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Spielverlegung rückgängig
Zu dunkel für Sport1: Kein Livespiel beim SC Wiedenbrück

Flutlicht im Jahnstadion in Wiedenbrück. (Foto: Schulte)

Wiedenbrück – Es wäre eine Premiere gewesen - aber sie findet nicht mehr statt. Sport1 wollte das Regionalliga-Spiel des SC Wiedenbrück gegen Alemannia Aachen live im TV übertragen. Aber die Pläne wurden so schnell verworfen, wie sie entstanden waren...

Die Meldung ist fast noch frisch: Sport1 wollte im Rahmen seiner Regionalliga-Berichterstattung die Partie des SC Wiedenbrück gegen Alemannia Aachen (5. Spieltag) live im TV zeigen. Dazu sollte das Spiel gegen Aachen auf Montag, 28. August verlegt werden.

Eine "große Herausforderung" nannte man das beim SC Wiedenbrück, aber die Vorfreude war ja da. Kein Wunder: Es wäre für den SCW eine Premiere gewesen. Erst am vergangenen Montag erfuhr Wiedenbrück vom Liga-Staffelleiter, dass die Partie ein Livespiel werden sollte.

Nun: Die ganze Sache wurde ebenso kurzfristig wieder abgeblasen wie sie bekannt wurde. Grund dafür ist das Flutlicht. Das Jahnstadion verfügt zwar über eine kleine Flutlichtanlage, die jedoch liefert nicht genug Licht, um eine TV-Übertragung zu sichern. Etwa 200 Lux liefern die wenigen (dazu etwas in die Jahre gekommenen) Leuchten, wie Bernhard Hartmann vom SCW sagt. "Mindestens 400 Lux" braucht Sport1 aber für eine Übertragung aus der Regionalliga, wie der Sender auf westline-Anfrage erklärt. Und auch diese 400 Lux würden das TV-Bild eher trübe aussehen lassen. Je mehr, desto besser.

Das alles ist keine Überraschung für Stammbesucher: Wer schon einmal ein Flutlichtspiel im Jahnstadion besucht hat, kennt die mäßige Beleuchtung gut. Für Zuschauer im Stadion kein Problem, auch Fotografen kommen klar - aber das TV eben nicht. Und so hatte man beim SC Wiedenbrück auch in den Vorgesprächen auf diese Sachlage hingewiesen. Dessenungeachtet wurde die Partie gegen Aachen ausgewählt und am Mittwoch neu terminiert. So teilte es der Klub und der Verband dann auch der Öffentlichkeit mit.

Rolle rückwärts

Die Rolle rückwärts erfolgte aber nur einen Tag später. Sport1 nämlich erst kurzfristig die Information über die Flutlicht-Stärke in Wiedenbrück erhalten - und direkt die Reißleine gezogen.

Das alles ist beim SC Wiedenbrück nicht wirklich gut angekommen. Was den Verein ärgert, ist das Hin und Her - man hatte sich beim SCW darauf verlassen, dass der Fußballverband die technischen Rahmenbedingungen mit Sport1 besprochen hatte. Denn die übrigen infrastrukturellen Bedingungen hätte der Klub sicher herstellen können. "Wir hätten da noch Kamerapodeste installieren müssen", so Bernhard Hartmann. "Aber das wären alles keine Ausschlusskriterien gewesen."

Nur das Flutlicht halt. Planungen, das für künftige Live-Spiele nachzurüsten, gibt es eher nicht. Der Aufwand für ein komplett neues Flutlicht wäre schlicht zu groß. "Vielleicht könnte man mit modernen LED-Lichtern noch etwas rausholen", glaubt Hartmann. Aber das müsste der SC Wiedenbrück selbst bezahlen.

So bleibt am Ende eine gewisse Enttäuschung über das Beinahe-Livespiel und ein bisschen Ärger über den holprigen Ablauf. Der Klub wird's verschmerzen - attraktiv ist das Heimspiel gegen Aachen auch so. Und wer weiß? Vielleicht steigt damit sogar die Zuschauerzahl im Jahnstadion.

 

Flutlicht im Jahnstadion in Wiedenbrück. (Foto: Schulte)
Flutlicht im Jahnstadion in Wiedenbrück. (Foto: Schulte)

 

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