Berichte aus der Regionalliga West

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34. Spieltag
Die letzten Entscheidungen in der Regionalliga West

Reicht es am Ende für RW Ahlen doch noch? (Foto: Jan Ahlers)

Die Regionalliga West steht vor ihrem letzten Spieltag. Alle Partien am Samstag um 14 Uhr. Welche Entscheidungen noch anstehen, welche Themen es gibt...

Das kleine Derby

Am letzten Spiel gibt's für Königsblau und Schwarz-Gelb noch ein Schmankerl. Das "kleine" Revierderby zwischen Schalke II und BVB II steht an. Bitter für Schalke: Die U23 ist am vergangenen Wochenende vorzeitig abgestiegen. Nach einer 2:3-Niederlage in Aachen und weil der SC Verl einen Punkt holte, ist daran kaum noch etwas zu rütteln. Eine Resthoffnung gibt es: Gewinnt Schalke, aber Ahlen zeitgleich nicht in Wattenscheid, wäre der Sprung auf den vielleicht noch rettenden 15. Platz drin.

Der BVB II dagegen will und kann Platz 2 in der Tabelle verteidigen, wenn er das Derby gewinnt oder mindestens so punktet wie Gladbach II und Oberhausen.

Skurril: Nur drei Saisonniederlagen hat der BVB II in der gesamten Saison eingefahren - Meister Köln kommt auf sieben Niederlagen! Es waren die endlosen Unentschieden, die den BVB am Ende haben scheitern lassen. 15 Punkteteilungen sind Liga-Spitzenwert. Aber eben auch zu viel für ein Spitzenteam.

Alemannia mit oder ohne Neun..?

Alemannia Aachen liegt vor dem letzten Spieltag mit 56 Punkten auf Rang 5. Offiziell. Denn weil der Klub in ein Insolvenzverfahren gesteuert ist, folgt ein Neun-Punkte-Abzug. Der ist noch nicht rechtskräftig, wird aber ziemlich sicher bestätigt. Dann würde Alemannia mit 47 Punkte ins obere Mittelfeld abrutschen. Spielt aber am Ende auch eher eine optische Rolle.

Auf Wiedersehen, Ali!

Beim SC Wiedenbrück macht Trainer Alfons "Ali" Beckstedde seinen letztes Spiel. Zum Saisonende hört der ehemalige Zweitliga-Profi von Preußen Münster auf, sein Nachfolger wird Björn Mehnert (aktuell noch Rhynern). Ironie am Rande: Mit Westfalia Rhynern könnte Björn Mehnert in der Oberliga Westfalen selbst noch den Sprung in die Regionalliga schaffen...

Und alles Gute, Siegen!

Die Sportfreunde Siegen stehen seit längerer Zeit als Absteiger fest. So oder so wäre der Klub aber freiwillig in die fünfte Liga zurückgegangen. Profifußball in Siegen scheint derzeit nicht finanzierbar zu sein. Die Rahmenbedingungen des einstigen Zweitligisten sind nicht gut, der Klub hat vor einigen Wochen die Reißleine gezogen und will sich nun als reiner Amateurklub mit Nachwuchskickern neu aufstellen. Träume von einer Rückkehr in den bezahlten Fußball sind vorerst verboten. Dabei liegen die Jubelfeiern nach dem Aufstieg im Sommer 2016 gar nicht lang zurück...

Und ein Wort zum vierten Absteiger: Auch Aufsteiger TSG Sprockhövel muss wieder runter. Nur fünf Siege in 33 Spielen waren am Ende deutlich zu wenig, um die Liga zu erhalten.

Ahlen zwischen Hoffen und Bangen

Offiziell, also rein rechnerisch, ist RW Ahlen ebenfalls abgestiegen. Die Aufholjagd unter Erhan Albayrak hatte RWA zwischenzeitlich ganz nah rangebracht an die Nicht-Abstiegsränge. Aber es reichte nicht ganz. Ahlens Hoffnung: Wenn Meister Viktoria Köln aufsteigt und Paderborn die 3. Liga hält, könnte Platz 15 zum Klassenerhalt reichen. Dafür muss aber in Wattenscheid ein Sieg her - oder aber Schalke II darf nicht punkten. Für einen Klassenerhalt der Rot-Weißen müssen also mehrere Bedingungen erfüllt sein...

Der Meister sagt Tschüss?

Viktoria Köln ist längst Meister und der Fokus liegt bereits auf dem Relegations-Duell mit Carl Zeiss Jena. Erstmals könnte Viktoria in die 3. Liga aufsteigen - erstmals seit 1981 wieder Profi-Fußball in Höhenberg. Klar: Das Spiel beim Bonner SC hat da nur noch ästhetischen Wert. Noch ein guter Auftritt in der Regionalliga und dann Auf Wiedesehen - so stellen sich die Viktorianer das sicher vor.

 

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