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Fatmir Vata spricht über die letzten Monate
"Es war eine schwere Zeit": FC Gütersloh kann wieder an Fußball denken

(Foto: Jan Ahlers)
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Gütersloh – Es war eine schwere Zeit in Gütersloh. Im Frühjahr 2017 war lange unklar, wie lange es den FC Gütersloh noch geben wird. Der Klub stand vor einem Scherbenhaufen. Ein Insolvenzverfahren und die Auflösung des Vereins standen kurz bevor. Dann die Rettung durch Sponsoren. Trainer Fatmir Vata hat über die schwere Zeit und die sportliche Zukunft gesprochen.

Das Aufatmen muss auch über die Stadtgrenzen Güterlohs hinaus gehört haben: Ende Mai traten einige Sponsoren des FC Gütersloh als Retter auf. Als Retter vor der Insolvenz und - noch etwas wichtiger - als Retter vor der Vereinsauflösung. Der Klub stand vor einem Scherbenhaufen, die Zukunft war mehr als Ungewiss. Seitdem ist viel passiert. 

Trainer Fatmir Vata bereitet die Mannschaft auf die kommende Saison in der Oberliga Westfalen vor. Vor dem Auftakt hat er sich aber noch einmal die Zeit genommen, und mit fupa.net über die zurückliegende Zeit gesprochen. So sei es hart gewesen, die Fußballer des Klubs ohne Geld zu motivieren. "Ohne Geld ist es nicht einfach, die Spieler zu motivieren. Niemand wusste, ob er am Ende des Monats sein Gehalt bekommen würde oder nicht. Die Jungs müssen schließlich auch schauen, wo sie bleiben. Das hat uns Kraft und Nerven gekostet", so Vata.

Neuer Stadionname

Der ganze Verein werde nun daran arbeiten, so eine Situation nie wieder zuzulassen. Sportlich werde man alles tun, um erfolgreich zu sein. Oder wie Vata sagt: "Auf dem Platz versuchen wir dazu die bestmöglichen Erfolge für den Verein zu erzielen. Alles andere liegt nicht in unseren Händen."

Um wirtschaftlich besser aufgestellt zu sein, hat der Klub auch die Rechte am Stadionnamen vermarktet. Bei den Heimspielen befinden sich Spieler und Fans nun im "Energieversum Stadion im Heidewald". Daran muss der ein oder andere sich in Gütersloh erst noch gewöhnen. Doch Vata hat auch dazu eine Meinung: "Jeder Euro ist willkommen, das hilft dem Verein ungemein. Sowohl der Mut, den alten Namen herzugeben, als auch die Investition in den Verein verdienen allen Respekt. Auch deshalb steht der FC Gütersloh finanziell besser da als noch im vergangenen Jahr."

So soll es sportlich werden

Nach der Rettung des Vereins darf auch wieder an den Sport gedacht werden. Komplett fit sei sein Team noch nicht berichtet Vata, doch einige Tage blieben ja noch bis zum Start in die Spielzeit. Eine Spielzeit, in welcher der Klassenerhalt für Vata an erster Stelle steht. Der soll mit einer flexiblen Spielart gesichert werden. Vata dazu: "In unseren Testspielen haben wir viel ausprobiert. Mal haben wir defensiv agiert, mal total offensiv. Wir müssen variabel sein, um auf jeden Gegner eine Antwort zu haben."

Natürlich wolle man den eigenen Zuschauern guten und ansehnlichen Fußball bieten, doch immer sei das nicht möglich. Daher brauche man andere Werkzeuge, um zum Erfolg zu kommen. 

 


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