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Krise oder nicht?
(Ergebnis)Krise - Die schwierige Situation von Borussia Mönchengladbach

Kein Durchkommen. Borussia Mönchengladbach müht sich zu einem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt. Im letzten Drittel findet auch Lars (Foto: dpa)

Mönchengladbach – Von Krise möchte bei Borussia Mönchengladbach nach dem schwachen 0:0 gegen Eintracht Frankfurt niemand reden. Doch der Bundesligist ist in einer "schwierigen Situation", darauf verständigten sich Verantwortliche und Spieler nach dem vierten Ligaspiel ohne Sieg. 

Krise. Krise ist per Definition eine „schwierige Lage oder Situation, eine Zeit der Gefährdung oder die Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt“. So schreibt es der Duden. Von einer Krise möchte bei Borussia Mönchengladbach nach dem torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt aber keiner sprechen. „Eine Krise sehe ich definitiv nicht“, betont Manager Max Eberl nach dem Spiel. Blauäugig sei er nicht, auch unterschätze er die Lage seiner Mannschaft nicht. Aber zwischen den Zeilen ist herauszuhören, dass die Gladbacher natürlich realisieren, was um sie herum passiert. Die Borussia schwächelt — ohne zu taumeln. Zufrieden ist trotzdem niemand am Niederrhein mit der aktuellen Phase. 

Raffael fehlt an allen Ecken und Enden

 

Tabellenplatz acht in der Liga, Torflaute und auch das attraktive und erfolgreiche Spiel des Teams von Trainer André Schubert ist irgendwo in Europa verloren gegangen. Mit dem 0:4 auf Schalke startet die Phase, die nicht Krise genannt werden darf. Gladbach lieferte eine desolate zweite Hälfte ab und Offensivmann Raffael fehlte an allen Ecken und Enden. So wie auch im Heimspiel gegen den Hamburger SV, in dem der Borussia einfach kein Tor gelingen wollte. Beim FC Bayern München schließlich ergab sich Schuberts Elf schon früh in der Partie - seit nun vier Spielen, Eintracht Frankfurt eingeschlossen, warten die Fohlen auf einen Dreier.  Im DFB-Pokal mühte, ja schleppte sich der Bundesligist zu einem glanzvollen 2:0-Sieg über den Zweitligisten VfB Stuttgart. 

Die Erwartungshaltung im Gladbacher Umfeld ist in den vergangenen fünf Jahren enorm gewachsen. Mittelfeld? Damit will sich am Niederrhein niemand zufrieden geben, so dass einige im Umfeld langsam unruhig wurden. Auch deshalb forderten Eberl und Schubert quasi unisono vehement, realistisch zu bleiben. „Ich wiederhole gerne den Satz, den wir oft genug gehört haben: Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Das sollten wir uns immer mal wieder vor Augen halten.“ Momentan fehlen Schubert „viele, viele Spieler, die den Unterschied ausmachen können.

Eberl verteidigt seine Brandrede 

Dieser Appell, ja es war schon fast eine Brandrede, musste sein, so der Sportdirektor. „Mir steht es zu, meine Gefühle zu äußern. Ich wollte niemanden angreifen, ich wollte nur dem einen oder anderen, der’s vielleicht vergessen hat, in Erinnerung rufen, was wir geleistet haben. Und das es jetzt eine Phase ist, in der wir auch mal schwächeln und das ist uns erlaubt. Ich muss es mir von der Seele reden, sonst platze ich“, erklärte Eberl. 

Gladbach will sich Vertrauen über die Champions League holen

Und die Krise? Die ist immer noch keine. Kapitän Lars Stindl spricht von einer „schwierigen Situation“ und dass sie sich der „Konstellation und der Ergebnisse der vergangenen Wochen  bewusst“ sind. Christoph Kramer spricht „von einem ganz miesen Kick“, den er „aber nicht so kritisch“ sieht. Und Eberl sagt, es sei mühsam und schwierig. „Wir müssen uns da rauskämpfen.“ Immerhin steht Borussia Mönchengladbach in der Champions League so gut da, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, in Europa überwintern zu können. Am Dienstag kommt Celtic Glasgow an den Niederrhein. Mit einem Sieg gegen die Schotten dürfte Gladbach Rang drei in der schweren Gruppe mit dem FC Barcelona und Manchester City nicht mehr zu nehmen sein. Und vielleicht kommt für dieses wichtige Spiel ja auch Raffael zurück. Der ist per Definition nämlich unheimlich wichtig für die Borussia.

 

Nächstes Spiel

Bundesliga, 3. Spieltag
Gladbach - Eintracht Frankfurt
Samstag, 9. September, 15.30 Uhr

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