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Gladbachs Probleme
Kreativkrise - Warum Borussia Mönchengladbach ausgebrannt und ideenlos ist

Borussia Mönchengladbach steckt in einer Kreativkrise. Gladbach spielt momentan ideenlos in der Offensive. (Foto: dpa)

Mönchengladbach – Wieder kein Sieg. Wieder kein Tor. Borussia Mönchengladbach fehlt es momentan an Durchschlagskraft im Angriff. Ohne Tore, keine Siege. Drei Gründe für die kleine Krise der Borussia.

1. Planlos und ideenlos

„Wir hatten keine Ideen, uns im letzten Drittel Torchancen zu erarbeiten. Wir waren ein Stück weit zu ungenau“, erklärt Kapitän Lars Stindl, der auch die Frankfurter für ihre „gute Organisation“ lobt. „Frankfurt hat über 90 Minuten Mann-gegen-Mann gespielt. Dagegen ist uns leider nicht viel eingefallen“, weiß auch Gladbach-Schlussmann Yann Sommer und ergänzt: „Wir waren aus meiner Sicht zu statisch, zu durchsichtig.“ Das galt sicherlich auch für die Pleite beim FC Bayern München, wo die Schubert-Elf weitestgehend chancenlos war. „Wir spielen uns wenig Chancen heraus, wir machen kein Tor“, fasst es Max Eberl zusammen. Immerhin: Gegen den Hamburger SV erarbeitete sich Gladbach einige Möglichkeiten, allein das Tor wollte nicht fallen. Das liegt auch an dem zweiten Grund für die derzeitige (Ergebnis)-Krise: 

 

2. Verletze Offensivpower 

„Mit Raffael, Traoré und Hazard fehlen uns drei Spieler, die Eins-gegen-eins-Situationen offensiv lösen können“, zählt Christoph Kramer aus. Dass diese drei Spieler gerade alle gleichzeitig ausfallen würden, sei „extrem ärgerlich“ und der Grund für die fehlende Durchschlagskraft im Angriff. Sportdirektor Eberl erklärt die Problematik so, wie sie in einem Fußballlehrbuch stehen würde: „Es fehlt der Spieler, der den Ball auf engstem Raum annimmt und sich nach vorne wegdreht.“ Es sei überhaupt kein Vorwurf an Spieler wie Tony Jantschke, Christoph Kramer oder Mo Dahoud, dass sie den Ball im Raum bekommen und abprallen lassen würden. „Damit gewinnen wir die Meter nicht, sondern bringen im Gegenteil noch die eigenen Abwehrspieler in Not, weil der Gegner Druck machen kann.“ Es mache sich bemerkbar, dass Thorgan Hazard, Ibrahima Traoré und Raffael fehlen. 

TV-Experte kritisiert Gladbach harsch

Sky-Experte und Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann findet in seiner Analyse deutliche Worte: „Technische Unzulänglichkeiten, keine Bewegung, kein Spielfluss. Das war für einen Champions-League-Kandidaten nichts.“ Torwart Sommer habe wahrscheinlich die meisten Ballkontakte bei der Borussia. „Das zeigt, wie schwer sie sich tun, ins Spiel zu kommen“, so Hamann. Kurioserweise gelingt das dem Bundesligisten in der Königsklasse besser. Der Europapokal ist der dritte Grund, warum die Fohlen derzeit nicht galoppieren.

3. Die Dreifachbelastung 

„Wir spielen momentan alle drei Tage. Man hat gesehen, dass uns viele kleine Fehler unterlaufen sind, technische Fehler, die wir normalerweise nicht machen – in der Ballmitnahme, in der Ballkontrolle“, analysiert Coach Schubert. Konzentrationsfehler, die zustande kommen, weil die Beine schwer sind und der Kopf nicht frei ist. „Die sind schon relativ ausgebrannt. Ein André (Hahn, Anm. d. Red.), ein Fabian (Johnson, Anm. d. Red.) — es fehlen ihnen die paar Prozent, die Spritzigkeit, die ein ausgeruhter Spieler mitbringt“, erklärt der Manager. Kein Problem, was die Gladbacher für sich alleine haben. „Wenn man sich mal die anderen Mannschaften mit Dreifachbelastung anguckt — Mainz, Schalke, Leverkusen, Dortmund, auch die Bayern — da gab es schon bessere Zeiten“, so Kramer. „Wir müssen das realistisch betrachten. Wir haben gerade im Offensivbereich - wo Spitzigkeit und Sprints gefragt sind - derzeit nicht den Luxus, dass wir ein bisschen durchwechseln können.“ 

Devise: Aus der Kreativkrise rausarbeiten - mit Rückkehrer Raffael

Immerhin: Max Eberl hofft, dass am kommenden Dienstag, wenn die Borussia Celtic Glasgow zum wichtigen Champions-League-Spiel im eigenen Stadion empfängt, Raffael ins Team zurückkehrt. Der Brasilianer habe schon mit der Mannschaft trainiert und bis zum Celtic-Spiel seien es noch drei Tage. „Es täte uns sehr gut“, weiß Eberl. Vor allem die Kreativität im letzten Drittel vorm gegnerischen Tor würde mit Raffael ins Team zurückkehren. Und vielleicht ist Hazard dann bereit für die Partie in Berlin. Nach und nach hofft Gladbach auf die Kehrtwende. Eberl: „Aber wir müssen uns da rausarbeiten. Das haben wir immer wieder geschafft.“

 

Nächstes Spiel

Bundesliga, 3. Spieltag
Gladbach - Eintracht Frankfurt
Samstag, 9. September, 15.30 Uhr

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