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Heimspiel in Siegen
TuS Erndtebrück schafft den Coup - Aachen verliert 0:2

(Foto: Loos)

Siegen – Schluss mit den elenden Unentschieden! Regionalliga-Rückkehrer TuS Erndtebrück hat sich am Wochenende endlich den ersten Sieg gekrallt. Und das auch noch gegen Alemannia Aachen.

Im sechsten Anlauf hat es geklappt für den TuS Erndtebrück mit dem ersten Saisonsieg nach dem direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Regionalliga West. Endlich, werden nicht wenige der 470 Zuschauer im Siegener Leimbachstadion gedacht haben, auch wenn TuS-Trainer Florian Schnorrenberg im Vorfeld der Partie davon gesprochen hat, angesichts des traditionsreichen Namens von Alemannia Aachen (13.)mit einem erneuten Unentschieden zufrieden zu sein. Am Ende sprang nicht lediglich das fünfte Remis für beide Mannschaften heraus; Erndtebrück setzte sich sogar mit 2:0 (1:0) durch und verbesserte sich in der Tabelle um zwei Plätze auf den 12. Rang.

Gleich zwei Last-Minute-Tore ebneten Erndtebrück den Weg zum ersten Saisonsieg. Zum Finale der ersten Halbzeit erzielte der gerade erst 19 Jahre alt gewordene Neuzugang Cedric Heller bei seinem ersten Liga-Einsatz für den TuS die Führung für die Gastgeber. Danach ging es für beide Mannschaften sofort zur Halbzeitpause in die Kabine. Und in der Nachspielzeit des zweiten Abschnitts war dann Stefan Valentini mit dem Treffer zum umjubelten 2:0-Erfolg zur Stelle.

Nach dem Spiel räumte Florian Schnorrenberg ein, dass sein Team in der ersten Halbzeit „große Probleme“ hatte, den Spielaufbau der Aachener zu unterbrechen. Der Erndtebrücker Trainer reagierte in der 37. Minute, nahm Niklas Zeller aus dem Mittelfeld, schickte für ihn Valentini aufs Feld und beorderte ihn in den Angriff. Ein Glücksgriff, wie sich in der 90. Minute herausstellen sollte. Mit dem Wechsel rückte zugleich Mannschaftskapitän Tim Treude, der erstmals nach seiner wochenlangen Verletzungspause von Beginn an spielte, wieder in die defensive Rolle, verlieh mit seiner Umsicht dem Team so mehr und mehr Stabilität.

Auf der anderen Trainerbank hatte der Aachener Übungsleiter Fuat Kilic in der ersten Halbzeit „70 bis 80 Prozent Ballbesitz“ seiner Mannschaft ausgemacht und zudem „viele Torchancen“. Er bemängelte nach dem Abpfiff: „Dann muss man aber auch eine Chance mal reindrücken.“ Das 0:1, unmittelbar nach einer eigenen Gelegenheit auf der anderen Seite, „darf so nicht passieren“. In der zweiten Hälfte habe der Alemannia „die Geduld gefehlt“. Und: „Wir hatten zu viele Ballverluste in der  Vorwärtsbegwegung“.

Mit dem Sieg gegen Aachen läutete Erndtebrück zwei „Englische Wochen“ mit drei Auswärtsspielen in Folge ein: Am Mittwoch (19 Uhr) gastiert das TuS-Team in der zweiten Runde des Westfalenpokals beim Landesliga-Neuling FC Frohlinde in Castrop-Rauxel, dann in der Liga am Samstag (14 Uhr) bei RW Oberhausen (9.) und am 19. September (Dienstag, 19.30 Uhr) beim SC Wiedenbrück (6.), bevor Erndtebrück am 23. September (Samstag, 14 Uhr) Fortuna Düsseldorf U-23  (5.) daheim am Pulverwald empfängt.

 

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