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4:0-Heimsieg
Döp-döp-döp: Eintracht Rheine gewinnt das Derby gegen Neuenkirchen

Und das 2:0, erneut durch Hölscher. (Foto: Schulte)
Und das 2:0, erneut durch Hölscher. (Foto: Schulte)

Rheine – Die Sache ist klar: In den kommenden Monaten dürfen Fans des FC Eintracht Rheine den Kopf etwas höher tragen... Das Derby gegen Nachbar SuS Neuenkirchen gewann der FCE am Sonntag klar mit 4:0.

Derbyzeit am Delsen. Nur die Stadtgrenze trennt den FCE und den SuS. In der Tabelle nur ein paar Törchen. Es ist dicht an dicht, die Nachbarn liegen gleichauf. Nun ja, zumindest bis Sonntagnachmittag, kurz vor 17 Uhr. Das Gesicht von Gästetrainer Tobias Wehmschulte sprach dann allerdings Bände. Schon weite Teile der 2. Halbzeit hatte er mit ziemlich säuerlicher Miene das Spiel verfolgt und mit dem Abpfiff war auch keine große Änderung zu sehen.

Kein Wunder. Sein Team hatte das Derby beim FC Eintracht Rheine verloren. Kein sportliches Drama in der Tabelle, aber ein 0:4 nagt an der Laune, erst recht in so einem Duell unter Nachbarn.

Nun ja, Derby. Es gab schon einmal Zeiten, da war richtig was los in der Obi-Arena. Der alte Rekord von weit über 3.000 Fans steht noch - und wackelte am Sonntag nicht wirklich. 537 Zuschauer gab der Stadionsprecher in der zweiten Halbzeit durch. Besser als befürchtet, weniger als erhofft. Aber klar. Oberliga bei Wind und Niesel, da muss man schon hart im Nehmen sein.

Die ganze Sache stand im Dienst einer guten Sache. Beide Teams marschierten in einem speziellen T-Shirt ein. Getrennt in den Farben, gemeinsam in der Sache: Keine Gewalt gegen Kinder, das war die Botschaft der Aktion "Herzen statt Schmerzen".

Auf dem Platz ging es dann engagiert zur Sache, aber nicht giftig. Die Eintracht hatte in der Vorwoche 1:3 in Rhynern verloren, Neuenkirchen war der Hammer SV unterlegen. Aber da bohrte in den Hinterköpfen der Rheinenser natürlich noch etwas anderes... Anfang Februar hatte der FCE im Kreispokal ja schon einmal gegen Neuenkirchen gespielt - und war ziemlich böse mit 0:6 untergegangen. Was die einen gerne wiederholen wollten, mussten die anderen verhindern: Beide Teams waren also wach und bei der Sache. Schön für die Gastgeber: Erstmals nach einer Verletzungpause war Philip Röhe wieder dabei.

Die Führung für Rheine kam allerdings dann doch eher aus der Kategorie "ok, lag jetzt nicht direkt in der Luft". Julias Hölscher drosch den Ball da zum 1:0 ins Netz, ein strammer Schuss, da passte alles. Die Führung für den FCE in der 19. Minute.

Es folgten genervte Angriffe der Gäste, die aber nur selten wirklich richtig gefährlich wurden. Die knappe Führung hielt auch zur Pause. Und wenn je ein "Pausentee" die Köpfe freigemacht hat, dann der des FCE. Kaum stand das Team auf dem Platz, flackerte auch schon das 2:0 auf der Anzeigetafel. Erneut Julias Hölscher war zur Stelle und markierte das 2:0.

Leichtes Spiel von nun an für die Gastgeber. Neuenkirchen musste machen, aber richtig  brenzlig wurde es eben nur selten für Rheine. Die Eintracht spielte das jetzt cool aus. Philip Fontein legte nach 59 Minuten das 3:0 nach und Timo Scherping beseitigte nach 64 Minuten jeden Restzweifel am Derbysieg.

Wiedergutmachung geglückt und für die kommenden Monate darf sich Eintracht Rheine als amtierender Derbysieger sehen.