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Regionalliga West
Rückkehrer TuS Erndtebrück kommt in Wiedenbrück unter die Räder...

(Foto: Loos)

Wiedenbrück – Es ist nicht leicht für Regionalliga-Rückkehrer TuS Erndtebrück. Unter der Woche, am Dienstagabend, kassierte der Aufsteiger eine heftige 0:5-Klatsche in Wiedenbrück. Carsten Loos war dabei - hier sind seine Eindrücke.

Immerhin hatte das Wetter mitgespielt. Der Himmel über dem Stadion in Wiedenbrück war sternenklar. Wäre er frühherbstlich wolkenverhangen gewesen und hätte es am Ende auch hoch geregnet, wäre der Abend im Ostwestfälischen für die Regionalliga-Fußballer des TuS Erndtebrück im Wortsinn getrübt gewesen. Doch auch schon so stand es um die Stimmung im Lager der Wittgensteiner nicht zum Besten, als sie sich nach einer 0:5 (0:0)-Niederlage beim Tabellenfünften SC Wiedenbrück aufmachten zur ihrer nächtlichen Busreise quer durchs Sauerland zurück an den Pulverwald.

Zwei Niederlagen binnen vier Tagen (vor dem 0:5 in Wiedenbrück das 0:3 bei RW Oberhausen), kein Tor geschossen, acht Gegentore bekommen: Das waren bittere Tage für die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg, ausgerechnet nach dem ersten Saisonsieg des Aufsteiger nur eine Woche zuvor (2:0 gegen Alemannia Aachen). Sein Team steht so erstmals in dieser Spielzeit auf einem Abstiegsplatz, ist sogar auf den den drittletzten Rang zurück gefallen.

Wie schon in Oberhausen konnte Erndtebrück auch in Wiedenbrück nicht an den erfolgreichen Auftritt gegen Aachen anknüpfen. Und wie in Oberhausen spielte Erndtebrück eine Halbzeit lang gut mit. War es in Oberhausen die 43. Minute, in der Erndtebrück vom Kurs abkam, war es nun in Wiedenbrück kurz nach der Pause in der 50. Minute: Ausgerechnet Mannschaftskapitän Tim Treude beförderte den Ball ins eigene Netz. Dabei hatte kurz zuvor noch Xhuljo Tabaku auf der anderen Seite die große Chance zur Führung des TuS.

 

Und es kam schnell noch dicker für Erndtebrück: In der 57. Minute spielte der sonst so souveräne, baumlange Innenverteidiger Mehmedalija Covic einen verunglückten Querpass auf Aygün Yildirim, der sich zum 2:0 nicht lange bitten ließ. Neun Minuten später „bediente“ Marco Rente, diesmal für den auf die linke Seite gewechselten Dominik Jordan auf der Position des Rechtsverteidigers, Marvin Büyüksakarya - 3:0. Die Tore seien „unglücklich“ und „blöd“ gewesen, sagte Schnorrenberg hernach:

„Solche Tore dürfen nicht fallen.“

Die Entscheidung war jedoch endgültig gefallen, da waren das 0:4 durch Antonyos Celik und das 0:5 durch Viktor Maier nur noch Ergebniskosmetik. Die Niederlage sei bitter, erklärte Schnorrenberg und ergänzte: „Die Höhe tut weh.“ Es gelte nun, ruhig weiterzuarbeiten, betonte der Fußballlehrer und: „Wir brauchen eine Mannschaft, die wieder mutig auftritt.“ Und das schon am Samstag (14 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf U-23 (8.). Die Rheinländer verloren ebenfalls ihr Wochentags-Spiel, am Mittwoch mit 0:3 gegen Oberhausen.

Zwei Positionen will Schnorrenberg voraussichtlich verändern, nicht wieder vier wie nach dem Oberhausen-Spiel. Das habe er wegen der Erholung in der doppelten Englischen Woche für sein Team gemacht.

Jan-Patrick Kadiata (Oberschenkel) wird wohl kaum spielen können. Ein hängende Spitze und Niklas Zeller auf der Zehner-Position sind in der Diskussion. Überdies könnte Johannes Ludmann wieder ins Team zurück kehren, dann vielleicht aber auf der rechten Seite der Hintermannschaft.

Schnorrenberg lobt sein Team stets für dessen Mentalität der ausgeprägten Selbstkritik. Und so nahm Nino Saka, nach einem Formtief in Wiedenbrück zumindest wieder eingewechselt, noch auf dem Platz in Wiedenbrück seine Mitspieler in die Pflicht: „Wir müssen gegen Düsseldorf eine andere Leistung zeigen.“

 

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