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"Spitzenteam" Kaan-Maarienborn vor der Prüfung in Gütersloh

Burak Gencal (hinten) am Ball - mit Kaan will er in Gütersloh punkten. (Foto: Loos)

Gütersloh – Der 1. FC Kaan-Marienborn gastiert am Sonntag (15 Uhr) am 5. Spieltag als Tabellenzweiter der Oberliga Westfalen beim FC Gütersloh (9.). Hinter dieser schlichten Nachricht verbirgt sich eine weitere Rekordmarke in der Erfolgsgeschichte des erst seit zehn Jahren eigenständigen Clubs aus Siegen.

Der stand nämlich bisher nur einmal auf Rang zwei der fünfhöchsten Spielklasse in Deutschland, vor Jahresfrist, völlig überraschend als Oberliga-Neuling, nach einem 1:0-Sieg beim SC Roland am 7. Spieltag. Damals lag die Mannschaft von Trainer Thorsten Nehrbauer drei Punkte hinter Spitzenreiter SV Lippstadt. Diesmal ist Kaan sogar gleichauf mit dem aktuellen Tabellenführer FC Brünninghausen. Noch so eine Bestmarke des Vereins.

Eine Woche vor dem Gastspiel eben von Brünninghausen in der Herkules-Arena und zwei Wochen vor dem Heimspiel-Lokalderby gegen den Regionalliga-Absteiger Sportfreunde Siegen reist Kaan nun selbstbewusst ins „schöne, kleine Heidewaldstadion“ (Nehrbauer) des FC Gütersloh. Nach der 1:3-Niederlage zum Saisonauftakt beim FC Eintracht Rheine (13.) hat Kaan alle seine drei Spiele gewonnen, zuletzt mit 2:0 gegen Arminia Bielefeld 2. (8.). Doch Trainer Nehrbauer mahnt: „Das wird ein interessantes, aber schweres Spiel.“

Gütersloh habe nach seiner Insolvenz in der vergangenen Saison seine sportliche Qualität halten können, weiß Trainer Nehrbauer: „Die haben zwei, drei gute Spieler dazu bekommen.“ Stammkräfte wie Mittelfeldspieler Saban Kaptan (24) oder Innenverteidiger Lars Beuckmann (27) „müssen wir in den Griff kriegen“ (Nehrbauer).

Zwei Gegentore hat Gütersloh in seinen vier Saisonspielen hinnehmen müssen, wie in der vergangenen Woche beim 0:1 gegen Brünninghausen. „Die haben zweimal verloren“, sagt Nehrbauer, „aber sehr unglücklich.“ Die nur zwei Gegentore zeigen, so Nehrbauer, dass die Elf von Trainer Fatmir Vata „eine stabile Mannschaft“ sei. Anderseits haben die Ostwestfalen bislang aber auch nur drei Mal ins gegnerische Tor getroffen. Das ist für den Käner Trainer kein Grund, das Gastspiel in Gütersloh auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die sind stabil und robust“, erklärt Nehrbauer, „der Zweikampf wird das Elementare in dem Spiel.“

Kaan hat in den letzten Wochen Selbstvertrauen getankt. Nehrbauer: „Das bringen die Siege mit sich.“ Seine Mannschaft müsse jedoch „in jedem Spiel zu 100 Prozent an ihre Leistungsgrenze gehen, um zu gewinnen“. Und dies, wie der Kaan-Trainer betont: „Mit allen elf Mann auf dem Platz.“

Ob Nehrbauer in Gütersloh auf seine Stammformation zurück greifen kann, wird sich nach dem Abschlusstraining zeigen. „Wir haben zwei, drei Wehwehchen aus dem Training“, sagt der Übungsleiter. Neben den weiterhin verletzten Semih Yigit und Torben Schmidt. Nehrbauer hofft allerdings darauf, dass weiterhin für ihn „kein Grund zum Wechseln“ besteht.

In der vergangenen Saison hatte Kaan sein Gastspiel in Gütersloh mit 0:2 verloren. „Wir waren aber die bessere Mannschaft“, erinnert sich Nehrbauer. Die Niederlage in Ostwestfalen gehörte seinerzeit jedoch zu den vier Käner Niederlagen vor der Winterpause auswärts auf Naturrasen in Folge. Das Rückspiel gewannen die Siegener dann Ende April durch ein Tor von Andre Schilamow in der Nachspielzeit mit 1:0. Das war dann endgültig die Wende zum Guten für die Käner, die zwischenzeitig sogar in Abstiegsgefahr geraten waren.

 

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