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Scharfe FIFA-Kritik von Bierhoff am Confed Cup

Für Joachim Löw und Oliver Bierhoff ist der Confed Cup kein lukratives Turnier. Foto: Christian Charisius (Christian Charisius)

Kasan (dpa) – DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hat die FIFA für die aus seiner Sicht zu niedrigen Prämien beim Confederations Cup scharf kritisiert.

«Ich finde es nicht in Ordnung, dass wir hier ein Turnier zu einem schwierigen Zeitpunkt spielen, und wir als Verband noch draufzahlen müssen. Wir kommen als Weltmeister, als eine große Mannschaft. Wir versuchen, freundlich gegenüber dem Land zu sein. Und haben letztendlich 1,6 Millionen Dollar Startgeld», sagte Bierhoff nach der Gruppenauslosung am Samstag in Kasan der Deutschen Presse-Agentur.

Laut Bierhoff wird die für den Weltmeister verpflichtende Teilnahme am Turnier vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 in jedem Fall zu einem Zuschussgeschäft. «Es werden nur geringe Kapazitäten von Hotels bezahlt. Bei dem heutigen Stand werden wir als Verband draufzahlen, auch wenn wir gewinnen», sagte Bierhoff. Für den Turniersieg würde der DFB 4,1 Millionen Dollar kassieren. Für den WM-Sieg 2014 hatte der deutsche Verband von der FIFA 35 Millionen Dollar bekommen.

«Das ist schwer vermittelbar. Da ist noch nicht mal eine Prämie für die Spieler eingerechnet. Das ist keine Kritik an Russland, sondern an der FIFA. Das sollte von der FIFA einfach berücksichtigt werden. Ich weiß, dass ich da auch im Sinne der anderen teilnehmenden Länder spreche», legte Bierhoff nach. Er verlange kein «Gewinn-Geschäft», sagte Bierhoff und fügte mit einem Augenzwinkern angesichts der Personaldebatte um das deutsche Team an: «Die FIFA muss auch sparen - da sparen wir aber auch am Kader.»

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