Vor Länderspiel gegen Frankreich
Matthias Ginter: "Eine Ich-AG nützt niemandem..."

Matthias Ginter, hier beim 0:0 gegen England. (Foto: dpa)

Köln – Matthias Ginter, im Sommer vom BVB zu Borussia Mönchengladbach gewechselt, machte in England sein 17. Spiel für die Nationalmannschaft. Jetzt bereitet sich die Elf in Köln aufs nächste Spiel vor. Susanne Weber war für uns vor Ort - und berichtet, was Ginter vor der Partie gegen Frankreich sagt...

Die WM-Qualifikation hat die deutsche Nationalmannschaft ja längst erfolgreich gemeistert. Zum Jahresabschluss aber steht nun direkt im Anschluss an den Klassiker gegen England (0:0) noch das Duell mit Vizeeuropameister Frankreich an. Ein weiterer Test mit Topbesetzung...

In Köln bereitet sich die deutsche Elf auf das Duell mit den Nachbarn vor. Und klar: Frankreich ist – ebenso wie England am vergangenen Freitag – ohne Zweifel ein anderes Kaliber als die Qualifikationsgegner. "Ich glaube, dass Frankreich mit zu den Top 5, wenn nicht sogar Top 3, Nationen der Welt gehört", so Matthias Ginter am Tag vor der Partie. "Sie haben eine wahnsinnige Qualität – gerade offensiv und auch von der Geschwindigkeit her. Aber wir wollen versuchen, unser Spiel zu machen und sie soweit wie möglich vom Tor weghalten."

Frankreich stellt eine Mannschaft mit so einigen Stars, Pogba beispielsweise. Aber davon lässt sich das DFB-Team nicht beirren. Matthias Ginter setzt auf einen anderen Faktor: "Unser Teamgeist ist das Wichtigste. Das hat man bei verschiedenen Turnieren gesehen, bei der letzten WM, bei Olympia oder beim Confed Cup."

Die deutsche Elf habe sich über den Teamgeist als Mannschaft von Spiel zu Spiel ins Turnier hineingefunden und am Ende auch etwas mit nach Hause genommen, so Ginter. "Andere Nationen haben ihre Superstars, die deutsche Nationalmannschaft funktioniert als Mannschaft. Ich denke, das wird auch im nächsten Jahr wieder ein wichtiger Faktor werden."

Teamgeist vs. Konkurrenzkampf

Teamgeist? Gut und schön. Aber noch herrscht schließlich mit Blick auf die WM großer Konkurrenzkampf um die Kaderplätze im deutschen Team. Oder? "Wir grätschen uns jetzt nicht um auf dem Trainingsplatz, aber wir wissen alle worum es geht", gibt Ginter zu. "Wir haben alle im Hinterkopf, dass wir bei der WM dabei sein wollen, deshalb haben wir natürlich alle eigene Interessen."

Eigene Interessen ja, dennoch steht etwas anderes höher: "Es bringt uns aber natürlich nichts, wenn wir bei der WM sind, aber jeder eine Ich-AG gründet. Damit ist niemandem geholfen. Der Mannschaftserfolg steht über allem. Dem hat sich jeder unterzuordnen.“

Und das sicherlich auch gegen Frankreich, um den Fans zum Jahresabschluss noch mal einen Sieg zu bescheren.