Berichte aus der Regionalliga West

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0:0 beim gefühlten Spitzenreiter BVB
TuS Erndtebrück hakt "Scheiß-Woche" ab...

(Foto: Loos)

Dortmund – Der Regionalligist TuS Erndtebrück hat nach einer „Scheiß-Woche“, wie Mannschaftskapitän Tim Treude sie bezeichnet hat, mit drei Niederlagen und 1:11 Toren zurück in die Spur gefunden. Beim gefühlten Spitzenreiter Borussia Dortmund U23 (kann in seinen beiden noch ausstehenden Spielen die Tabellenführung übernehmen) erreichte die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg ein 0:0. Erndtebrück ist in der Rangliste aber weiterhin Drittletzter.

Gefeierter Mann des Tages im Schatten des Signal-Iduna-Parks war Samuel Aubele. Der TuS-Torwart, vor der Saison vom Drittligisten Hansa Rostock an den Pulverwald gekommen, parierte in der 55. Minute einen Handelfmeter vom Dortmunder Mannschaftskapitän Patrick Mainka. Aubele tauchte aus seiner Sicht tief in die linke untere Ecke ab und und bewahrte seine Mannschaft so vor einer Niederlage. Vor dem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Robin Delfs (Bottrop) hatte Aubele einen Schuss von Michael Eberwein abgewehrt. Den Abpraller flankten die Dortmunder wieder vors Tor; der Ball traf Linksverteidiger Johannes Ludmann auf seinen vor der Brust gekreuzten Armen.

Aubele und Ludmann bewahrten in der Schlussphase Erndtebrück beinahe im Alleingang vor einer weiteren Niederlage. Der Keeper, der nach einigen Spielen Pause wieder für Timo Bäcker (Grippe) zwischen die Pfosten rückte, entschärfte noch einige Schüsse der immer intensiver anstürmenden Gastgeber. Und Ludmann machte in der 85. Minute auf der Linie die größte BVB-Chance neben dem Handelfmeter zunichte. Ludmann landete im Netz; die Spieler auf der Erndtebrücker Bank sprangen jubelnd auf, als wenn sie gerade gewonnen hätten.

Trainer Schnorrenberg hatte seine Mannschaft erneut umgebaut. Neben Aubele (eben für Bäcker) ersetzte Gunnar Niemann in seinem ersten Liga-Spiel für Erndtebrück Marco Rente in der Innenverteidigung. „Er hatte sich die Chance verdient“, sagte der Fußballlehrer, „und er hat das ganz ordentlich gemacht.“ Zudem kehrte Jan-Patrick Kadiata auf die rechte Seite im offensiven Mittelfeld zurück.

Der Plan ging auf. Aubele war bei den wenigen Versuchen der Dortmunder vor der Pause zur Stelle; sein wahres Können wurde dabei aber nicht wirklich geprüft. Dagegen kam Erndtebrück bei Dauerregen auf tiefem Rasen zu Chancen durch Hedon Selishta (an den Außenpfosten), Mehmedalija Covic (Kopfball auf der Linie geklärt) und eben Kadiata (Schuss knapp neben das Tor).

Die zweite Halbzeit eröffnete Selishta mit einer weiteren Chance.

Verfolgt von zwei Borussen lief er aufs Dortmunder Tor zu, setzte den Ball jedoch aus 20 Metern knapp neben den rechten Pfosten. Im weiteren Verlauf des zweiten Spielabschnitts schwanden bei den Erndtebrückern die Kräfte, Dortmund kam mehr und mehr auf, bedrängte das Erndtebrücker Tor.

Die Offensiv-Bemühungen des BVB aber boten den Wittgensteinern Raum für Konter. Die besseren Möglichkeiten auf den Sieg hatten aber die Schwarzgelben von Trainer Jan Siewert. Bei den größten Chancen waren dann zum Glück für den TuS Aubele und Ludmann auf dem Posten.

Bereits am Dienstag (14 Uhr/Tag der deutschen Einheit) geht es für den TuS Erndtebrück weiter, dann mit dem Nachholspiel gegen Borussia Mönchengladbach U23 (8.). Die Partie vom 3. Spieltag war wegen des Erndtebrücker Auftritts im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt (0:3) verlegt worden.

 

Borussia Dortmund Ii


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