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Aus der Regionalliga West
SC Verl verspielt DFB-Pokal – Mittelstürmer gesucht

(Foto: Jan Ahlers)
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SC Verl – Nein, so hatte sich das der SC Verl ganz bestimmt nicht vorgestellt. Mit 0:4 unterlag die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti dem SV Rödinghausen im so wichtigen letzten Saisonspiel – ein Sieg hätte das Tor zum etwa 200.000 Euro schweren DFB-Pokal-Einzug weit aufgestoßen. Nun können sich die Ostwestfalen an die Planung der nächsten Saison machen.

Ein spannendes und „offensiv ausgerichtetes“ Spiel hatte Capretti am Vortag des 34. Saisonspiels noch erwartet. Die Vorfreude war ihm anzumerken, sein Team hatte seit Mitte Februar kein Spiel mehr verloren. Dann aber erwischte es den SC Verl mit Pauken und Trompeten; schon vor der Pause war die Siegeschance angesichts eines 0:3-Rückstands futsch. Der Nachmittag endete in einer 0:4-Klatsche, Julian Stöckner sah zudem die Rote Karte. Was für ein gebrauchter Tag.

Bitter wurde es spätestens, als Verl vom Ergebnis der direkten Konkurrenz erfuhr. Denn alles trug sich zu, wie es erwarten worden war: Der SC Wiedenbrück hatte gegen den KFC Uerdingen, der seinerseits die Meisterschaft festzurrte, nicht den Hauch einer Chance, verlor sein Heimspiel 0:5. Rödinghausen zog mit dem Sieg an beiden vorbei und darf nun gegen den Oberliga-Meister, aktuell der SV Lippstadt 08, um ein Ticket für den nationalen Pokalwettbewerb spielen.

Offensive als Manko

Guerino Capretti blieb nur Frust. Man könne verlieren, aber nicht so – das war der eindeutige Tenor. „Wir haben versagt!“, wird er bei der Neuen Westfälischen zitiert. Viel zu schnell hätten sich seine Spieler aufgegeben und damit die Möglichkeit auf ein echtes Highlight im August leichtfertig vergeben. Ärgerlich war das auch für Stürmer Gianluca Marzullo, der gewissermaßen sein eigenes Endspiel absolvierte und nicht auffiel. Er steht auf der Kippe, das ist kein Geheimnis.

In den Planungen von Sportchef Raimund Bertels als auch Coach Capretti hat die Suche nach einem Stürmer, der regelmäßig trifft, absolute Priorität. „Uns fehlt einfach jemand, der richtig kaltschnäuzig ist“, sagt der Übungsleiter und verweist auf die Bilanz von „nur“ 47 erzielten Treffern. „Das ist bislang unser Manko gewesen.“

SC Verl sucht vorrangig in der Oberliga Westfalen

Ansonsten aber ist der SC Verl schon recht weit mit seinen Planungen. Fünf neue Akteure hat er bereits verpflichtet, zuletzt schlug er zweimal beim SC Paderborn II (Ron Schallenberg, Janik Steringer) sowie einmal bei Arminia Bielefeld II (Niklas Sewing) zu. „Die Oberliga Westfalen ist das Gebiet, in dem wir die vielversprechendsten Akteure suchen müssen“, verrät Capretti. „Gerade die Nachwuchsakademien in unserer Nähe bilden Spieler auf hohem Niveau aus.“

Königstransfer ist bislang aber ein Rechtsverteidiger aus der Regionalliga Südwest: Sergej Schmik, 28 Jahre alt, kommt von Hessen Kassel an die Poststraße. Er absolvierte 34 Spiele über die volle Distanz, erzielte zwei Tore und vier Vorlagen. Er war eigentlich schon als Ersatz für den wechselwilligen Patrick Choroba geholt worden. Dieser kann sich einen Verbleib nun doch vorstellen. Die Option Sportfreunde Lotte hat sich seit dem feststehenden Aus von Chorobas Ziehvater Andreas Golombek jedenfalls zerschlagen.

 


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