
3. Liga
Dotchev-Debüt in der Babelsberger Eiskammer
02. Februar 2012 15:37 Uhr von Thomas Rellmann | Quelle: Münstersche Zeitung
Münster Als sich Pavel Dotchev im Dezember den 3:2-Sieg des SV Babelsberg bei seinem Ex-Klub RW Erfurt ansah, ahnte er noch nicht, dass er die Informationen über die Potsdamer in Kürze bestens gebrauchen würde.
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Ich war damals frei wie ein Vogel, sagt der neue Trainer des SC Preußen, der Freitag (19 Uhr) bei den Filmstädtern sein Debüt auf der Bank gibt.
Die Witterung dürfte ihm dabei keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. Letzter Stand: Trotz zweistelliger Minusgrade wird gespielt. Leichter Schneefall bis zum Anpfiff ist nicht auszuschließen, Schiedsrichter Arne Aarnink hat aber im Zweifel das letzte Wort. "Ein gewisses Risiko ist dabei, das ist klar", sagt Dotchev. "Es wäre natürlich blöd, wenn jetzt noch eine Absage kommt. Aber wir müssen uns auf die rein sportlichen Dinge konzentrieren."
Zwei offene Positionen
Wie er sein Team aufs holprige Geläuf schickt, steht zu großen Teilen fest. Lediglich zwei Positionen sind offen. Erstens die des zweiten (und vielleicht hängenden) Stürmers neben Radovan Vujanovic. Hier erhält entweder Neuling Marco Königs den Zuschlag oder Björn Kluft, der seine Kniereizung langsam in den Griff bekommt.
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Kühne verteidigt
Jonathan Bourgault rückt ins zentrale Mittelfeld, wo Stefan Kühne erneut zu ersetzen ist, weil er als Innenverteidiger derzeit gefragter ist. Dennis Grote beackert die linke Seite. Hinter ihm erhält erneut Fabian Hergesell den Zuschlag. An den zentralen Figuren Daniel Masuch, Clment Halet und Jens Truckenbrod rüttelt Dotchev ohnehin nicht.
Erstmals nach fast neun Monaten steht Dominique Ndjeng im Kader. Zu dem zählt auch Patrick Huckle wieder, der nahezu schmerzfrei trainiert hat und dessen Naturell, immer 100 Prozent zu geben, Trainer Pavel Dotchev sehr schätzt. "Darum ist er dabei. Aber für 90 Minuten reicht es nicht, zumal der Platz schlecht ist."
Kein Zauberfußball
Zu Hause geblieben ist Philip Heise wegen eines grippalen Infekts. Zudem stehen die A-Junioren Simon Scherder und Julian Büscher nicht im 18er-Aufgebot, dafür jedoch Altersgenosse Marko Karamarko.
Der Coach erwartet einen Gegner mit hoher offensiver Qualität und guter Organisation. Die fordert er auch von seiner Elf. "Zauberfußball werden wir nicht bieten können. Es kommt umso mehr auf die Einstellung an. Wir müssen versuchen, körperbetont, bissig und griffig zu agieren." Spielerisch sieht der Bulgare die Preußen im Vorteil. "Aber das wird nicht der entscheidende Faktor auf dem Boden sein."
Keine Nervosität
Nervosität verspürt Dotchev vor seiner Premiere nicht, sagt er. Vielmehr sei das eine positive Anspannung. Zuversichtlich macht ihn auch der Eindruck, den seine Elf vermittelt. "Ich habe das Gefühl, die Jungs sind hochmotiviert. Es wäre aber auch schlecht, wenn das anders aussähe."
Den großen Motivator und Einpeitscher will der 46-Jährige ohnehin nicht geben. "Ich kann die Jungs unterstützen. Der Impuls muss von ihnen selbst kommen."
Gegen Jena am Dienstagabend Die am vergangenen Samstag wegen der Bodenverhältnisse ausgefallene Partie des SC Preußen gegen Carl Zeiss Jena ist neu terminiert. Anstoß ist am Dienstag, 21. Februar, um 19 Uhr an der Hammer Straße unter Flutlicht.
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