Preußen Münster auf Twitter & Facebook

Unser Service... Preußen-Artikel exklusiv auf Twitter @westline_scp und Facebook

Das Preußen-Interview
Danilo Wiebe: "Das Vertrauen kannte ich vorher nicht..."

Danilo Wiebe, Nummer 21 beim SC Preußen Münster. (Foto: Schulte)
11

Münster – Seit 2015 spielt Danilo Wiebe für den SC Preußen Münster. Der 23-Jährige ist noch jung, zählt aber fast zu den "Alteingesessenen" beim SCP. Unter Trainer Marco Antwerpen spielt er eine ganz wichtige Rolle - im Interview spricht er darüber und seine Zeit beim SCP.

Im Sommer 2015 kam Danilo Wiebe vom 1. FC Köln II zu den Preußen. Immer galt er als talentierter, hochveranlagter Spieler. Aber selten kam er wirklich dauerhaft zu Einsätzen. Manchmal warfen ihn kleine Verletzungen zurück, dann hatten die Trainer andere Vorstellungen oder andere Systeme. 

Seit Marco Antwerpen Trainer der Adler ist, hat sich Wiebes Rolle verändert. Gemeinsam mit Sandrino Braun räumt er auf der Sechser-Position alles weg. Plötzlich ist Danilo Wiebe nicht mehr aus dem Team wegzudenken. 

Unser Gespräch mit dem 23-Jährigen:

Frage: Du bist jetzt seit zweieinhalb Jahren beim SCP Und hast eine Menge erlebt. Abstiegskampf, Stammspieler, Bankdrücker, Verletzungen, dazu der ganze Verein in Veränderung: Könnte man sagen, deine Zeit bei Preußen Münster ist ein bisschen wie eine Achterbahn?

Danilo Wiebe: Das kann man so sagen. Ich habe wirklich viel erlebt – gute und schlechte Dinge. So wie Trainerwechsel, an denen man ja auch selber beteiligt ist. Es war schon eine Achterbahnfahrt..

Spannend: Trotz aller Widrigkeiten sind deine Einsatzzeiten in jedem Jahr gestiegen, deine Rolle hat sich verändert. 

Ich habe mich entwickelt. Man muss sich an die Liga anpassen, wenn man aus der Regionalliga kommt. Das hat etwas gedauert und zu Beginn hatte ich unter Ralf Loose eher Kurzeinsätze, die mich aber auch weitergebracht haben. Es war aber auch eine ganz andere Mannschaft. Mittlerweile gehöre ich ja fast zu den Alten… (grinst). Aber über die Jahre habe ich auch von Mitspielern eine Menge mitnehmen können.

Der damalige Sportvorstand Carsten Gockel hat dich geholt und hielt große Stücke auf dich. Aber hast du das Gefühl, erst jetzt langsam in Münster anzukommen?

Richtig angekommen bin ich schon länger. Aber ich glaube, dass ich in den vergangenen Wochen meine Qualitäten erst richtig zeigen konnte. Und es tut mir ein bisschen weh, dass ich das erst jetzt konnte. Das habe ich mir anders vorgestellt. Aber ich denke, dass ich ein System habe, in dem ich mich wohl fühle, auf einer Position, auf der ich mich wohlfühle; und das will ich gerne beibehalten.

Wir schauen einmal auf deine Zeit hier: Du erlebst deinen vierten Trainer: Ralf Loose, Horst Steffen, Benno Möhlmann und jetzt eben Marco Antwerpen. Das sind auch völlig verschiedene Trainertypen, oder?

Auf jeden Fall. Man kann aber von jedem etwas mitnehmen. Wie gesagt: Es waren auch immer ganz unterschiedliche Mannschaften. Das waren Erfahrungen, die ich damals mit 21 Jahren noch mitnehmen musste. Und ich bin noch immer im Lernprozess und noch lange nicht ausgereift. Das bringt mich alles weiter. 

Kannst du sagen, welcher der vier Trainer für deine Entwicklung als Spieler besonders wichtig war?

Man sagt immer so schön: Alle Trainer sind wichtig. Ich würde auch niemanden hervorheben. Aber ich erhalte im Moment viel Spielpraxis und Spielpraxis ist ja eigentlich der beste Trainer…

Unter jedem Trainer gab es Phasen, in denen du einige Spiele am Stück in der Startelf gemacht hast – und dann fehltest du immer wieder wegen kleinerer Blessuren. Hat dich das in deiner Entwicklung zurückgeworfen oder sie schwieriger gemacht?

Solche Verletzungen werfen einen immer zurück. Als Horst Steffen kam, hatte ich eigentlich gute Chancen, war aber dann verletzt. Das hat mich zurückgeworfen. Aber man lernt ja auch dazu, wie man mit seinem Körper umgeht. Das hat mir alles geholfen.

Tatsächlich war auch der Saisonstart wieder holprig für dich (wie für das ganze Team überhaupt). Mal über 90 Minuten gespielt, dann 90 Minuten auf der Bank oder gar nicht erst im Kader. Ein totales Auf und Ab. War es schwer, so überhaupt in den eigenen Lauf zu kommen, den eigenen Stil zu finden? 

Ja, natürlich. Spielpraxis ist wichtig.  Wenn man nicht spielt, kann man sich nur schwer Selbstvertrauen erarbeiten. Unsere letzten Spiele waren das perfekte Beispiel – mit Adriano Grimaldis zwei Toren und jetzt Michele Rizzi mit seinen vier Toren. Das gibt ein gutes Gefühl für die ganze Mannschaft.

Wenn du mal auf dich als Spieler schaust: Was sind deine Stärken?

Ich bin ein sehr laufstarker Spieler, ich kann Zweikämpfe gewinnen, habe im Gegenpressing gute Ballgewinne.

Und was würdest du gerne noch an dir verbessern oder besser können?

Ich würde gerne noch an meiner Schnelligkeit arbeiten, gerade auf den ersten Metern ist das sehr wichtig im Mittelfeld. Auf der Strecke bin ich ein ganz solider Spieler (grinst), aber an den ersten Metern würde ich gerne noch arbeiten…

Jetzt ist Marco Antwerpen da. Und plötzlich fragt sich niemand mehr, ob Danilo Wiebe spielt. Im Gegenteil. Jetzt bist du gesetzt. Wie empfindet du das selbst?

Das hat mich auch überrascht. Dieses Vertrauen kannte ich vorher nicht. Der Trainer hatte bei seinem Amtsantritt zu mir gesagt, ich müsse schnell fit werden. Aber das Vertrauen gibt er einfach der ganzen Mannschaft, das ist wichtig.

Weiter auf Seite 2

 


Lade Forenbeiträge...

Nächstes Liga-Spiel

3. Liga, Saison beendet
Der SC Preußen hat Sommerpause
-
Liga-Spielplan | SCP-Spielplan
Kader | Forum

Weitere Preußen-Termine

Datum Termin/Anlass  
13. Juni Trainingsauftakt  

Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8F. Köln3853:48554
9U´haching3854:55-154
10Münster3850:49152
11Jena3849:59-1052
12Aalen3848:57-950

SC Preußen Münster