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DFB-Pokal: Gladbach im Achtelfinale
Zahnfleisch und Eistonne — Gladbach schlägt Stuttgart mit schweren Beinen

Borussia Mönchengladbach schlägt den VfB Stuttgart mit 2:0. Fabian Johnson und Lars Stindl treffen für Gladbach. André Hahn feiert seine Vorbereitung. (dpa)

Mönchengladbach – Am Ende klingt der 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart souverän. Der Einzug ins Achtelfinale aber war ein hartes Stück Arbeit für Borussia Mönchengladbach. Das Team von Trainer André Schubert geht auf dem Zahnfleisch. André Hahn freut sich auf die Eistonne.

André Schubert zwickt’s im Nacken. Vom ständigen Sitzen am Computer, erzählt der Coach und tippt mit seinen Händen in die Luft, als wolle er den Fahrplan der kommenden Tage in die Tastatur tippen. Der Trainer von Borussia Mönchengladbach schreibt Trainingspläne und Skripte. Die Drehbücher der vergangenen Wochen seiner Mannschaft hat er allerdings nicht verfasst. Die sähen bestimmt anders aus. Auch wenn der 2:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart eine kleine Erfolgsstory war, die Borussia schleppt sich in den zurückliegenden Partien nur noch durch und geht auf dem Zahnfleisch.

Gladbach zollt drei Wettbewerben Tribut

Vier Spiele in den letzten zehn Tagen, Auswärtsspiele in Glasgow und München, verbunden mit Reisestrapazen und wenig Möglichkeiten zu trainieren. Der Tanz auf drei Hochzeiten fordert jetzt schon Tribut beim Bundesligisten. In der Offensive fehlen Raffael mit Muskelfaserriss, Thorgan Hazard mit Knieproblemen und Ibrahima Traoré leidet unter einer Oberschenkelzerrung. Außerdem fehlt Andreas Christensen mit einer Zerrung in der Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur. Alles Verletzungen, die durch hohe Belastung zustande kommen. Dazu kommen noch die Langzeitverletzten Josip Drmic, Alvaro Dominguez, Mamadou Doucouré und Marvin Schulz. Der hochgelobte breite Kader der Gladbacher ist arg angeschlagen. "Durch die Bank haben alle Spieler irgendwie irgendwo irgendwas", so Schubert. Aber heute sei nichts Dramatisches dazugekommen.

Auch Stindl und Kramer angeschlagen

„Es war nicht leicht für uns nach den Wochen und der ganzen Reiserei“, gab André Hahn nach dem Sieg gegen den unbequem zu bespielenden Zweitligisten zu. Sie seien Zäh ins Spiel gekommen, sagte der Angreifer. Auch, weil die Frische fehlte. Die Führung hätte etwas Ruhe ins Spiel gebracht, aber „wir müssen den Sack viel früher zumachen“, so Hahn, der das 1:0 vorbereitete. Statt frühzeitiger Ruhe hieß es weiter hart arbeiten für die Gastgeber. Und das angeschlagen. Vor dem Spiel ließ sich Lars Stindl behandeln. „Ich hatte eine leichte Blockade im Rücken“, erzählte der Kapitän. Christoph Kramer musste verletzt ausgewechselt werden. Auch ihn plagten Probleme am Rücken. „Mit dem zweiten Tor hätten wir dann mit Blick auf die kommenden Wochen ein bisschen cleverer spielen können“, so Stindl. Die Bayern beherrschen das in Perfektion. Das musste die Borussia vor wenigen Tagen in München am eigenen Leib erleben.

Jetzt müssen die malträtierten Leiber der Gladbacher gepflegt werden. „Wir müssen uns sehr gut regenerieren, uns in die Eistonne legen — am besten die kompletten zwei Tage bis zum Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Das ist schon sehr anstrengend für den Körper. Wir haben nicht so viel Möglichkeiten zu rotieren, weil wir so viele Verletze haben. Das macht die Sache nicht leichter“, erklärte Hahn. Das solle aber keine Ausrede sein. „Wir haben es uns erarbeitet, dass wir diesen Rhythmus haben dürfen. Das nehmen wir Spiel für Spiel an und versuchen immer, unser Bestes zu geben“, so Stindl. 

Hartes Programm für Borussia Mönchengladbach

Trotzdem: Eine Rückkehr von Raffael, Hazard, Traoré und den anderen verletzten Profis würde die Lage in Mönchengladbach entspannen. Bis zur Winterpause sind es noch elf Spiele in neun Wochen, darunter also vier Englische Wochen. Trainer Schubert wird viel am Computer sitzen müssen, um auszutüfteln, welchem Spieler er wie viel Belastung zumuten kann. Dabei zwickt es ihm wahrscheinlich. Im Nacken.

 

Nächstes Spiel

Bundesliga, 12. Spieltag
Hertha BSC - Gladbach
Samstag, 18. November, 18.30 Uhr

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