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Zukunft offen
Insolvenz! Der FC Gütersloh steht als Absteiger fest

(Foto: Schulte)
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Gütersloh – Der FC Gütersloh steht - wieder einmal - vor einem Scherbenhaufen. Nachdem der Klub den Insolvenzantrag eingereicht hat, steht nun auch der Abstieg des FCG fest.

Nun ist es besiegelt: Nachdem der FC Gütersloh den angekündigten Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bielefeld eingereicht hat, steht der Klub als Absteiger in die Westfalenliga fest. Es spielt nach den Regeln des Verbands keine Rolle, ob das Verfahren nur beantragt oder am Ende auch eröffnet oder gar abgelehnt wird. Allein der Antrag genügt für den Zwangs-Abstieg.

Wie es in übereinstimmenden Berichten der örtlichen Medien heißt, sei Dr. Rainer Eckert (Gütersloh) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Zugleich sei der Vorsitzende Andre Niermann zurückgetreten.

Dem FC Gütersloh fehlt eine beinahe grotesk niedrig anmutende Summe: Die Rede ist von bis zu 60.000 Euro. Angesichts fast unvorstellbarer Summen im Profi-Fußball eigentlich ein Betrag, den ein Bundesligist aus der Portokasse zahlen könnte. Für einen Amateurverein, insbesondere für den chronisch klammen FCG, dagegen praktisch nicht mehr stemmbar.

Bei FuPa Ostwestfalen wird Niermann zitiert: Nach Eröffnung des Verfahrens (sollte ausreichend Masse vorhanden sein) müsste ein Sanierungsweg gefunden werden. Die Mitglieder des Klubs seien dann gefragt, ein neuen Vorstand zu bilden.

Schon 2000 aufgelöst

Der FC Gütersloh hat leider eine unschöne Vergangenheit. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 1999 drückten den Klub millionenschwere Schulden. Der Verein musste Insolvenz anmelden und wurde schließlich aus dem Vereinsregister getilgt - und als "FC Gütersloh 2000" neu gegründet.

Den schlechten Ruf bei Sponsoren und Geldgebern "rettete" Gütersloh leider in den neuen Verein hinüber. Bis heute tun sich heimische Unternehmen schwer, als Partner beim FCG aktiv zu werden.

Zuletzt wehrte der Klub im Herbst 2014 ein drohendes Insolvenzverfahren ab - damals ging es um Nachforderungen aus Sozialversicherungsbeiträgen. Visionen einer "großen" Fusion der ersten Mannschaften aus Gütersloh, Wiedenbrück und Verl blieben eben das: eine Vision.

Ein Jahr später, im Herbst 2015, stand der FC Gütersloh erneut vor dem "Aus". Schon damals plagte eine hohe fünfstellige Finanzierungslücke den Verein. Jetzt gab es keinen Ausweg mehr.

Nach dem nun feststehenden Abstieg müsste der FCG 2017/2018 wieder in der Westfalenliga antreten, wo der Klub zwischen 2009 und 2012 zuletzt spielte.

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