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Kommentar
Noch einer sagt Gladbach Tschüss... Havard Nordtveit verlässt Borussia

Havard Nordtveit verlässt Borussia Mönchengladbach (Foto: firo sportphoto)
Havard Nordtveit verlässt Borussia Mönchengladbach (Foto: firo sportphoto)
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Mönchengladbach – Havard Nordtveit verlässt Borussia Mönchengladbach in Richtung England. Der Bundesligist verliert einen Kämpfer, der aber nicht unersetzlich ist. Ein Kommentar.

Max Eberl musste lange auf eine Antwort warten. Je mehr Zeit ins Land zog, desto unwahrscheinlicher wurde es, dass Havard Nordtveit seinen auslaufenden Vertrag bei Borussia Mönchengladbach verlängert. In 140 Zeichen erklärt die Borussia am Sonntag via Twitter „Havard Nordtveit wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern und nach England wechseln.“ Der Fußball-Bundesligist hat nun Gewissheit: Den Norweger zieht es nach fünfeinhalb Jahren am Niederrhein auf die Insel - nur noch acht Spiele wird Nordtveit das Trikot mit der Raute auf der Brust tragen.

Gladbach verliert damit nicht nur einen starken Allrounder und Kämpfer, sondern auch seinen dienstältesten Spieler einen der dienstältesten Spieler im Kader (Roel Brouwers ist bereits seit 2007 bei Gladbach und möchte wohl noch bleiben).  Markenzeichen des 25-jährigen: Der rote Mundschutz, den er nicht nur im Wettkampf in der Liga, sondern auch auf dem Trainingsplatz wie ein Boxer trägt - auch als Symbol: dein nächste Zweikampf wird hart. Havard Nordtveit arbeitet Fußball und das dort, wo der Trainer ihn aufstellt.

Nordtveits Vielseitigkeit war allerdings auch sein Problem. Als Außenverteidiger, im Abwehrzentrum und auch der Doppelsechs in der Schaltzentrale sammelte er bislang 144 Bundesligaspiele für die Fohlen. Richtig zuhause war er vor allem unter dem ehemaligen Borussen-Trainer Lucien Favre nirgends. Zwar betonte der Wikinger immer wieder, am liebsten im Mittelfeld spielen zu wollen, an Christoph Kramer und Granit Xhaka kam er allerdings nur selten vorbei. Zwei Jahre lang war Nordtveit nur Notnagel, Ersatzmann und Joker. Eine Rolle, die er professionell akzeptierte, aber freilich nicht liebte.

 

Erst Neu-Coach André Schubert setzte wieder auf den Norweger. Nicht auf seiner Lieblingsposition, auf der Xhaka und Mo Dahoud gesetzt sind: in der Innenverteidigung. Dort führt der Routinier die Youngster Andreas Christensen und Nico Elvedi. Bis zum Saisonende, dann ist Schluss. Dann wird Nordtveit zurück in die Premier League wechseln, wo er sich als junger Spieler beim FC Arsenal nicht durchsetzen konnte. Bei West Ham United soll das in der kommenden Saison anders werden. Die Reaktionen im Internet waren gemischt. Verständlich. Viele Fans dankten „Howie“ bei Twitter und Facebook für seine Zeit und seinen Einsatz, einige Anhänger aber reagierten enttäuscht und sauer. Dabei ist seine Entscheidung nachvollziehbar.

Nicht nur wird Nordtveit ein bisschen drei Gehaltsstufen bei den Briten aufsteigen, auch steht die englische Liga wesentlich mehr im Fokus der Skandinavier. „Die Premier League ist ‚ein big deal‘“, sagte Nordtveit noch vor ein paar Tagen. Die Chance, sich in England auch wieder fest in den Kreis der Nationalmannschaft zu spielen, ist deutlich höher als in Deutschland. Außerdem - und das betonte der Norweger in den vergangenen Monaten immer wieder - war es wohl auch eine seiner Familie. 

Die Borussia verliert einen torgefährlichen Defensivspieler und einen Sympathieträger. Aber Nordtveit ist nicht unersetzlich. Das haben die vergangenen Jahre in Gladbach gezeigt. Jetzt, wo Manager Max Eberl Klarheit hat, kann er sich auf die Suche nach einem Nachfolger für Nordtveit machen. Zeit bleibt genug.

 


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