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Traumeinstand für Dotchev : Neuzugang Königs überzeugt und trifft beim 2:0 in Babelsberg"

3. Liga

Neuzugang Königs überzeugt und trifft beim 2:0 in Babelsberg

03. Februar 2012 21:16 Uhr von Ansgar Griebel | Quelle: Westfälische Nachrichten

Babelsberg Pavel Dotchev hatte klare Vorstellungen, wie ein Trainereinstand auszusehen hat. "Es gibt nichts Besseres, als mit einem Sieg und drei Punkten zu starten", hatte der Preußen-Trainer nicht ganz überraschend verraten. Überraschend dagegen, wie beeindruckend die Spieler den Worten Taten folgen ließen.

Mit 2:0 (2:0) besiegte der SC Preußen am Freitagabend unter denkwürdigen äußeren Bedingungen den SV Babelsberg und sorgte zwölf Tage nach den Irrungen und Wirrungen rund um den Abschied von Meistertrainer Marc Fascher auf beste Art und Weise für etwas Ruhe im aufgewühlten Umfeld des Vereins.

Rein optisch hatte der schneebedeckte Fußballplatz inmitten des Babelsberger Naturschutzparkes zweifellos seine Reize. Für Fußball war das Geläuf allerdings nur bedingt geeignet. Schiedsrichter Arne Aamink meldete kurz vor dem Anpfiff sogar noch ernsthafte Bedenken ob der Durchführbarkeit der Partie an, ließ sich dann aber doch noch überzeugen. "Das System spielt heute eigentlich keine Rolle", hatte Dotchev vor dem Spiel prophezeit und sollte auch in diesem Punkt Recht behalten. Weil alle Beteiligten am Freitagabend einen schweren Stand hatten, sammelte das orangefarbene Spielgerät Vielfliegermeilen wie wohl noch nie zuvor in der Saison.

Der Spielaufbau wurde anfangs weitestgehend per Luftpost abgewickelt, der Adressat war dabei zumeist nur schwer zu ermitteln. Laufbereitschaft, ein guter Antritt und Reaktionsvermögen waren dann auch die gewinnbringenden Tugenden, die vor allem die Gäste aus Münster schnell verinnerlichten. Bereits in der zweiten Spielminute profitierte Radovan Vujanovic um Haaresbreite von der ersten Unsicherheit des Babelsberger Torhüters.

Verdiente Führung

Nach 20 Minuten sorgte dann Jens Truckenbrod nach Vorarbeit von Neuzugang Marco Königs für die verdienter Preußenführung. Ein satter Distanzschuss war die angesagte Maßnahme zur 1:0-Führung. Neun Minuten später ließ Königs dann in seinem ersten Spiel für die Preußen der ersten Torvorlage den ersten Treffer folgen. Eiskalt nutzte er Abstimmungsprobleme in der Babelsberger Defensive zum 2:0.

Auch in der Folge führte oft der Zufall Regie, Hauptdarsteller blieben in der Filmstadt allerdings jederzeit die Gäste aus Münster, denen es mit zunehmender Spieldauer immer wieder gelang, sehenswerte Spuren von Spielkultur in das Schneechaos zu zaubern. Leidtragender dieser an und für sich positiven Spielentwicklung war ausgerechnet Torwart Daniel Masuch, der mangels Beschäftigung schwer mit den arktischen Temperaturen beschäftigt war. Dotchev hatte keinen Grund, sein Team nach der Pause zu verändern. Als er nach 74 Spielminuten Björn Kluft für den bis dahin fleißigen Vujanivic ablöste, hatte Babelsbergs Trainer Dietmar Demuth sein Wechselkontingent längst voll ausgeschöpft, doch es gab kein Mittel gegen ein überzeugendes Preußen-Kollektiv.

Im zweiten Abschnitt bekamen die Platzherren genau die Spielanteile mehr, die die Preußen aus nun zuließen. Münster lockerte ein wenig die Leine, behielt die Partie aber jederzeit im Griff. Jens Truckenbrod überzeugte als zuverlässiger Ballverwalter und Verteiler, Jonathan Bourgault stand seinem Mittelfeld-Nachbarn nur wenig nach " gemeinsam kontrollierte die münsterische Doppelsechs souverän das Geschehen. Und weil hinten die Viererkette wenig bis gar nichts zuließ und vorne Marco Königs in einer auf jeder Position überzeugenden Preußen-Elf einen Einstand nach Maß feierte, hatte Trainer Pavel Dotchev am 3. Februar 2012 einen Trainereinstand nach Wunsch.


3. Liga: 38. Spieltag

Samstag, 05.05.12 - 13:30 Uhr

Preußen Münster

Kickers Offenbach
1:0
(1:0)
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