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Stadt Hamm verärgert
Schocknachricht für Westfalia Rhynern: Keine Zulassung für Regionalliga

Die Evora-Arena soll fitgemacht werden für die Regionalliga. (Foto: Schulte)
Nur rund 250 Zuschauer passen auf die überdachte Tribüne. (Foto: Schulte)
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Rhynern – UPDATE Diese Nachricht wird Spieler und Verantwortliche von Westfalia Ryhnern schockieren: Der Westdeutsche Fußballverband verweigert dem Aufsteiger die Zulassung zur Regionalliga! Grund ist die Stadion-Situation. Die Stadt Hamm wehrt sich allerdings...

Update

Via Facebook reagiert Stadtkämmerer Markus Kreuz auf die Verbandentscheidung. Er sei richtiggehend "sauer" über die Entscheidung. Man sei über Wochen mit beiden Hammer Klubs und Polizei in Gesprächen gewesen. Kreuz stellte klar, dass bis zum Saisonstart alle Auflagen erfüllt worden wären. Rund 400.000 Euro wolle sich die Stadt die Arbeiten kosten lassen - dafür würde Flutlicht, ein neuer Gästebereich und eine Sicherheitszentrale eingerichtet.

Man werde nun Westfalia Rhynern und auch die Hammer SV in ihren Widersprüchen gegen die Nicht-Zulassung unterstützen.

Kreuz schreibt allerdings nichts darüber, ob die Stadt all diese Maßnahmen fristgerecht und wie  verlangt auch beim Verband angezeigt haben. Der Verband hatte erklärt, zum Stichtag 31. Mai habe es keine Zusagen gegeben.

Dazu auch: Achterbahnfahrt für RW Ahlen... Regionalliga oder nicht?

Ausgangsmeldung

Keine Frage: Diese Meldung sorgt am Donnerstag für Entsetzen bei Westfalia Rhynern. Der Westdeutsche Fußball-Verband (WDFV) hat dem Aufsteiger keine Zulassung zur Regionalliga West erteilt. Westfalia darf also nicht aufsteigen, teilt der Verband mit.

Grund für die Nicht-Zulassung ist das Stadion-Thema. Die heimische Anlage am Papenloh ist nur bedingt geeignet für höherklassigen Fußball - in keinem Fall aber für Risikospiele. Es gibt nur eine winzige Tribüne, keinerlei Fan- und Blocktrennung, keinerlei Komfort, keine Medienarbeitsplätze. Es war also klar, dass nur die städtische Evora-Arena des Nachbarn Hammer SV in Frage kommen würde als Spielort.

Theoretisch. Denn auch die Evora-Arena verfügt nicht über entsprechende Ausstattung für die Regionalliga. Das Ärgernis ist bei Stadt und Vereinen längst bekannt. Schon vor zwei Jahren wurden die Mängel klar kommuniziert und Lösungswege aufgezeigt. Geschehen ist: nichts.

In Hamm wurde in der Zwischenzeit über große Lösungen wie einen kompletten Stadionbau diskutiert, aber irgendwie ist das Thema dann wieder in der Versenkung verschwunden. Die Stadt hat sich um die benötigten Infrastruktur-Maßnahmen nicht bemüht.

Die skurril anmutende Folge: Auch der theoretische Nachrücker ist ausgerechnet der Lokalrivale Hammer SV - und die HSV schaut nun aus den gleichen Gründen in die Röhre.

Der Tabellenvierte, letzter möglicher Nachrücker, aus Marl-Hüls hatte dagegen gar nicht erst die Zulassung beantragt. Der Regionalliga fehlt nun ein Klub. Das wiederum könnte dann die Chance für RW Ahlen sein...

Wie kam es soweit?

Der Verband hatte bis zum Stichtag 31. Mai eine "Unbedenklichkeitserklärung" der Stadt Hamm und der Polizeibehörden verlangt. Es ging dabei um die Zusicherung, dass Risikospiele in der Evora-Arena ausgetragen werden könnten. Zum Stichtag legten Stadt und Polizei aber ein Papier vor, in dem genau das nicht garantiert werden konnte. Allgemein sei verwiesen worden auf "geplante Baumaßnahmen", die das ändern könnten. Aber genau diese Baumaßnahmen, so bemängelt nun der Verband, seien schon vor zwei Jahren angekündigt gewesen.

In Rhynern wusste man natürlich um die Fristen und die Auflagen. Im April noch hatten sich die Westfalia-Verantwortlichen geärgert über die Auflagen des Verbandes, die allerdings Teil des Regionalliga-Status sind. Das Thema konnte also nicht überraschen. Schon im April kreiste die Möglichkeit über dem Verein, dass der Aufstieg trotz sportlichen Erfolgs schwierig sein könnte. Der Verband hat das mit seiner drastischen Entscheidung nun bestätigt.

Gegenüber dem Westfälischen Anzeiger reagierte Trainer Holger Wortmann, ganz neu im Team, entsetzt: "Das ist eine Vollkatastrophe. Wir beginnen heute Abend am Papenloh mit dem Training. Da stehe ich vor einer Mannschaft, die ich jede Euphorie nehmen muss."

 


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