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Vereinsführung
Rücktrittswelle: Wattenscheid 09 in einer bedrohlichen Lage

(Foto: Schulte)
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Den Start in die neuen Regionalligasaison hat sich die SG Wattenscheid 09 sicher anders vorgestellt. Auf das 2:2 gegen Aufsteiger Erndtebrück folgte eine unglückliche und späte 0:1-Niederlage gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf. Doch das sind derzeit noch die geringsten Sorgen an der Lohrheide.

Denn am Montag wurde bekannt, dass Reinhard Mokanski, der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, sowie Ewald Fischer, ebenfalls Mitglied dieses Gremiums, ihre Ämter bei der Mitgliederversammlung Ende September niederlegen werden. Damit verlassen zugleich zwei wichtige Gönner und zahlungsbereite Unternehmer das (sinkende) Schiff. Ihre vertraglichen Verpflichtungen für die laufende Saison wollen sie allerdings aufrechthalten.

Nicht der erste Rückzug in diesem Jahr

Das ist auch zwingend und dringend notwendig, denn die chronisch klamme SG Wattenscheid befindet sich zurzeit in einer äußerst schwierigen Phase. Bereits Anfang des Jahres musste Vorstandsmitglied Hartmut Fahnenstich – neben Trainer Farat Toku verantwortlich für den sportlichen Bereich – das Feld räumen. Im Sommer folgten dann die Rücktrittsankündigungen von Gabi Vit (Vorstand) und Franco Vit (Aufsichtsrat). Die Vereinsführung ist damit ordentlich zusammengeschrumpft.

Dass es in den kommenden Wochen nicht leicht werden dürfte, die Gremien neu zu besetzen, versteht sich von selbst. Seit Jahren kämpft der frühere Bundesligist vergeblich darum, all diejenigen, die es mit der SG 09 halten, dazu zu bringen, an einem Strang und in dieselbe Richtung zu ziehen. Diese Tatsache führt Mokanski auch als Grund für seinen Rückzug an.

Regionalligabetrieb muss finanziert werden

Sollte es nicht gelingen, in den nächsten Monaten neue Mitstreiter und Partner an Bord zu holen, dann kann man die Lage des Klubs ohne Bedenken als existenzbedrohend bezeichnen. Denn bereits in der Vergangenheit ist es trotz der Hilfe verschiedener Aufsichtsräte immer wieder zu Engpässen bei der Zahlung der Spielergehälter gekommen. Schon vor Wochen machte Sprecher Christian Mose darauf aufmerksam, dass es dem Verein in absehbarer Zeit gelingen müsse, die Finanzierung des Regionalligabetriebs auf mehrere und neue Schultern zu verteilen.

Denn inwieweit die Fans noch Lust darauf haben, die ständige Unruhe hinter den Kulissen aus nächster Nähe zu verfolgen und damit mitzufinanzieren, ist fraglich. Zum ersten Heimspiel der Saison kamen am Sonntag gerade einmal 680 Fans in die Lohrheide.

 


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