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Emmerling vor dem Aus
0:2 gegen Regensburg: SC Paderborn lässt seinen Trainer im Stich

Stefan Emmerling steht beim SC Paderborn vor dem Aus. (Foto: Schulte)
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Paderborn – Keine Tore, keine Punkte, SC Paderborn: Mit der sechsten Niederlage in Folge wird der Klassenerhalt in der 3. Liga immer unwahrscheinlicher – der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt bereits sechs Punkte. Die Konsequenz: Trainer Stefan Emmerling steht als schwächstes Glied vor dem Aus. Aber was kann ein Trainerwechsel in dieser Situation des SCP noch erwirken?

Dem Trainer die Schuld an der gesamten Paderborner Misere in die Schuhe zu schieben, würde der Lage längst nicht mehr gerecht werden – das weiß im Umfeld des SCP eigentlich jeder. Immerhin ist Stefan Emmerling bereits der vierte Coach in knapp anderthalb Jahren, der das Ruder nicht herumreißen kann. Viel schlechter als die Statistiken von Markus Gellhaus, Stefan Effenberg und René Müller präsentieren sich die Bilanzen des Glatzkopfes nicht.

Und doch wird wohl schon bald die logische Konsequenz folgen: Der neue Sportchef Markus Krösche müsste kurz nach der eigenen Einstellung die Entlassung von Emmerling verkünden. Drei Siege, ein Remis und sieben Niederlagen – sechs davon in den letzten Wochen aneinandergereiht – hätte der 51-Jährige dann vorzuweisen, der schon bei Rot-Weiß Erfurt und RW Ahlen gescheitert war. Vielleicht würde das Aus beim SC Paderborn auch das letzte Engagement auf bundesweiter Ebene für Emmerling bedeuten. Ihm fehlen die handfesten, nachweisbaren Erfolge im Geschäft.

Dass der Sportclub mittlerweile sechs Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze aufweist, dafür muss sich hingegen das Team verantworten. Das Team, das auch in der 3. Liga bald zwei Fußballlehrer verschlissen haben wird und am Samstag gegen Aufsteiger Jahn Regensburg wieder einmal eine trostlose, spätestens nach der Führung der Gäste abstiegsreife Leistung ab und war mit dem 2:0-Endstand gut bedient. Die unfassbare Bilanz: Gegen die Liga-Neulinge aus Regensburg (0:3 & 0:2), Zwickau (0:3) und Lotte (0:6) fuhr der ehemalige Bundesligist bisher null Punkte und 14 Minustore ein.

Emmerling: „Von der Mannschaft im Stich gelassen“

Nichts deutet mehr auf den Verbleib in der 3. Liga hin. Auch nicht die mögliche Einstellung eines klassischen Feuerwehrmanns, der für den SC Paderborn darüber hinaus bezahlbar sein muss. Das vor der Saison zusammengestellte und in der Winterpause nochmals teils prominent verstärkte Team erscheint mehr und mehr als nicht trainierbar. Die Zuschauer lassen den Club dies nun ebenfalls spüren: Trotz großer Ticketaktion (3.000 Eintrittskarten für 5 Euro) erschienen nur rund 5.000 Anhänger. Niemandem kann verübelt werden, nach den gezeigten Leistungen künftig fernzubleiben.

Symptomatisch für den im Fundament bröckelnden SC Paderborn geraten die Aussagen, die Noch-Übungsleiter Emmerling auf der Pressekonferenz nach Abpfiff tätigte. „Uns wurden in der zweiten Halbzeit klar die Grenzen aufgezeigt. Ich fühle mich von der Mannschaft im Stich gelassen“, gab der Coach ehrlich zu und begründete: „Es hat kein Aufbäumen mehr stattgefunden. Wer als Spieler hohe Ansprüche an sich selbst hat, der muss auch mehr Qualität auf den Platz bringen – und zwar über mehr als nur 45 Minuten.“

Wären es nicht nur die Ergebnisse, dann sollte spätestens ein derartiges Statement die Alarmglocken in Paderborn schrillen lassen. Ein wundersames Umdenken muss an den letzten zehn Spieltagen erfolgen - vor allem in den Köpfen der Spieler.

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