
3. Liga
Preußen torlos gegen Werder Bremen II
10. Februar 2012 21:31 Uhr von Thomas Rellmann | Quelle: Münstersche Zeitung
MÜNSTER Der achte Saisonsieg schien doch eigentlich nur Formsache. Gegen Schlusslicht Werder Bremen II vergab der SC Preußen nicht nur eine Vielzahl von Großchancen, sondern auch die riesige Gelegenheit, erstmals seit August zwei Erfolge am Stück zu feiern und sich aus dem Abstiegskampf herauszuhalten. 0:0 hieß es am Ende. Das durfte nicht sein. Denn die Norddeutschen besaßen nicht eine Tormöglichkeit.
Trainer Pavel Dotchev vertraute bei seinem Heimdebüt exakt der Elf, die vor einer Woche in Babelsberg 2:0 gewann. Die Gäste formierten sich in der typischen Werder-Raute. Die hatte gleich zu Beginn einige Probleme mit den forschen Münsteranern. Allein der ungemein fleißige Radovan Vujanovic kam in den ersten fünf Minuten drei Mal zum Abschluss. Der Serbe probierte es bei seinem vierten Versuch aus der Distanz (10.), Fabian Hergesell zielte kurz darauf zu hoch (12.).
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Großchancen im Doppelpack
Der Schwung der Anfangsphase ebbte zwar ein wenig ab, Mitte der ersten Hälfte kam der SCP aber nach einer Grote-Ecke zu den beiden bis dato dicksten Chancen. Erst scheiterte Marco Riemer per Kopf, dann Clément Halet mit dem Fuß (25.) an Torwart Christian Vander. Dann musste Siegert, gerade erst wieder nach langer Pause genesen, vom Platz. Er hatte sich auf dem tiefgefrorenen Boden bei einem Sturz das Steißbein schwer geprellt.
Nejmeddin Daghfous hieß sein Ersatz. Die nächste schlechte Nachricht: Truckenbrod sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt nächste Woche in Stuttgart. Neben diesen Hiobsbotschaften musste Dotchev auch registrieren, dass das Geschehen mehr und mehr verflachte, dass sein Team nun immer seltener die Nahtstellen in der orange gekleideten Viererkette fand und viele Anspiele unpräzise zum Mitspieler brachte. Was allerdings nichts an der klaren Überlegenheit änderte. Kurz vor dem Wechsel wurde es noch zweimal gefährlich, als Marco Königs eine Truckenbrod-Flanke ans Außennetz setzte (40.). Dann legte der Ex-Düsseldorfer prima für Vujanovic mit dem Kopf ab, der sein Ziel aber aus der Drehung verfehlte (44.).
Gute Vorsätze verpuffen
Der Vorsatz, den Druck nach der Pause nochmal zu erhöhen, war den Preußen zunächst kaum anzumerken. Das Geschehen pendelte sich auf einem dünnen Niveau ein. Immerhin gelang es der Defensive, die durchaus mit ordentlichen Einzelkönnern ausgestatteten Hanseaten vom eigenen Tor fernzuhalten. Doch nach Ballgewinnen schalteten die Hausherren nicht entschlossen genug um.
Eine Königs-Flanke, die Clemens Schoppenhauer vor Vujanovic klärte (62.) und ein Schuss von Truckenbrod (65.) waren eher zaghafte Versuche, das Goldene Tor zu markieren. Es bedurfte also einer Steigerung, einer Schlussoffensive, um die eingeplanten Punkte abzugreifen. Beides kam, zumindest sah es einige Minuten lang danach aus. Truckenbrod, immer noch der eindeutige Chef im Ring, spielte raus zum eingewechselten Björn Kluft, der legte optimal quer auf Königs, doch aus vier Metern scheiterte der Angreifer an der Latte (70.). Dann traf Truckenbrod aus der Distanz den Innenpfosten (74.), Sekunden später parierte Vander gegen Vujanovic klasse.
Joker N‘Diaye vergibt letzte Chance
Der Keeper angelte sich auch den Kopfball von Joker Babacar N‘Diaye (87.) und hielt damit das zweite 0:0 seiner Bremer gegen den Aufsteiger fest. Aus Preußen-Sicht ein ganz bitteres Remis. Immerhin federte eine weitgehend brauchbare Vorstellung den Frust darüber ab.
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SC Preußen: Masuch - Riemer, Kühne, Halet, Hergesell - Bourgault, Truckenbrod - Siegert (29. Daghfous), Grote (57. Kluft) - Vujanovic (86. N‘Diaye), Königs
Werder Bremen II: Vander - Schmude (31. Henze), Schoppenhauer, Balogun, Hyde - Stallbaum - Schön (78. Hahn), Kroos - Trinks (78. Grashoff) - Wegner, Avdic
Schiedsrichter: Sebastian Schmickartz (Berlin)
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 5120
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Kickers Offenbach
(1:0)


