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Serie "Hausbesuch"
Blau-Weiße Oberliga in Dortmund... zu Gast beim ASC 09

Zu Gast beim ASC 09 Dortmund. (Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)
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Dortmund – In unserer neuen Serie "Hausbesuch" machen wir uns auf den Weg zu den westfälischen Fußball-Klubs unterhalb der 3. Liga. Wir stellen die Vereine vor, erzählen Geschichten, schauen uns Spiele, Stadien und Sportplätze an. Am Donnerstag waren wir beim ASC 09 Dortmund, Oberliga Westfalen. Hier steht mehr dazu...  

Hausbesuch mit westline, heute: der ASC 09 Dortmund!

Die Stadt ist schwarz-gelb, Dortmund ist Borussia. Oder? Mitten in Aplerbeck, nur ein paar Kilometer Luftlinie entfernt, beweist der ASC 09 Dortmund das Gegenteil. Mit kecken blau-weißen Vereinsfarben hat sich der ASC zur zweiten Fußball-Kraft in der Stadt gemausert. Mitten in einem Wohngebiet versteckt sich das "Waldstadion" hinter einer Baumreihe. Drüben vornehme Wohnhäuser, auf der anderen Seite ein Sportplatz mit einer kleinen überdachten Hintertortribüne. Von der Straße aus fällt das "Marathontor" ins Auge. So nennt es der Klub gerne und es sieht aus wie die "Rote Erde", nur weniger groß. Ein in Stein gehauener Eingang, der eine lange Geschichte andeutet.

Ist ja auch kein Wunder. 1909 wurde der ASC gegründet, er ist so alt wie der BVB. Vom benachbarten Bürger-Schützen-Verein Aplerbeck trennt den Fußballklub nur eine alte Mauer mit Zinnen. Ein bisschen in die Jahre gekommen ist sie, aber wenn die Abendsonne über das Feld leuchtet, bekommt sie einen sentimentalen Anstrich aus Licht.

Mächtige Birken säumen das Spielfeld, Vogelgezwitscher klingt aus allen Ecken. Das Wort "Wald" hat sich die Anlage des ASC sicher verdient, über das "Stadion" müsste man vielleicht noch einmal reden. Im Grunde ist es ein Sportplatz; und wo immer die Vegetation es zugelassen hat, wurden noch ein paar Plätze eingerichtet. Neben dem Vereinsheim geben ein paar Stehränge Platz, hinter den Trainerbänken duckt sich eine Stahlrohrtribüne zwischen die Gebüsche. Der Blick immerhin: toll!

Hinter dem Tor trennt eine moderne Sitzplatztribüne das Spielfeld vom benachbarten Kunstrasenplatz. Der ASC ist stolz auf seine Anlage und Betrieb ist hier, das ist sicher.

 

 

 

Getränke und Bratwurst kosten gleichermaßen 2 Euro, als Vollzahler kommt man für 7 Euro in den Genuss eines Oberliga-Spiels. Der ASC ist derzeit Tabellen-13. und begrüßt Klubs wie die Sportfreunde Siegen, den FC Gütersloh oder die Hammer SV im Waldstadion. Oberliga! Das ist der sportliche Höhenflug des Klubs. Über Jahrzehnte waren die 09er in den unterklassigen Amateurligen zuhause. Landesliga, Verbandsliga.

Im Sommer 2014 dann das große Finale gegen den FC Brünninghausen - 3:1 im letzten Saisonspiel. "Da waren hier über 2000 Leute am Platz", erinnert sich Michael Linke. Er ist Leiter der Fußballabteilung und seit vier Jahren dabei. Dass heute noch fünf, sechs Kicker aus dem Aufstiegsspiel die Schuhe für den ASC 09 schnüren, ist dabei kein Zufall. Der Klub sucht nach "Dortmunder Jungs" und will diese Identität auch nicht ändern. Das hat natürlich auch wirtschaftliche Gründe. "Wir zahlen nur Aufwandsentschädigungen", sagt Linke. Wenn mögliche Neuzugänge in Vertragsgesprächen über Gehälter sprechen, sind die Gespräche schnell beendet.

Beim ASC wird Fußball nebenbei gespielt - da unterscheidet sich der Klub ja nicht von zahllosen anderen Ameteurklubs. Trainiert wird dreimal die Woche nach der Arbeit, mehr ist eben nicht drin.

Weitere Bilder und Video auf Seite 2

 

 


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