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Finanzielle Probleme
Stadt lehnt finanzielle Unterstützung des SC Paderborn ab

(Symbolfoto: Schulte)
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Paderborn – Der Rat der Stadt Paderborn hat am Donnerstag entschieden, dem SC Paderborn keine finanzielle Unterstützung zu gewähren. Damit bleibt die wirtschaftliche Lage des Klubs angespannt...

Der SC Paderborn arbeitet derzeit an zwei dicken Problemen. Problem eins ist sichtbar: Der Klassenerhalt in der 3. Liga ist möglich, aber verlangt noch ein gewaltiges Stück Arbeit.

Und das Problem 2 liegt auf dem Konto. Beziehungsweise eben nicht, denn dem SC Paderborn fehlen aktuell rund 2 Millionen Euro. Die müssen bis zum 2. Juni her, sonst ist die Zulassung zur 3. Liga futsch.

Beides hängt natürlich direkt zusammen. Für die 3. Liga wären andere Einnahmen zu verbuchen als in der Regionalliga West.

Die schlechte Nachricht gab es aus Vereinssicht am Donnerstagnachmittag. Der Rat der Stadt lehnte es ab, den Klub durch Stundung von Tilungsleistungen oder Pachtzinsen zu entlasten. Im Rat wurde ein gemeinsamer Antrag des Klubs und der Stadiongesellschaft PSG behandelt. In dem Antrag waren insgesamt elf Punkte formuliert, mit denen die Stadt dem Klub hätte helfen können.

Doch die Verwaltung hatte letztlich nur zwei denkbare Modelle überhaupt zugelassen - und die auch noch mit dicken Fragezeichen versehen. Das war schon irgendwie ein Schlag ins Gesicht, denn die Verwaltung wies in ihrer Vorlage darauf hin, dass die Bewertung sämtlicher Modelle nur "rudimentär" möglich sei und eine weitergehende Prüfung der Planungsrechnungen mangels entsprechender Unterlagen gar nicht möglich gewesen sei.

Anders gesagt: Alle Voschläge des Klubs und der PSG stehen selbst schon auf wackeligen Beinen. Und jede Zustimmung zu den  beiden letztlich vorgeschlagenen Wegen hätten auch nur unter Bedingungen möglich sein können. Das ist alles schwer  verdaulich für den SC Paderborn - aber letztlich lehnte der Rat auch die letzten beiden Varianten ab.

Ohnehin hätten die beiden Varianten lediglich einen eher kleinen Bestandteil der fehlenden Summe ausgemacht. Rund 50.000 Euro Einsparung hätte die Stundung von Tilgungsleistungen aus dem Stadiobau gebracht. Und auch "nur" 140.000 Euro die Stundung des Pachtzinses für das Traininszentrums.

 

 

 

Vor dem Rathaus hatte sich eine Handvoll Paderborner Fans zu einer "Demo" versammelt, aber auch dieses Signal stimmte die Politik nicht mehr um. Den Ärger haben sich aber weniger die Politiker zuzuschreiben als die Akteure, die den Absturz aus der Bundesliga wirtschaftlich nicht abgefedert haben - oder nicht abfedern konnten. Sinkende Zuschauerzahlen, zusätzliche Belastungen durch vorherige Darlehen, zusätzliche Kosten für das Trainingszentrum: All das trug zur Paderborner Schieflage ja bei.

Bei allem Ärger der Paderborner Fans über die Haltung der Politik: Die grundsätzliche Problematik, dass jede finanzielle Hilfe für einen Profi-Verein rechtlich extrem heikel ist, ist hier noch gar nicht einbezogen.

Und die Entscheidung gegen eine zusätzliche Unterstützung des SC Paderborn fiel am Ende auch deutlich genug aus. Von den 64 Ratsmitgliedern stimmten lediglich 5 für eine Stundung. Eine breite Mehrheit wollte das nicht.

Der Sport...

Der Klassenerhalt also. Es wird keine leichte Aufgabe. Denn Paderborn muss beim VfL Osnabrück antreten - und muss dort mindestens in gleicher Weise punkten wie Werder Bremen II gegen Aalen. Bei einem Punkt Vorsprung auf Bremen ist die Lage ernst. Zumal der SC Paderborn auf dem Papier die komplexere Ausgangsbasis hat.

Denn ausgerechnet vor dem Saison-Finale wurde der  Neun-Punkte-Abzug für Aalen endgültig und verbindlich bestätigt. Damit ist Aalen die letzte Chance genommen, in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Wie sehr sich das Aalener Team in Bremen dann noch auf den Sport konzentrieren kann, ist eine offene Frage.

So hält Paderborn die 3. Liga:

Bei einem Sieg in Osnabrück bleibt Paderborn in jedem Fall drittklassig.

Bei einem Unentschieden darf Bremen II nicht gegen Aalen gewinnen.

Bei einer Paderborner Niederlage muss Werder Bremen II ebenfalls verlieren. Schon ein Punkt für Werder würde dann wegen des besseren Bremer Torverhältnisses den Paderborner Abstieg bedeuten.

 

 


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