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Aufsteiger mit Vorfreude
Westfalia Rhynern: "Regionalliga? Da freuen wir uns alle drauf!"

Die Sportanlage Papenloh, idyllisch im Grünen gelegen. (Foto: Schulte)
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Hamm – Nicht die Hammer Spielvereinigung, sondern Westfalia Rhynern darf die Stadt Hamm demnächst in der Regionalliga West vertreten. Wir haben uns mit dem Aufsteiger über die Planung der kommenden Saison, die neuen Gegner und die Frage nach dem Stadion unterhalten...

Fußball in Hamm. Da denken viele vermutlich zunächst einmal an die Hammer Spielvereinigung. Doch die Spielvereinigung spielt in der nächsten Saison weiterhin in der Oberliga Westfalen. Anders als der Fußballklub aus dem Stadtteil Rhynern. Denn Westfalia Rhynern durfte vor wenigen Wochen den Aufstieg in die Regionalliga West bejubeln.

"Regionalliga in Rhynern. Das ist eine wahnsinnige Geschichte. Da freuen wir uns alle drauf", sagt Martin Schiffer im Gespräch mit westline. Der sportliche Leiter von Westfalia Rhynern bereitet derzeit die neue Saison in der neuen Spielklasse vor. Finanziell ist die vierte Spielklasse in Deutschland für viele Vereine ein Kraftakt. Ein Blick gar nicht so weit weg aus Westfalen reicht, um das zu wissen. Alemannia Aachen musste gerade erst zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in ein Insolvenzverfahren gehen.

Keinen Spagat wagen

Und auch die Klubs aus Essen oder Oberhausen hatten in den letzten Jahren so ihre Probleme mit dem lieben Geld. Das soll in Rhynern nicht so enden. "Finanziell ist das natürlich ein Kraftakt", sagt Schiffer. Doch er gibt auch an: "Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten handeln. Den Spielern wurde das offen gegenüber kommuniziert. Hier sind keine großen Sprünge möglich. Einen Spagat werden wir nicht versuchen."

Doch für die Westfalia ist die Regionalliga auch ein Segen. Viele potenzielle Sponsoren seien seit dem Aufstieg auf den Verein zugekommen. Sie wollen in der Regionalliga mit am Start sein. Und durch Spiele gegen Traditionsvereine erhoffen die Hammer sich auch ein gewisses Interesse an ihrem Verein. "Da gibt es viele Namen, die einfach richtig toll klingen. Rot-Weiss Essen, Oberhausen, Alemannia Aachen, Wattenscheid. Da möchte man schon gegen spielen", so Schiffer. Und wenn man kein absolutes Fallobst sei, dann könne es durch diese Gegner auch ein gesteigertes Zuschauerinteresse geben. Und daraufhin, klar, wieder verbesserte wirtschaftliche Bedingungen.

Sechs Spiele in der Evora Arena

Ein Problem wird das Stadion. Der Sportplatz Papenloh ist für Sicherheitsspiele nicht ausreichend. Dann muss Westfalia Rhynern in die Evora Arena der Hammer Spielvereinigung ausweichen. Auch diese ist noch nicht tauglich für die vierte Liga. Doch ein Bauantrag ist gestellt und die Arbeiten am Stadion sollen bald beginnen. Sechs Mal muss Rhynern insgesamt auf den fremden Platz in der eigenen Stadt ausweichen. "Wir würden natürlich lieber alle Spiele zuhause absolvieren. Aber da müssen wir einfach an die Sicherheit aller Beteiligten denken", sagt Schiffer auf das fremde Stadion angesprochen.

Die Kaderplanung hat die Westfalia weitgehend abgeschlossen, doch eine Hintertür möchte der Klub sich offen lassen. Schiffer dazu: "Grundsätzlich sind wir zu. Sollte es aber irgendwie noch einen Topspieler geben, der sich uns anschließen möchte oder der uns angeboten wird, dann werden wir sehen, ob wir noch was machen können." Der dann vorhandene Kader soll dann in gut einem Jahr über den Klassenerhalt in der Regionalliga jubeln. Womit sich die Frage nach den Saisonzielen ja dann erledigt hat...

 


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