhaupt nicht klappen. Nur zwei Tore aus insgesamt acht Spielen stehen bislang auf dem Haben-Konto. Gegentore dagegen in zweistelliger Höhe. Klar, mit Anthony Modeste hat der FC seinen Top-Torjäger verloren, aber dass es ohne ihn so schlecht läuft, das überrascht dann doch.

Bitter: Dreimal Aluminium, aber kein Treffer

Apropos schlecht: Von einer schlechten Leistung kann gegen Belgrad in Halbzeit zwei dabei absolut keine Rede sein. Im Gegenteil: Köln war hier die klar überlegene Mannschaft, aber es fehlte einfach das Quäntchen Glück. Oder besser gesagt: Viel Pech verhinderte diesmal einen mehr als verdienten Kölner-Sieg. Allein dreimal scheiterte der FC in Durchgang zwei am Aluminium. Von den Gästen aus Serbien kam dagegen nach dem Seitenwechsel offensiv so gut wie nichts mehr. Köln hätte die Partie im Grunde klar gewinnen müssen. Und genau das wurmt natürlich Trainer und Spieler noch einmal mehr.

„Wir wachen aktuell leider immer erst nach den Gegentoren auf und müssen so dann einem Rückstand hinterher laufen“, ärgerte sich FC-Keeper Timo Horn nach dem Abpfiff, fügte aber hinzu: „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft dann nichtsdestotrotz fast das beste Spiel dieser Saison gemacht.“

Horn: „Müssen es schaffen, das von Anfang an auf den Platz zu bringen“

Am Einsatz liege es definitiv nicht, betonte Horn mit Blick auf die zweite Hälfte, zeigte sich jedoch auch selbstkritisch: „Wir müssen es aber schaffen, das von Anfang an auf den Platz zu bringen, über 90 Minuten und eben nicht nur eine Halbzeit.“

Besonders habe ihm die Köpersprache in der ersten Halbzeit gefehlt. „Es ist klar, dass in der jetzigen Phase nicht alles funktioniert.“ Wenn man noch kein Spiel in der Saison gewonnen habe, sei es ganz normal, dass spielerisch nicht alles zu 100 Prozent klappe. „Aber kämpfen, laufen, kratzen und beißen, das können wir. Das war jedoch in der ersten Halbzeit nicht da und das hat mich gestört.“ Deswegen sei er in dieser Phase auch mal etwas lauter geworden. „Wenn man schon die Möglichkeit hat, sechs Spiele mit dem 1. FC Köln international zu spielen, dann muss man sich einfach zerreißen“, betonte der Keeper. Genau das aber habe sein Team in den ersten 45 Minuten versäumt und erst in der zweiten Hälfte getan, so Horns Analyse, dem die erneute Niederlage auch besonders für die Fans leidtut. Die Kölner-Anhänger stehen trotz des denkbar schlechten Saisonstarts bedingungslos hinter der Mannschaft – das bringen sie Spiel für Spiel immer wieder durch lauten Support zum Ausdruck.

Peter Stöger fand trotz Niederlage hauptsächlich lobende Worte für seine Mannschaft: Es sei schön zu sehen, wie die Jungs mit der aktuellen Situation umgingen und nach dem Rückstand, eine solche Reaktion wie in Halbzeit zwei zeigen würden. „Viel besser als die zweiten 45 Minuten können wir nicht spielen. Wir hatten viele Möglichkeiten, aber wenig Glück. Das tut mir für die Jungs richtig leid.“

Wenig Glück, Pech oder wie auch immer man es nennen mag, die Bezeichnung dafür verändert die magere Punkteausbeute nicht. Sowohl in der Bundesliga als auch in der Europa League bildet der FC das jeweilige Schlusslicht.

Dennoch sei das Ziel weiterhin klar, in der Europa League eine Runde weiter zu kommen, betonte Horn trotz des schlechten Starts. „Das wird natürlich immer schwerer jetzt, aber es hilft nichts“, so Horn kämpferisch.

Rein rechnerisch íst das Ziel in jedem Fall noch möglich – und darüber hinaus? Ja, hier gilt das Gleiche, zumindest dann, wenn der FC in den kommenden Partien über die gesamte Spielzeit so auftritt, wie im zweiten Durchgang gegen Belgrad und sich das Pech zumindest gelegentlich auch mal in Glück verwandelt.

 

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