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Gedankenspiele
So plant der DFB die Reform der Regionalliga und der 3. Liga...

(Foto: Ahlers)

Frankfurt – Die Diskussion um eine (erneute) Reform der Regionalliga geht in die nächste Runde. Jetzt hat der sächsische Verbandspräsident Hermann Winkler über verschiedene Modelle gesprochen. Fast alle bescheren sie stattdessen der 3. Liga Probleme...

Seit 2012 spielt die Regionalliga in fünf Staffeln - eine Reform, die schon vor der Durchsetzung für viel Diskussion und Ärger sorgte. Zentraler Kritikpunkt sind die nur drei Aufstiegsplätze für die fünf Staffeln. Und natürlich die Aufstiegsspiele, in denen Top-Klubs in nur zwei Partien die Leistung einer ganzen Saison bestätigen oder wertlos machen.

Jüngst hatte das Magazin "11Freunde" eine eigene Reform der Regionalliga ins Gespräch gebracht. Was der DFB allerdings über den sächsischen Verbandspräsidenten Hermann Winkler plant, hat damit wenig zu tun. An der grundsätzlichen Struktur der fünf Staffeln will Winkler nicht rütteln. Stattdessen müsste die 3. Liga die Last einer erneuten Reform tragen.

Wie der MDR am Mittwoch berichtet, will der DFB im Eiltempo eine Reform durchsetzen, die vielleicht sogar zur Saison 2018/2019 schon greifen kann. Ein Modell sieht vor, die 3. Liga auf 22 Mannschaften aufzustocken und damit vier zusätzliche Spieltage durchzuführen. Die Drittligisten müssten dann in jedem Jahr 42 Ligaspiele absolvieren. Und mehr noch: Das Budget (beispielsweise TV-Gelder) würde dann auf zwei Teams mehr verteilt.

In der neuen 22-er-Liga würden dann fünf Absteiger ermittelt und damit Platz geschaffen für alle Regionalliga-Meister.

Die zweite Variante sieht ein "rotierendes" System vor. Demnach würde für jeweils fünf Jahre im Voraus definiert, welche drei Meister direkt aufsteigen. Die übrigen beiden Meister würden einen vierten Aufstiegsplatz ausspielen. Die 3. Liga bekäme dann vier Ab- und Aufsteiger, bliebe aber bei 20 Teams.

Diese Variante würde die "Ungerechtigkeit" für die Meister lediglich auf zwei Meister reduzieren - und den schwer verkäuflichen Modus schaffen, dass in einem Jahr der Meister einer Klasse direkt aufsteigt, im folgenden Jahr dann wieder nicht...

Die "11Freunde" hatten dagegen eine Reduzierung der Regionalligen von fünf auf drei ins Spiel gebracht. Die Regionalligen würden dann noch stärker eine "Zwischenliga" zwischen Profi-Fußball in der 3. Liga und dem reinen Amateurfußball in der Oberliga werden. Hintergedanke: Schon heute spielen zahllose Regionalligisten in den fünf Staffeln, die weder strukturell noch finanziell einen Platz im Profi-Fußball stemmen könnten. Diese Teams versperrten aber den ambitionierten Klubs den Weg.

Eine kurzfristige Reform sei, so heißt es beim MDR, nur möglich, wenn die Regionalliga-Struktur selbst nicht angetastet würde. Es müsse also bei fünf Staffeln bleiben. Würde man daran etwas ändern wollen, müsste der DFB-Bundestag das beraten und beschließen - und das dauere.

 

 

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