Berichte aus der Regionalliga West

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Veränderungen
Rot Weiss Ahlen sortiert aus und will Torhüter Kirschstein

Sascha Kirschstein, bis 2015 in Aue unter Vertrag, ist seit Sommer vereinslos - und steht auf der Wunschliste von RW Ahlen. (Foto: dpa)
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Ahlen – Als einer der ersten Regionalligisten hat Rot Weiss Ahlen schon am 3. Januar das Training für die Rückrunde aufgenommen. „Wir wollen eben ein Stück schneller sein als die Konkurrenz im Abstiegskampf“ kommentiert Trainer Erhan Albayrak. Für die anstehende Aufholjagd will sich RWA zudem noch mit mehreren Spielern verstärken.

Denn noch vor dem Jahreswechsel analysierte der 39-jährige Coach nach den ersten sechs Spielen an der Seitenlinie seinen Kader und sortierte gnadenlos aus. „Ich habe angekündigt, dass wir auf alle genau schauen werden – und von einigen mussten wir uns in der Folge trennen“, begründete Albayrak. Bisher traf es Isaac Akyere, Aldin Kljajic, Emre Karaca und Aldin Ufuk Özbek, dessen Arbeitspapier vor einigen Tagen bereits aufgelöst wurde.

Damit verkleinert sich der Spielerkader auf unter 20. „Ich sehe darin auch viel Positives, mit einer kleinen Gruppe zu trainieren“, stellt Albayrak klar. Nichtsdestotrotz sollen bald Verstärkungen an der Werse auftauchen. Speziell in der Innenverteidigung ist die Anzahl an dafür bestimmten Akteuren zu gering. „Jan Klauke fehlt beispielsweise zum Rückrundenauftakt, und schon wird es bei uns eng“, klagt Albayrak, dem nur die Option bleibt, einen Sechser nach hinten zu verschieben. Dementsprechend fehlt dann wieder jemand im Mittelfeld.

Insgesamt zwei neue Defensivspieler sollen daher nach Möglichkeit verpflichtet werden, kurzfristig wird aber wohl keine Verpflichtung präsentiert werden.

Der erste externe Neue heißt Tolga Tüter

Zwei andere Spieler haben derweil das Training mit Rot Weiss Ahlen bereits aufgenommen. Stürmer Laurenz Wassinger hat seinen Kreuzbandriss aus dem Frühjahr 2016 endgültig auskuriert und will neu angreifen. Die erste externe Verpflichtung schnappte sich Albayrak von seinem Ex-Klub Türkiye Wilhemsburg, von dem der 21-jährige Tolga Tüter nach Westfalen gelotst wurde. „Er schießt unglaublich viele Tore und ist in der Oberliga unterfordert“, kommentiert der RWA-Trainer und hofft: „Tolga soll hier den nächsten Schritt in Richtung Profibereich gehen.“ Eine Ausstiegsklausel ermöglichte wie auch bei Albayrak selbst den Wechsel von der fünften in die vierthöchste Liga.

Offen ist noch die Verpflichtung eines erfahrenen Torhüters wie etwa Sascha Kirschstein, der als Gerücht schon längere Zeit rund um die Rot-Weißen gehandelt wird. „Das ist ein positiv bekloppter Typ, den wohl jeder Verein in der Regionalliga gebrauchen kann“, hofft Albayrak auf die Verpflichtung, die wohl zu einer Trennung vom bisherigen zweiten Torhüter Jonathan Mellwig führen würde. Wäre Kirschstein bezahlbar? „Er ist 36 Jahre alt. Hätte er bereits ein Angebot vorliegen gehabt, dann wäre er sicherlich nicht mehr zu haben“, bleibt Albayrak pragmatisch.

„Endlich eine reine Weste“

Insgesamt zieht der Übungsleiter aus seinen ersten Wochen ein gemischtes Fazit. „Wir haben alle sechs Ligaspiele auf Augenhöhe bestritten. Das hätten 18 Punkten, aber auch null sein können“, so Albayrak. Auch das Aus im Westfalenpokal ist längst abgehakt – es bringe schlichtweg nichts, dieses Thema nun noch einmal aufzuwärmen. Mit mehr Mut begegnet Rot Weiss Ahlen dagegen der eigenen Zukunft, nachdem das langwierige Insolvenzverfahren kürzlich beendet wurde, wie Albayrak erleichtert feststellte: „Endlich hat der Verein wieder eine völlig reine Weste. Ich hoffe auf einen positiven Effekt auf die lokalen Sponsoren.“

 


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