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RW Oberhausen schickt Erndtebrück auf einen Abstiegsplatz

(Foto: Loos)
(Foto: Loos)

Oberhausen – Der TuS Erndtebrück hat am 8. Spieltag seine zweite Saison-Niederlage kassiert. Der Aufsteiger vom Pulverwald verlor bei RW Oberhausen (7.) mit 0:3 (0:1) und fiel auf den 15. Platz zurück. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg steht nun erstmals in dieser Saison auf einem der vier Abstiegsplätze...

Dabei war die Niederlage im traditionsreichen Stadion Niederrhein unnötig. Zumindest nach dem Verlauf der ersten Halbzeit. Erndtebrück konnte vor über 1600 Zuschauern, darunter nur wenige Beobachter aus dem Wittgensteiner Land, mitspielen und Akzente setzen. Vor allem ging Schnorrenbergs Hoffnung auf, dass sein Team durch die Rückkehr von Jan-Patrick Kadiata punkten könne. In der Tat: Der 28-Jährige setzte sich immer wieder durch seine Schnelligkeit in Szene. Wie etwa in der 25. Minute, als Kadiata nach einem Solo quer durchs Mittelfeld Johannes Ludmann auf die Reise schickte. Der Linksverteidiger konnte aber Oberhausens Keeper Robin Udegbe nicht überwinden. Zuvor hatte Xhuljo Tabaki bereits Udegbe aus 20 Metern geprüft.

Die ersten Chance der Partie hatten allerdings die Gastgeber zuvor verbucht. In der 5. Minute spielte der 2,01-m-Riese Jannik Löhden diagonal auf Patrick Schikowski, dessen Hereingabe Rafael Garcia links neben das Erndtebrücker Tor platzierte. Kurz darauf war TuS-Keeper Timo Bäcker so sicher zur Stelle, wie er das schon vor Wochenfrist, beim 2:0-Sieg gegen Alemannia Aachen, gezeigt hat.

Die ersten Chance der Partie hatten allerdings die Gastgeber zuvor verbucht. In der 5. Minute spielte der 2,01-m-Riese Jannik Löhden diagonal auf Patrick Schikowski, dessen Hereingabe Rafael Garcia links neben das Erndtebrücker Tor platzierte. Kurz darauf war TuS-Keeper Timo Bäcker so sicher zur Stelle, wie er das schon vor Wochenfrist, beim 2:0-Sieg gegen Alemannia Aachen, gezeigt hat.

Das Manko im Erndtebrücker Spiel an diesem Tag zog sich wie ein roter Faden durch die Partie. „Wir haben nicht zu Ende gespielt“, sagte Trainer Schnorrenberg nach dem Spiel, „unsere Abschlusspositionen waren nicht besetzt.“ So verliefen die meisten Angriffe des TuS rund um den RWO-Strafraum im Nichts. Yuki Nishiya konnte sich vor dem gegnerischen Tor nicht in Szene setzen, wartet seit seinen beiden Treffern zum 2:2 am ersten Spieltag gegen die SG Wattenscheid 09 auf einen weiteren Treffer.

Und Stefan Valentini, vor Wochenfrist Torschütze zum 2:0 gegen Aachen, fühlte sich allein gelassen auf weiter Flur: „Ich musste alleine spielen.“

In der 43. Minute rächte sich das. Bäcker spielte den Ball ungenau und mit Risiko aus seinem Straufraum heraus. Das Spielgerät kam postwendend zurück in den 16-m-Raum. Nach einem Hackentrick stand Schikowski frei im linken Strafraumeck und zirkelte den Ball in den hinteren oberen Winkel. „Das war eher eine halbe Flanke als ein Torschuss“, schmunzelte RWO-Trainer Mike Terranova.

Wer nun gedacht hatte, Erndtebrück würde sich nach der Pause aufbäumen, alles in die Waagschale werfen, um eine Niederlage abzuwenden, sah sich enttäuscht. Auch Übungsleiter Schnorrenberg stimmte ein: „Oberhausen war zielstrebiger als wir. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es einen verdiente Niederlage.“ Sein Team schien mit dem Gegentor die Sicherheit verloren zu haben. Zu viele Ballverluste schlichen sich in den Auftritt der Wittgensteiner ein. Ein Ballverlust von Verteidiger Johannes Ludmann im Mittelfeld leitete schließlich in der 70. Minute einen Konter über Schikowski ein, den Oberhausens Mannschaftskapitän Patrick Bauder zum 2:0 abschloss.

Die Vorentscheidung war gefallen. Zumal von Erndtebrück auch nach dem Comeback von Hedon Selishta nicht mehr Gefahr ausging als zuvor im zweiten Abschnitt. So konnte Garcia in der 90. Minute nahezu unbedrängt auf 3:0 erhöhen. Bitter für Oberhausen: Kapitän Bauder blieb bei der Vorlage im Rasen hängen, verletzte sich am Knie und musste vom Platz gebracht werden.

Die Wittgensteiner müssen sich nun schnell erholen, körperlich wie mental, von der unnötigen Niederlage in Oberhausen. Schließlich steht bereits morgen (19.30 Uhr) die nächste Aufgabe an, das Gastspiel beim SC Wiedenbrück (9.), bevor Erndtebrück seine doppelte Englische Woche dann am Samstag (14 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf U-23 (6.) abschließt.

TuS-Trainer Schnorrenberg gab daher gleich nach dem Abpfiff in Oberhausen vor: „Wir müssen uns schütteln, regenerieren und eventuell rotieren für Wiedenbrück.“

 

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