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Marco Riemer (r.) hat sich mit einem beherzten Auftritt in Babelsberg die Position des Rechtsverteidigers gesichert.

Freitagabend gegen Werder Bremen II

Geduldsprobe für den SC Preußen

09. Februar 2012 20:32 Uhr von Thomas Rellmann | Quelle: Münstersche Zeitung

Münster Über Jahre waren die Freitagabend-Spiele unter Flutlicht der Zuschauermagnet schlechthin für den SC Preußen. In der 3. Liga kam der Klub allerdings noch gar nicht in den Genuss einer dieser reizvollen Partien. Die Premiere gegen Werder Bremen II Freitag (19 Uhr) dürfte zwar über die Bühne gehen, ob sie ein breites Publikum anlockt, ist aber fraglich.

Erstens kommt eine Zweitvertretung, die auch noch Tabellenletzter ist. Und zweitens werden die Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts einige Fans abschrecken. Ob der Anpfiff tatsächlich erfolgt, entscheidet sichFreitag um 12 Uhr, wenn die Platzkommission, die bisher keine Einwände hat, mit Schiedsrichter Sebastian Schmickartz (Berlin) einen letzten Rasen-Rundgang unternimmt. Im Unterschied zur vor zwei Wochen ausgefallenen Partie gegen Carl Zeiss Jena, ist der Boden komplett tiefgefroren. Damals war die oberste Schicht aufgeweicht. Letztlich achtet die Kommission auf die Unversehrtheit des Platzes, der Referee auf die Gesundheit der Spieler.

Nächster Sieg angepeilt

Natürlich hätten gerade die Münsteraner nichts dagegen, dem 2:0 in Babelsberg gleich den nächsten Schritt auf dem Weg nach vorn folgen zu lassen. Doch Coach Pavel Dotchev hebt den Zeigefinger: "Die Tabelle spielt keine Rolle, Bremen ist eine Ausbildungsmannschaft mit reichlich Erstliga-Erfahrung."

Für sein zu Hause weiter ungeschlagenes Team komme es im ersten Heimspiel 2012 darauf an, "sich nicht verrückt zu machen, wenn es nicht läuft". Er betont: "Wir müssen Geduld haben, dürfen nicht hektisch werden und die Linie verlieren." Natürlich sei die Mannschaft heiß, sie brenne förmlich, erklärt der Bulgare. "Aber keiner soll erwarten, dass wir Werder mal eben so weghauen. Für mich ist dieses Spiel wie die zweite Halbzeit von Babelsberg."

Noch Nachholbedarf

Er meint, seine Jungs sollen anknüpfen an diesen formidablen Auftritt. Aufs Liga-Klassement will Dotchev aber frühestens nach einem erfolgreichen Ausgang im richtungsweisenden Match gegen die Hanseaten blicken. So richtig weiterentwickeln konnte der Fascher-Nachfolger das Team in seiner dritten Amtswoche kaum. Gerade bei Standards sieht er Bedarf, dazu sei es nach wie vor zu kalt. Zudem liegt ein Schwerpunkt auf der Umstellung der Spielweise.

"Bisher hat die Mannschaft eher abwartend agiert, jetzt wird es intensiver, sie muss mehr investieren." Großer Kader Gründe, personell etwas zu ändern, sieht der 46-Jährige eher nicht. Die erste Elf bleibt wohl unangetastet. Dahinter ist Philip Heise wieder fit und löst Marko Karamarko in der U 23-Fraktion ab. Auch Nejmeddin Daghfous steht wieder bereit, erst recht der vom Afrika-Cup erholte Joe Vunguidica, dem Dotchev eine sehr gute Trainingswoche attestierte.

Auch wenn Jürgen Duah erst in der nächsten Woche ein Thema ist, sagt der Coach: "Die Auswahl ist nochmal größer geworden." Wenn mittelfristig auch Patrick Kirsch und Massimo Ornatelli zurückkehren, wird es richtig eng im Aufgebot. "Dann gibt es auch Unzufriedene", sagt Dotchev. "Aber wer es verdient zu spielen, der spielt auch." Ihm und allen anderen ist dieser Zustand lieber als eine Verletztenmisere, wie sie der Verein in dieser Saison auch schon erlebte.

So könnten die Preußen spielen: Masuch - Riemer, Kühne, Halet, Hergesell - Truckenbrod, Bourgault - Siegert, Grote - Vujanovic, Königs


3. Liga: 38. Spieltag

Samstag, 05.05.12 - 13:30 Uhr

Preußen Münster

Kickers Offenbach
1:0
(1:0)
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