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Kommentar
Manchester eine Nummer zu groß - und trotzdem ist die Borussia ein Gewinner

(Foto: dpa)
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Den Auftakt in die neue Champions-League-Saison hatte sich Borussia Mönchengladbach sicher anders ausgemalt. Erst musste die Partie wegen sintflutartigen Verhältnissen verschoben werden, dann kassierte der Fußball-Bundesligist eine derbe 0:4-Pleite bei Manchester City - und das quasi chancenlos. Aber es gibt auch Gewinner in Gladbach. Ein Kommentar. 

Hätten sich der Wettergott und der, der für Fußball zuständig ist, besser abgesprochen, es hätte am Mittwoch in Manchester wahrscheinlich weniger Tore gehagelt für City. So aber musste Borussia Mönchengladbach im Nachholspiel, 24 Stunden nach der eigentlichen Ansetzung, eine ziemliche Packung hinnehmen.

Einmal mehr zahlte Gladbach Lehrgeld im glamourösesten Wettbewerb Europas. Auch wenn der deutsche Fußball-Bundesligist noch in der vergangenen Saison gut gegen das Starensemble der Citizens mithalten konnte und sich die beiden Klubs auf Augenhöhe begegneten, so war der Auftakt in die neue Saison in der Königsklasse ein Klassenunterschied.

Die Gründe dafür sind schnell aufgezählt:

Die Engländer von Startrainer Pep Guardiola gingen durch einen Doppelschlag früh in Führung. Schon nach einer halben Stunde war die Partie entschieden. Der Champions-League-erfahrene Christoph Kramer erwischte einen rabenschwarzen Tag, während Kevin de Bruyne einen Sahnetag hatte.

Die Borussia ließ sich zu sehr von dem schnellen, druckvollen Spiel der Gastgeber beeindrucken, spielte mutlos, kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe und gab City damit viel Raum für großartiges Kombinationsspiel. Außerdem ließ City die Mannschaft von Trainer André Schubert laufen und drehte den taktischen Spieß um: Manchester stand kompakt und spielte seine Konter eiskalt und lehrbuchreif zu Ende - eigentlich wollte es die Fohlenelf genau so angehen. Nach 90 Minuten hatte Mönchengladbach sagenhafte drei Torschüsse auf den Kasten der Engländer abgegeben - Negativrekord für die Borussia in der Champions League.

Die „Lehrstunde“ (Gladbach-Keeper Yann Sommer) zeigt, dass das Team vom Niederrhein noch lange nicht soweit ist, um im Konzert der ganz Großen mithalten zu können.  „Wir haben auf die Nuss bekommen“, sagte Manager Max Eberl nach der Pleite. Dass sich sich allerdings mit selbigen messen dürfen - und jetzt kann man fast schon sagen: „Jahr für Jahr“ - ist mindestens genauso viel wert, wie die Erfahrung aus dem Spiel in Manchester.

Auch wenn der erste europäische Festakt ins Wasser gefallen ist: Die Gladbacher dürfen beweisen, dass sie es im Rückspiel gegen City besser machen können.

Trotzdem: Die Borussia ist ein Gewinner.

Die Aktion, den eigenen Anhängern die Ticketpreise zu erstatten - egal, ob sie noch im Etihad Stadiium waren oder nicht - und sich persönlich bei den noch gut 100 Fans in der Kurve zu bedanken, die spontan auf der Insel geblieben sind: Beides brachte nicht nur Sportdirektor Eberl Komplimente ein. Auch das internationale Echo auf diese Aktion fiel ausgesprochen positiv aus. Und das macht Borussia eben auch zu einem Gewinner.

 

 

Nächstes Spiel

Bundesliga, 12. Spieltag
Hertha BSC - Gladbach
Samstag, 18. November, 18.30 Uhr

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