
3. Liga
Marco Königs will sich in die Herzen der Fans spielen
08. Februar 2012 18:18 Uhr von Thomas Rellmann | Quelle: Münstersche Zeitung
Münster Für viele Fans klingt sein Name bereits wie das Versprechen in eine bessere Zukunft. Marco Königs entspricht eben fast dem Ideal eines Angreifers. Der Neuzugang aus Düsseldorf, erst seit neun Tagen in Münster am Ball, hat zweifelsohne das Zeug zum Publikumsliebling.
Das liegt zum einen an seiner, wenn auch in der Regionalliga erzielten, Quote in dieser Saison (9 Tore in 17 Spielen) und seinem Gardemaß (1,89 Meter). Zum anderen aber auch an der Art und Weise, wie sich der gebürtige Solinger bisher bei seinem neuen Arbeitgeber zeigt. Als Torschütze, Vorlagengeber und Rackerer beim 2:0 in Babelsberg sowie als Enthusiast bezüglich seiner neuen Wirkungsstätte.
"Es macht riesigen Spaß hier. Ich gehe gern zum Training, sehe eine gute Perspektive, und das Team hat mich super aufgenommen. Zu wechseln war hundertprozentig die richtige Entscheidung", sagt er.
Vergebliches Warten
Bei der Fortuna hoffte er zweieinhalb Jahre vergebens auf eine Chance im Zweitliga-Team. "Der Verein hat immer neue Stürmer dazugeholt, am Ende waren fast zehn im Kader. Und meistens kam ja nur einer zum Einsatz. Das war frustrierend." Also griff der 22-Jährige entschlossen zu, als die Preußen kurz vor Abschluss der Transferperiode anfragten.
Dabei hatte er sich schon damit abgefunden, erst im Sommer den nächsten Schritt gehen zu können." Doch sein Ex-Klub legte keine Steine in den Weg. Und so gibt er sich versöhnlich: "Das war sehr fair. Und ich will auch nicht vergessen, dass ich eine Menge gelernt habe."
Wohnung in Münster
Jetzt aber zählt Münster. Das Pendeln zwischen Trainingsplatz, Hotel und Solingen soll in Kürze ein Ende finden, in Wolbeck hat Königs eine Wohnung in Aussicht. Und auf dem Rasen möchte er sich möglichst schnell an die interne Torjäger-Spitze setzen.
Er sagt: "Ich denke, dass die Fans viel Spaß an mir haben werden." Das liegt, wie eingangs beschrieben, auch an seiner Spielweise, die er selbst so skizziert: "Ich bin ständig unterwegs. Aber vor dem Kasten will ich natürlich auch immer präsent sein und alles wegmachen."
Alte Bekannte
Das kommt an. Die Vorschusslorbeeren der Anhänger hat er durchaus registriert. "Das macht mich stolz. Ich komme nur aus der Regionalliga, erfahre aber schon eine hohe Wertschätzung." Die dürfte sich potenzieren, wenn Königs hält, was er verspricht. Die Mannschaft, aus der er bereits Philip Heise, Fabian Hergesell, Max Schulze Niehues und Clment Halet aus seiner Düsseldorfer Zeit kannte, stuft er jedenfalls als qualitativ hochwertig ein.
"Ich bin überzeugt, dass wir mindestens einen einstelligen Tabellenplatz holen." Das System mit der Doppelspitze kommt ihm dabei laut eigener Aussage entgegen. Mit Radovan Vujanovic harmonierte er in Babelsberg prächtig. Und weckte damit direkt noch höhere Erwartungen.
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