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Klassenerhalt das Ziel
Aufstieg und DFB-Pokal: Der TuS Erndtebrück schwebt auf Wolke sieben

Dirk Beitzel - er ist Chef der Fußballabteilung des TuS Erndtebrück. (Foto: Schulte)
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Erndtebrück – Der TuS Erndtebrück durchlebt gerade rosige Zeiten. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga West gelang dem TuS auch noch die Qualifikation für den DFB-Pokal. Und dort gab es das "Traumlos" Eintracht Frankfurt. Florian Dellbrügge hat mit Dirk Beitzel über die aktuelle Lage in Erndtebrück gesprochen.

Erndtebrück ist eine kleine Gemeinde im Kreis Siegen-Wittgenstein. Wer derzeit durch das Örtchen geht, sieht vermutlich nur freudige Gesichter. Die örtlichen Fußballer haben vor wenigen Wochen den Sprung in die Regionalliga West geschafft. Zum zweiten Mal nach 2015 darf der TuS Erndtebrück über den Aufstieg jubeln. Doch mit der neuen Spielklasse wartet auch viel Arbeit auf den Klub. Das sagt der Vorsitzende der Fußballabteilung des Klubs gegenüber westline.

"Es mit einem kleinen Dorfverein noch einmal zu schaffen in die Regionalliga aufzusteigen ist eine große Herausforderung und mit viel Arbeit verbunden", so Dirk Beitzel. Beitzel gibt zu bedenken, dass beim TuS Erndtebrück alles rund um die Mannschaft in ehrenamtlicher Arbeit geschieht.

Dessenungeachtet endete der Erndtebrücker Traum nicht mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Denn etwas später konnte der TuS sich auch noch für die erste Runde im DFB-Pokal qualifizieren.

 

Bei der SG Wattenscheid 09 gelang im entscheidenen Qualifikationsspiel ein nicht unbedingt erwarteter 4:1-Erfolg. "Das Spiel in Wattenscheid, die Fanunterstützung, dass war einmalig in der Vereinsgeschichte", sagt Beitzel in der Rückschau auf den Abend in Bochum. Und nach Abpfiff feierten Team und Verantwortliche ausgiebig vor dem Block mit den eigenen Fans. Beitzel lag Trainer Schnorrenberg in den Armen, Jubel überall.

Als Belohnung gab es dann noch ein attraktives Los obendrauf. Sebastian Kehl zog Eintracht Frankfurt als Erstrundengegner. Für Beitzel ein Traumlos. "Als bekennender Fan der Eintracht freue ich mich natürlich besonders über die Pokalauslosung."

Neben dem rein sportlichen Aspekt bringt der DFB-Pokal auch schöne Zusatzeinnahmen in die Vereinskasse. Das Spiel gegen Frankfurt wird in Siegen stattfinden - das eigene Pulverwaldstadion mit seinen 2.000 Plätzen ist für den Pokal nicht geeignet. "Wir freuen uns auf eine hoffentlich gelungene Durchführung in Siegen und vor allen Dingen auf gutes Wetter und eine schöne Atmosphäre", so Beitzel.

Das Geld aus dem Pokal kann dann bei der Saisonplanung helfen. "Selbstverständlich helfen die im Kopf bereits vorhandenen, aber auch vom Wetter abhängigen, Einnahmen aus dem Pokal vielleicht noch einmal, gewisse Personalentscheidungen in eine positive Richtung zu steuern", gibt sich Beitzel zuversichtlich. Grundsätzlich sei der Pokal als eine Art warmer Regen zu sehen. Denn zu den finanziellen Schwergewichten der Liga zählt Erndtebrück sicher nicht.

Das sportliche Ziel für die kommende Saison ist daher defensiv angesetzt. Es zählt einzig der Klassenerhalt. "Und selbst das ist bei den vielen Profiteams schon eine hohe Hürde für unsere Feierabendfußballer", mahnt Beitzel vor zu hohen Erwartungen an das Team. Das besteht derzeit aus 18 Spielern. Doch es soll noch etwas passieren. Beitzel dazu: "Unser Trainer und sportlicher Leiter Florian Schnorrenberg ist sehr emsig auf der Suche nach jungen, hungrigen, aber auch günstigen Spielern, die in ihrer Jugend möglichst technisch und taktisch sehr gut und versiert ausgebildet wurden."

Viel Zeit hat Schnorrenberg nicht mehr. Schon am 1. Juli steht das erste Testspiel auf dem Programm. Dann beginnt bei der SG Altenkirchen/Neitersen die Vorbereitung auf die Saison in der Regionalliga West.

Spannende Zeiten liegen vor dem Klub...

 


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