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Verdacht auf Kreuzbandriss
Verletzung von Dominik Schmidt trübt Jubelrausch von Preußen Münster

Dominik Schmidt (Foto: Schulte, westline)

Münster – Vor 371 Tagen lag auf der 0:1-Niederlage der Preußen beim VfL Osnabrück ein schwerer außersportlicher Schatten. Diesmal gewann Münster die Neuauflage des Evergreens an der Bremer Brücke. Mit 2:0, beeindruckend, imponierend.

Es war eine Kampfansage an die Liga, ein ganz besonderer Moment für die Fans. Ein perfekter Tag? Nein. Auch diesmal begleitete ein Beigeschmack das Derby aus westfälischer Sicht.

Intaktes Gefüge

Dominik Schmidt, der in den Vorwochen so unverzichtbare Innenverteidiger, zog sich in der 81. Minute bei einem eigenen Foul an Simon Zoller vermutlich einen Kreuzbandriss zu, wird wohl ein halbes Jahr fehlen. "Ich bin gerade nicht zu einer genauen Analyse imstande", entschuldigte sich Trainer Pavel Dotchev kurz nach dem Abpfiff und in Gedanken bei seinem Spieler.

Niemand sollte auf die Idee kommen, die Geschehnisse von 2011 mit dieser tragischen Geschichte zu vergleichen. Verletzungen gehören leider zum Sport. Doch es spricht für ein intaktes Gefüge, dass fast alle in der großen Preußen-Familie zuerst an Schmidt und dann an die drei Punkte dachten. "Den Sieg haben wir teuer bezahlt. Zu teuer", befand Präsident Dr. Marco de Angelis.

Viel Aussagekraft

Trotz aller Einschränkungen - der Vorjahresneuling hat bewiesen, dass er in dieser Liga ein echtes Spitzenteam ist. "Auf die Tabelle schaue ich noch nicht", sagt zwar Dotchev. Nach neun Partien besitzt die aber bereits viel Aussagekraft. Noch größeren Wert jedoch hat die Art und Weise, wie der Sieg im Klassiker gelang.

"Alle haben sehr gut gearbeitet, auch die Stürmer", sagte der Trainer. "Dass der Gegner auch mal gefährlich vors Tor kommt, war ja zu erwarten." Sein Fazit: " Es war ein klassisches Derby. Spannend, mit viel Emotionen und Leidenschaft. Und wir waren sehr gut darauf vorbereitet."

Wichtiges Fan-Transparent

Der Bulgare vergaß nicht zu erwähnen, dass das Fan-Transparent ("Kämpft für den ersten Sieg in Osnabrück seit 18 Jahren.") durchaus eine willkommene Rolle spielte. "Ich habe die Jungs in der Kabine nochmal drauf aufmerksam gemacht." Sein VfL-Gegenüber Claus-Dieter Wollitz war so frustriert, dass er die Anmerkung zum Banner plump zum zentralen Thema seiner Analyse machte: "Bei uns gab’s kein Plakat, wir waren schlecht vorbereitet."

Triumphales Schwarzweißgrün, haderndes Lilaweiß. Diese Eindrücke ließen vor allem Aufsichtsratschef Thomas Bäumer nicht kalt. Aus dem Hauptsponsor sprudelte es wie so oft nach großen Siegen nur so heraus: "Wann hatten die Preußen denn hier zum letzten Mal so eine tolle Stimmung", fragte er. 1994 musste wohl die Antwort lauten. Damals gewann der SCP in einem Pflichtspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft in der Nachbarstadt mit 3:0.

"Aushängeschild für die ganze Stadt"

"Dieser Sieg ist eine Standortbestimmung für den Verein. Das war ein Aushängeschild für die ganze Stadt", sagte Bäumer und blickte über den Tabellenrand hinaus. Dann herzte der Hauptsponsor schnell noch Benjamin Siegert. Ja, Siegert. Den früheren Osnabrücker, dem an alter Wirkungsstätte nicht nur einige Blicke gehörten.

Seine vergebene Megachance nach 90 Minuten war natürlich überall Thema. Der 31-Jährige, der seinen Kritikern zuvor gezeigt hatte, dass er kämpfen kann, konnte über die Szene lächeln. "Hätten wir noch das 1:1 gekriegt, hätte mich das bis ans Karriereende begleitet. Zum Glück hat Dima mir nachher gezeigt, wie man’s richtig macht", sagte der Rechtsfuß anspielend aufs spätere 2:0 durch Nazarov.

Große Preußen-Party

Ein Tor, das den Auftakt zur großen Preußen-Party bildete, die mannschaftsintern später auf der Hochzeit von Teamkoordinator Stephan Küsters ihren Siedepunkt fand. Thomas Rellmann

 

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Sa, 21.07. SCP - Heracles Almelo
Billerbeck
14.00

Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8F. Köln3853:48554
9U´haching3854:55-154
10Münster3850:49152
11Jena3849:59-1052
12Aalen3848:57-950

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