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2:1-Sieg im Westfalenpokal
SC Paderborn setzt sich beim SC Herford durch

(Foto: Schulte)

Herford – Der SC Paderborn hat das Halbfinale im Westfalenpokal erreicht. Beim SC Herford setzte sich der SCP am Dienstagnachmittag dank eines späten Siegtreffers durch Koen van der Biezen mit 2:1 durch...

Im Grunde sind die Aufgaben im Westfalenpokal stets klar verteilt. Der Favorit hat sich schwer zu tun, der "Underdog" geht über seine Grenzen und hält lange mit - aber am Ende setzt sich eben oft doch der höherklassige Verein durch. Vor allem, wenn der in der 3. Liga spielt und SC Paderborn heißt.

Tja, und in etwa so gestaltete sich auch dieser leicht vernieselte Westfalenpokal-Tag in Herford. Der gastgebende Sportclub trat in weißen Trikots an, die schon nach wenigen Minuten den Arbeitsnachweis für "100 Prozent Einsatz" trugen: Matsch und Dreck quer über die Klamotten, jawohl, so muss Westfalenpokal aussehen.

Dazu zwei Trainer, von denen einer kritisch den Auftritt seiner Mannschaft verfolgt und der andere euphorisch anfeuert. Hier Steffen Baumgart, dort Sascha Cosentino. Und natürlich ein Heimpublikum, das jede halbwegs vernünftige Aktion mit großem "Ah" und "Oh" begleitet. Wie gesagt: So muss Westfalenpokal.

Ach ja, der Sport. Natürlich war der SC Paderborn vor rund 2.000 Zuschauern das spielerisch bessere Team. Natürlich bestimmte der Gast das Geschehen auf dem Platz - trotz vielfacher Personalwechsel im Vergleich zur Liga. Aber der SC Herford wehrte sich und mehr noch: Er setzte selbst nach und suchte jede Gelegenheit, den Ball selbst mal schnell nach vorn zu treiben.

Um ehrlich zu sein: Die ganz großen Chancen erspielten sich die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit nicht. Aber auch Paderborn bekam im Grunde nur eine einzige wirklich echte Torchance: Das war nach 29 Minuten, als Darryl Geurts den Ball nur an die Latte setzt.

Es dauerte dann doch eine Stunde, ehe der SC Paderborn den Nachweis für die Favoritenrolle erbrachte. Da erzielte Thomas Bertels endlich das 1:0 für den SCP07. Die Führung nach 59 Minute.

Da waren dann irgendwie die zaghaft-frechen Heimgesänge "3. Liga, keiner weiß, warum..." verstummt...

Es gab dann weitere Szenen. Sven Michel verpasste eine Hereingabe knapp. Aber auch Herford setzte eine Duftmarke: Tim-Robertino Vezzon schloss ab, aber die Gäste klärten.

Tja. Das hätte fast die Geschichte dieses Pokalspiels sein können. Aber für die Schlussphase behielten sich beide Teams etwas vor... und wie!

Erst erzielte Pascal Röber den euphorisch umjubelten Ausgleich nach 87 Minuten! Das 1:1 kurz vor Ende, die Verlängerung fast vor Augen, eine Pokalsensation?

Pustekuchen. Denn Paderborn ruinierte einen glanzvollen Nachmittag aus Sicht der Gastgeber mit dem späten Siegtreffer. Koen van der Biezen traf nach 89 Minuten zum 2:1. Den ersten Schuss parierte Keeper Vom Hofe noch, gegen den Nachschuss war nichts mehr zu retten.

Wie gesagt: Ein Pokalnachmittag wie aus dem Lehrbuch. Paderborn steht im Halbfinale (und damit nur noch zwei Siege vom DFB-Pokal entfernt, falls es in der Liga dann doch nicht klappen sollte...). Und Herford ging mit dem Gefühl der späten Enttäuschung aus dem Spiel. Ein Gefühl, das möglicherweise etwas mehr stechen wird als bei einer klaren Niederlage. Aber so ist das im Pokal.

 

Nächstes Spiel

3. Liga, 21. Spieltag
Chemnitzer FC - SC Paderborn
Samstag, 20. Januar, 14.00 Uhr

SC Paderborn 07


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