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Fazit von Steffen Baumgart
SC Paderborn steht im Finale, aber... "So wird das nicht funktionieren"

Viele waren es nicht, die das Weiterkommen des SC Paderborn nach 120 Minuten noch feiern wollten... (Foto: Jan Ahlers)
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Paderborn – "Das Ergebnis stimmt zufrieden - die Leistung nicht", schnaufte Steffen Baumgart am Dienstagabend wenig euphorisch durch die Mixed Zone. Sein Debüt als Paderborn-Coach gelang mit dem 2:1 über die TSG Sprockhövel, über das "Wie" musste aber diskutiert werden. Was war geschehen?

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Kurz zusammengefasst: Der SC Paderborn hatte sich mit dem wackeren Underdog alles andere als leichtgetan. Der Sportclub kombinierte zwar, versuchte das mangelnde Selbstvertrauen mit Spielfreude zu kaschieren. Es funktionierte jedoch nur bedingt – bis in den Sechzehner kamen die Ostwestfalen gegen die 66-Gegentore-Defensive aus der Regionalliga zunächst selten.

Abschlüsse verzeichnete dagegen vermehrt die TSG Sprockhövel: Michael Ratajczak musste nach 13 Minuten erstmals eingreifen, später war gegen Christian März in großer Not zur Stelle (34.). Der zweiten Großchance war ein Fehler des unsicheren Christian Strohdiek vorausgegangen.

Piossek kontert Demirs Führung per Distanzschuss

Machtlos war der Schlussmann dann aber gegen Emre Demir, der die allgemeine Verwirrung in der Paderborner Defensive gedankenschnell ausnutzte und nach einem Freistoß zum 1:0 einnetzte (36.). Plötzlich drohte die Stimmung in der spärlich besetzten Arena des Drittligisten zu kippen – dieser aber erholte sich gerade noch rechtzeitig: Erst wurde einem Treffer von Zlatko Dedic die Anerkennung verwehrt (44.), Sekunden später markierte Marcus Piossek mit einem sehenswerten Distanzschuss den Ausgleich (45.). Das ging unter dem Strich in Ordnung, auch weil Dedic nach gut 20 Minuten bereits eine dicke Chance liegengelassen hatte.

Steffen Baumgarts erste Pausensprache fiel jedenfalls deutlich aus: In den ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel kam der SCP wie ausgewechselt aus der Kabine, feuerte gleich mehrere Schüsse ab. Dies allerdings hielt tatsächlich nur besagte fünf Zeigerumdrehungen an – dann fand Sprockhövel zurück in die Begegnung. Und hätte durch Demir gar das 2:1 nachlegen könnte, Ratajczak war blitzschnell unten und parierte (52.).

Sprockhövel verdient in der Verlängerung

Urplötzlich verflachte die Partie zusehends. Der SC Paderborn rannte mit mehr Verzweiflung denn Mut an und konnte sich kaum mehr vor das Tor des Viertligisten spielen. Sprockhövel nahm sein Herz in beide Hände und erspielte sich selbst noch einige Gelegenheiten – die Verlängerung, die um Punkt 20:48 Uhr zur Realität wurde, hatte sich das Team von Andrius Balaika redlich verdient.

Wer hatte noch Körner, wer würde den Lucky Punch setzen? Es war der SCP, der nach mehreren Anläufen schließlich durch Kapitän Tim Sebastian traf: Nach einem Eckball schraubte er sich am Höchsten und köpfte ins rechte untere Eck (103.), ein Treffer, den auch die Anhänger erst beim Ertönen der Tormusik realisierten. Sprockhövel kämpfte, Sprockhövel versuchte bis zur letzten Sekunde alles – konnte sich gegen das Halbfinal-Aus aber nicht mehr wehren.

Ein Sieg ohne Glanz und Gloria, der in Paderborn schnell abgehakt werden dürfte. Für den Klassenerhalt in der 3. Liga werden in Paderborn andere Leistungen benötigt, das war sowohl den knapp 800 Anhängern als auch Cheftrainer Baumgart schnell bewusst. "So wird das nicht funktionieren", kündigte Baumgart weitere Arbeit bis zum Heimspiel am kommenden Samstag gegen Lotte an und stellte klar: "Auf solche Fehler werden sich unsere kommenden Gegner freuen. Das wird im Abstiegskampf nicht ausreichen."

SC Paderborn - TSG Sprockhövel 2:1 n.V. (1:1, 0:1)
Tore: 0:1 Demir (36.), 1:1 Piossek (45.), 2:1 Sebastian (103.)
Zuschauer: 811


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