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0:3 gegen Frankfurt
TuS Erndtebrück kämpft lange, scheidet aber aus dem Pokal aus

(Foto: dpa)

Siegen – Erst in den letzten 20 Minuten musste der TuS Erndtebrück einsehen, dass es gegen Eintracht Frankfurt nicht für die 2. Runde im DFB Pokal reicht. Bis dahin hatte sich der Regionalligist vor 13.000 Zuschauern nach Kräften gewehrt.

Knapp drei Monate nach dem gegen Borussia Dortmund verlorenen Pokalfinale (1:2) in Berlin sorgten Timothy Chandler (35.), Mijat Gacinovic (72.) und Neuzugang Sebastian Haller (76.) für den letztlich ungefährdeten Einzug von Eintracht Frankfurt in die 2. Runde des Pokals. Vor 13 106 Zuschauern im Siegener Leimbachstadion tat sich die Eintracht insbesondere nach dem frühen Platzverweis von Kapitän David Abraham (22.) schwer, Dominanz auszustrahlen und seine technische Überlegenheit in klare Chancen und Tore umzumünzen.

Trainer Niko Kovac vertraute im ersten Pflichtspiel der neuen Saison gleich drei Neuzugängen in der Startelf. Der Schweizer Gelson Fernandes gab ein unauffälliges Debüt im defensiven Mittelfeld. Zudem durften Daichi Kamada, der die rechte Offensivseite beackerte, und Stürmer Haller von Beginn an ran. Nach gutem Start mit einigen Chancen war das Kovac-Konzept früh über den Haufen geworfen. Denn in der 22. Minute hielt Innenverteidiger Abraham als letzter Mann Erndtebrücks Sturmspitze Yuki Nishiya fest, um den Durchbruch des quirligen Japaners zu verhindern. Schiedsrichter Benedikt Kempkes war konsequent und zeigte dem Eintracht-Kapitän die Rote Karte.

Kurzzeitig gerieten die Frankfurter danach ins Wanken. Nishiya hätte nach dem folgenden Freistoß (23.) fast die Führung für die Gastgeber erzielt. Doch sein Versuch strich knapp über das von Lukas Hradecky gehütete Tor.

Es dauerte etwas, dann hatte sich der Pokalfinalist der Vorsaison neu sortiert. Gleichwohl fiel die Führung etwas überraschend, weil die Siegerländer gerade besser ins Spiel gefunden hatten. Chandler ließ TuS-Keeper Samuel Aubele mit seinem strammen Schuss nach einiger Verwirrung in der Abwehr des Viertligisten keine Chance.

Mit der 1:0-Führung im Rücken beschränkten sich die Hessen auf das Nötigste und gerieten auf dem durch den Nieselregen aufgeweichten Rasen ein- ums andere Mal unter Druck. Allerdings waren die Hausherren, bei denen vor allem der kleine Japaner Nishiya durch nimmermüden Einsatz besonders gefiel, im Abschluss zu harmlos. Gacinovic und Haller sorgten mit ihren Treffern in den letzten 20 Minuten dann für klare Verhältnisse.

 

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