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Mönchengladbach nach Derby-Pleite
Gladbach-Manager Eberl wehrt sich gegen Mechanismen im Fußballgeschäft - trotz Krise

Borussia Mönchengladbach steht weiterhin zu Trainer André Schubert. Trotz Krise und Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln. (dpa)
Borussia Mönchengladbach steht weiterhin zu Trainer André Schubert. Trotz Krise und Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln. (dpa)

Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach verliert das Rheinderby gegen den 1. FC Köln und die Bundesliga-Krise am Niederrhein wird größer. Sechs Spiele in Folge konnte der Champions-League-Teilnehmer nun nicht mehr den Rasen als Gewinner verlassen. Ein Kopf muss deshalb nicht rollen. 

Noch am Mittwoch sprach Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl über die Perversion einer Trainerentlassung und stärkte seinem Trainer André Schubert den Rücken. Dass über den Coach des kriselnden Bundesligisten weiterhin diskutiert wird, ist nach der 1:2-Derbypleite gegen den 1. FC Köln und vor allem der schwachen Bilanzen in den vergangenen Wochen nicht verwunderlich, sondern wohl einfach der Mechanismus des Geschäfts.

Gladbach kassiert zwei unglückliche Tore im Derby

Auch wenn sich der Begriff „Ergebnissport“ eher an den Stammtischen der Fußballwelt zuhause ist, selbst bei einer sachlichen Analyse bleibt festzuhalten, dass es für eine gute Leistung am Ende auch null Punkte gibt, wenn der Gegner ein Tor mehr geschossen hat. Und dabei zählt wiederum nicht, dass der erste Treffer der Kölner eher glücklich zustande kam und Risses Schuss ins Glück in die Kategorie „Den macht er nur einmal in seinem Leben“ fällt.

Die Borussia muss in der Tabelle nach unten gucken

Am Ende bleibt nicht die couragierte Leistung der Gladbacher, die über weite Strecken dominiert haben und den Dreier wegen ihrer mangelhaften, ja gar ungenügenden Chancenverwertung herschenkten. Es bleibt die Tatsache, dass die Borussia sechs Ligaspiele in Folge nicht gewinnen konnte (übrigens seitdem Schubert seinen Vertrag bis 2019 verlängert hat), sich mittlerweile nach dem vierten Platz am fünften Spieltag auf Platz 13 der Tabelle wiederfindet und längst im bitteren Mittelmaß der Bundesliga angekommen ist. Von Gedanken an eine erneute Qualifikation für den Europapokal spricht rund um die Hennes-Weißweiler-Allee keiner mehr. 

André Schubert steht nicht zur Diskussion

Und trotzdem: der Trainer steht am Niederrhein nicht zur Diskussion. Nach dem Statement für den Coach vor diesem Spieltag wiederholt Eberl seine Einstellung zu diesem Thema. Mehr noch: er hält ein Plädoyer mit deutlichen Worten für die Branche: 

„Muss ein Kopf rollen, weil Modeste diesen angeköpften Kopfball ist Tor macht und der Freistoß ins Tor geht?“, fragt Eberl. „Mir geht das alles zu schnell. Ich wehre mich dagegen — das hat nichts mit André Schubert zu tun — dass es immer einen Schuldigen geben muss. Als erstes ist es der Trainer, dann der Kapitän, dann der Manager, der weg muss. Ich will Kontinuität im Verein haben. Diese Kontinuität hat uns in den vergangenen Jahren geholfen, etwas Tolles zu erleben. Aber ich will auch Kontinuität, wenn es mal beschissen läuft. Dann muss man auch versuchen, gute Arbeit zu machen. Wenn die Arbeit nicht mehr funktioniert, wenn es hakt oder nicht passt, dann muss sich der Verein Gedanken machen. Aber das habe ich heute nicht gespürt.“

Schubert spürt Vertrauen vom Verein

Und Schubert? Der Trainer der Borussia bleibt cool. Trotz der Krise. Der uneingeschränkte Vertrauen des Vereins sei „überhaupt nicht wichtig“ für ihn. „Im Fußball ist es immer so, dass du das Vertrauen so lange hast, bis du es nicht mehr hast.“ Die Kritik um Umfeld sei aber normal, das würde anderen Trainern ja auch so ergehen. „Ich beschäftige mich ansonsten nicht so sehr mit Dingen, die ich nicht beeinflussen kann.“ 

Schubert trotzt der Krise und weiß Eberl an seiner Seite. Sein Team hätte den Derbysieg verdient gehabt, so der Sportdirektor. Das Momentum sei einfach nicht auf Gladbacher Seite. „Wir wissen, dass wir punkten müssen. Platz 13 nach elf Spieltagen ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Es geht jetzt darum, dass wir anfangen müssen zu punkten, sonst wird es gefährlich.

„Schütteln“ müsse man sich die Borussia jetzt, um sich dann wieder auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren. Am kommenden Mittwoch kommt Manchester City in der Champions-League-Gruppenphase nach Mönchengladbach. Alles andere als ein Aufbaugegner.


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